Sport kompakt

19. August 2018 16:15; Akt: 20.08.2018 19:56 Print

Florence Schelling wird Coach

Chefjurist Villiger verlässt Fifa +++ Tsonga gibt Forfait für US Open +++ Auch Frankiny geht Stefan Küngs Weg +++ Golfer unterbietet magische Marke +++

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Die langjährige National-Torhüterin Florence Schelling wird Assistenztrainerin des U18-Eishockey-Nationalteams der Frauen. Die 29-Jährige wird am Vierländerturnier in St.Gallen vom 21. bis 26. August erstmals neben Headcoach Steve Huard im Einsatz sein. Sie hat ihre Karriere vor wenigen Wochen beendet. Die Fifa trennt sich von ihrem Chefjuristen Marco Villiger. Der Schweizer war einer der letzten noch im Weltverband verbliebenen Spitzenfunktionäre der Ära des Präsidenten Sepp Blatter. Villiger führte unter Blatter die Rechtsabteilung des Verbands, als 2015 der Korruptionsskandal um zahlreiche Fifa-Funktionäre bekannt wurde. Nach Angaben der «New York Times» wurde Villiger nun von Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura über die Trennung informiert. Demnach plant Verbandschef Gianni Infantino weitere personelle Veränderungen in der Fifa-Führung, um seine Hausmacht zu stärken. Der französische Tennisprofi Jo-Wilfried Tsonga (ATP 64) gibt für das vom 27. August bis zum 9. September stattfindende US Open Forfait. Der in der Waadt wohnhafte 33-Jährige muss aus gesundheitlichen Gründen auf das Grand-Slam-Turnier in New York verzichten. Seit Mitte Februar bestritt Tsonga keinen Ernstkampf mehr, im April musste er sich einer Meniskus-Operation im linken Knie unterziehen. Der Australian-Open-Finalist von 2008 hofft, dass er noch vor dem Saisonende auf die Tour zurückkehren kann. Nach Stefan Küng wechselt mit Kilian Frankiny (24, Bild) ein weiterer Schweizer von BMC auf die nächste Saison hin zur französischen Equipe Groupama-FDJ. Der Kletterspezialist aus dem Oberwallis erhielt einen Vertrag für zwei Jahre bis 2020. Mit Sébastien Reichenbach und Steve Morabito stehen aktuell zwei weitere Schweizer beim französischen Team unter Vertrag. Der US-Golfprofi Brandt Snedeker gewinnt überlegen das mit sechs Millionen Dollar dotierte Turnier des amerikanischen Circuits in Greensboro. Die Traumrunde zum Auftakt hilft ihm. In der ersten Runde auf dem Par-70-Platz im Bundesstaat North Carolina unterbot Snedeker mit 59 Schlägen als neunter Spieler der Geschichte der US PGA Tour die magische 60er-Marke. Der Vorsprung, den er sich mit dem einzigartigen Umgang erarbeitet hatte, trug den 37-Jährigen aus Nashville zum neunten Turniersieg seiner Karriere. Er nahm der Konkurrenz drei und mehr Schläge ab und erhielt ein Preisgeld von 1,08 Millionen Dollar. Real Madrid startet ohne Probleme in die spanische Meisterschaft. Der Champions-League-Sieger, seit diesem Sommer ohne Superstar Cristiano Ronaldo, gewinnt in der 1. Runde der La Liga daheim gegen Getafe 2:0. Mit der 2:4-Niederlage im europäischen Supercup gegen Atletico Madrid hatte Julen Lopetegui denkbar schlecht als Trainer von Real Madrid debütiert. Sein erstes Heimspiel verlief angenehmer. Getafe beschränkt sich aufs Verteidigen, und Real Madrid hatte keine Probleme das Geschehen zu kontrollieren. Daniel Carvajal schoss nach 20 Minuten das 1:0, Gareth Bale doppelte sechs Minuten nach der Pause nach. Die AS Roma startet mit einem