Zwei Milliarden Dollar

28. März 2012 12:43; Akt: 28.03.2012 14:07 Print

Magischer Preis für die LA Dodgers

Das prestigeträchtige Baseball-Team der Los Angeles Dodgers wird doch nicht versteigert. Eine Investorengruppe um Magic Johnson hat für den Klub tief in die Tasche gegriffen.

storybild

Magic Johnson die Los Angeles Dodgers wieder auf die Titelseiten der Zeitungen bringen. (Bilder: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine Investorengruppe um die Basketball-Legende Earvin «Magic» Johnson wird neuer Besitzer des Baseball-Teams Los Angeles Dodgers. Der einstige Superstar der Los Angeles Lakers erwirbt gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern den zuletzt strauchelnden Traditionsverein der MLB für zwei Milliarden US-Dollar - das ist ein Rekordpreis im nordamerikanischen Profisport.

«Ich bin begeistert, ein Teil der historischen Dodger-Franchise zu sein und ich will das Team wieder auf die erste Seite des Sportteils in unserer wunderbaren Stadt Los Angeles bringen», sagte Johnson in einer Stellungnahme. Die künftigen TV-Rechte, die als wertvollster Teil des Klubs gelten, werden auf drei Milliarden Dollar geschätzt. Den zuvor höchsten Betrag für ein US-Profiteam, 1,1 Milliarden Dollar, hatte der US-Immobilien-Entwickler Steven Ross 2009 für den Football-Verein Miami Dolphins gezahlt.

Abfindung in Höhe von 130 Millionen Dollar

Die Dodgers gewannen die World Series, die Meisterschaft der MLB, bisher sechsmal. Der letzte Triumph liegt allerdings bereits 24 Jahre zurück. Im Juni 2011 musste der Klub Konkurs anmelden, nachdem Besitzer Frank McCourt aufgrund von Privatausgaben in Millionenhöhe sowie seiner Scheidung in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. Seine Ex-Frau, die bis zur Entlassung durch McCourt im Oktober 2009 Geschäftsführerin der Dodgers war, hatte vor Gericht den Besitz der Dodgers eingeklagt und war von ihrem Ex-Mann mit 130 Millionen Dollar abgefunden worden.

McCourt gab die Kaufvereinbarung mit der Gruppe um Johnson, geführt durch die Investmentbank Guggenheim Partners, am Dienstag nur wenige Stunden vor einer angesetzten Versteigerung mit drei von der MLB anerkannten Bietern bekannt. Diese hätte laut Beobachtern maximal rund 1,5 Milliarden eingebracht. Die drei Bieter könnten aber noch Einspruch gegen den Verkauf einlegen.

(pre/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.