knappen Auswärtssieg in die Saison. Bei Torino gewinnt der Scudetto-Mitfavorit dank einem späten Tor von Edin Dzeko 1:0. Der bosnische Stürmer traf in der 89. Minute mit einer Direktabnahme nach einer Flanke des von Ajax Amsterdam neu verpflichteten Justin Kluivert. Zuvor hatte Dzeko zweimal nur den Pfosten getroffen. Trotz dieser beiden Chancen war der Sieg der Römer durchaus schmeichelhaft. Torino hielt gut mit und erspielte sich durch die Stürmer Iago Falco und Andrea Belotti zwei herausragende Chancen. Kiki Bertens feiert am WTA-Turnier in Cincinnati den grössten Sieg ihrer Karriere. Die Niederländerin bezwingt im Final die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien 2:6, 7:6 (8:6), 6:2. Halep stand im Tiebreak des zweiten Satzes nur einen Punkt vom Turniersieg entfernt. Den Matchball ihrer Gegnerin wehrte Bertens mit offensivem Spiel aber souverän ab, ehe sich die Partie wendete. Im dritten Satz war Bertens die klar bessere Spielerin. Für die Niederländerin war es der vierte Sieg gegen eine Top-Ten-Spielerin in der letzten Woche. Vor Halep hatte sie auch Caroline Wozniacki, Jelina Switolina und Petra Kvitova bezwungen. In der Ligue 1 haben die beiden Aufsteiger einen perfekten Start hingelegt. Wie Reims steht auch Nîmes nach dem 3:1-Heimsieg gegen Marseille in der 2. Runde mit sechs Punkten da. Nîmes feierte in seinem ersten Heimspiel in der Ligue 1 seit über 25 Jahren einen überzeugenden Erfolg gegen Marseille, den Vierten der letzten Saison. Die 'Crocodiles' überraschten den Gast zweimal mit hervorragenden Kontern - zum 1:0 in der 34. Minute und zum 2:1 in der 62. Minute. Marseille kassierte wie Lyon am Vortag (gegen Reims) am zweiten Spieltag die erste Niederlage. Jeremy Seewer hat sein Ziel beim Heim-Grand-Prix von Frauenfeld teilweise erreicht. Der Bülacher beendet den ersten Lauf zwar in den von ihm angepeilten Top 5, musste sich im zweiten Durchgang aber mit Platz 16 begnügen. An siebter Position liegend fiel der Zürcher Unterländer nach 13 der 30 Rennminuten wegen eines technischen Defekts auf Platz 25 zurück. Immerhin vermochte sich Seewer in der zweiten Rennhälfte noch in die Punkteränge zu retten und belegte Rang 16, unmittelbar vor dem Freiburger Valentin Guillod. WM-Leader Jeffrey Herlings gewann in Frauenfeld beide Läufe. Borussia Mönchengladbach realisiert mit dem 11:1 beim Bremer Fünftligisten Hastedt den höchsten Sieg der 1. Runde im deutschen Cup. Drei Spieler erzielten je drei Tore. Fünf Schweizer stehen im Kader von Borussia Mönchengladbach. Im ersten Pflichtspiel der Saison kam aber keiner zum Einsatz. Zum Aufgebot gehörte lediglich Denis Zakaria, der allerdings 90 Minuten lang auf der Bank sass. Michael Lang fällt mit einem Teilriss des Aussenbandes im rechten Knie noch längere Zeit aus, Yann Sommer, Nico Elvedi und Josip Drmic wurden geschont. Bei Mönchengladbach spielten sich der Brasilianer Rafael, der Belgier Thorgan Hazard (m.) und der von Nizzq verpflichtete Franzose Alassane Pléa in den Vordergrund. Alle drei erzielten drei Tore - ein klassischer Hattrick gelang indes keinem. Auch die 23. Auflage der Cyclassics in Hamburg endete mit einer Entscheidung im Spurt. Der Italiener Elia Viviani gewann das World-Tour-Rennen wie schon letztes Jahr. Auf der Zielgeraden war gegen Viviani, den italienischen Meister, erneut nichts auszurichten. Im Spurt des Feldes sicherte sich der 29-Jährige nach 216,4 km seinen 15. Saisonsieg. Wie schon 2017 verwies Viviani auch diesmal den Franzosen Arnaud Démare auf Platz 2. Der Norweger Alexander Kristoff, in Hamburg 2014 Sieger, wurde Dritter. Nick Alpiger hat in Schönenbuch vor 2500 Zuschauern sein drittes Kranzfest gewonnen. Der 22-jährige Aargauer bezwang am Basellandschaftlichen Kantonalschwingfest alle sechs Gegner. Im Schlussgang besiegte er mit einer vorsichtigen Taktik nochmals Patrick Räbmatter, den er schon im vierten Gang bezwungen hatte. Räbmatter fiel durch die Niederlage auf Rang 4 zurück. Dahinter sorgte Lars Voggensperger auf Rang 2 mit seiner Kranz-Premiere für eine Überraschung. Der 17-jährige Lokalmatador besiegte vier Kranzschwinger. Der Australier Michael Matthews gewann die 7. und letzte Etappe der Benelux-Rundfahrt. Zum Gesamtsieg, der an den Slowenen Matej Mohoric (im Bild) ging, fehlten ihm letztlich 5 Sekunden. Mit einer halben Minute auf Leader Mohoric war Matthews zum letzten Teilstück gestartet. An der Mauer von Geraardsbergen, bekannt aus der Flandern-Rundfahrt, liess der Australier im Finale alle hinter sich, auch den belgischen Olympiasieger Greg van Avermaet, den er im Kampf um den Tagessieg souverän auf Platz 2 verwies. Matthews sicherte sich so auch noch Bonifikationen, doch Mohoric behauptete sich in der Etappe als 13. mit 13 Sekunden Rückstand. Der Slowene errang so erstmals in einem Etappenrennen der World Tour den Gesamtsieg. Ivan Strinic, der Linksverteidiger des WM-Finalisten Kroatien, muss wegen Herzproblemen bis auf Weiteres pausieren. Das gab sein Club AC Milan bekannt. «Bei einer Routineuntersuchung, die alle Profisportler in Italien absolvieren, wurde festgestellt, dass Ivan Strinic an einer Hypertrophie des Herzmuskels leidet, die eine gründliche Untersuchung mit anschliessender Ruhephase erfordert», schrieb Milan auf seiner Website. Der 31-jährige Strinic war in diesem Sommer ablösefrei von Sampdoria Genua zur AC Milan gewechselt. Der FC Barcelona startet mit einem problemlosen Erfolg in die neue Saison. Der Titelverteidiger setzt sich gegen Alaves 3:0 durch. Trotz Ballbesitz von gegen 80 Prozent und einem deutlichen Chancenplus (25:3 Torschüsse) dauerte es im Camp Nou in Barcelona 63 Minuten, bis das Heimteam aus seiner Überlegenheit auch Zählbares machte. Captain Lionel Messi brachte die Katalanen mit einem unter der Mauer hindurch geschossenen Freistoss in Führung und brach damit den Bann. Philippe Coutinho erhöhte in der 83. Minute mit einer schönen Einzelleistung auf 2:0, ehe Messi für den Schlusspunkt sorgte. Der glänzend aufgelegte Argentinier, der auch je einmal die Latte und den Pfosten traf, nahm Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Flanke von Luis Suarez brillant an und traf zum 3:0. Tyson Fury gewinnt auch den zweiten Kampf nach seinem Comeback. Er hat am Samstag in Belfast den Italiener Francesco Pianeta einstimmig nach Punkten geschlagen. Für den 30-jährigen Briten war es der zweite Kampf nach seinem Comeback. Im Juni hatte Fury nach einer zweieinhalbjährigen Zwangspause den Burgdorfer Sefer Seferi besiegt. Furys eindrucksvoller Kampfrekord ist auch nach 27 Profikämpfen weiter makellos. Im Anschluss an den Kampf gegen Pianeta gab Fury in der Hauptstadt Nordirlands bekannt, als nächstes gegen Deontay Wilder um die WBC-Weltmeisterschaft zu boxen. Gut eine Woche nach ihrem EM-Gold in Berlin feierte Lea Sprunger auch im Rahmen der Diamond League einen tollen Erfolg. Die Westschweizerin setzte sich in Birmingham über 400 m Hürden in 54,86 Sekunden durch. Das Feld in Grossbritannien war stark, aber nicht hochkarätig besetzt. Sprunger, seit Berlin die Nummer 6 der Jahresweltbestenliste, traf mit Janieve Russell aus Jamaika auf die Nummer 3 des Rankings und mit der Amerikanerin Georganne Moline auf die Nummer 5 weltweit. Die Schweizerin ist mit diesem Sieg für den Diamond-League-Final in anderthalb Woche bei Weltklasse Zürich fix gesetzt und muss keine Wildcard beanspruchen. Sprunger wird im Letzigrund ihre Sommersaison 2018 abschliessen. In der 6. und damit zweitletzten Etappe der Benelux-Rundfahrt verliert der Thurgauer Stefan Küng (im grünen Trikot) Zeit und fällt im Gesamtklassement weit zurück. Küng, der vor dem 182 km langen Teilstück von Riemst nach Sittard-Geleen noch Gesamtdritter gewesen war, verlor 3:03 Minuten auf den österreichischen Tagessieger Gregor Mühlberger und nimmt die letzte Etappe vom Sonntag als Gesamt-36. in Angriff. Weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung liegt der Slowene Matej Mohoric. Neun Tage nach dem Gewinn von EM-Gold in Glasgow feierte Nicola Spirig (l.) am Weltcup in Lausanne einen Heimsieg. Die Olympiasiegerin von 2012 und Rekord-Europameisterin zeigte im Rennen über die olympische Distanz eine Machtdemonstration. Spirig setzte sich auf der anspruchsvollen Strecke am Genfersee nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen 51 Sekunden vor der zweifachen Junioren-Weltmeisterin Taylor Knibb aus den USA durch. Dritte wurde mit bereits 1:14 Minuten Rückstand die Italienerin Verena Steinhauser. US-Schwimmstar Michael Phelps will Menschen mit Depressionen helfen. Der Rekord-Olympiasieger, der selbst an Depressionen leidet, sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender CNN, es sei «wichtiger» ein Leben zu retten, als eine «Goldmedaille zu gewinnen». Phelps, der insgesamt 28 Medaillen bei Olympischen Spielen zwischen 2000 und 2016 errang, verfiel nach den Wettkämpfen regelmässig in schwere Depressionen. Nach den Sommerspielen von London 2012 etwa verliess er tagelang nicht sein Zimmer. Der 33-jährige Spitzenathlet sagte, er habe im Schwimmbecken einige aussergewöhnliche Vorstellungen abgeliefert, aber draussen schwer kämpfen müssen. «Einen Teil meines Lebens hätte ich am liebsten nicht kennen gelernt.» Auch heute noch quälen den verheirateten Vater von zwei Kindern nach eigenen Aussagen depressive Phasen. Erst vor etwa drei Wochen habe er eine «erschreckende Depression» erlebt. Und das werde in seinem Leben so weitergehen. Seine Frau Nicole und seine Therapeuten seien ihm eine grosse Hilfe. Seine Nicole sei alles für ihn, sagte Phelps. «Sie ist mein Fels, sie hilft mir im Alltag. Ohne sie könnte ich nicht leben.» Sie habe ihm geholfen, seine jüngsten Depressionen zu überstehen. Phelps hat bisher 23 olympische Goldmedaillen gewonnen. Keine erfreulichen Neuigkeiten für Ambri-Piotta: Stürmer Dominic Zwerger fällt bis auf Weiteres mit einer Knöchelverletzung aus. Der Saisonstart in rund einem Monat scheint jedoch nicht in Gefahr. Zwerger verletzte sich am Freitag im Testspiel in Sursee gegen den russischen KHL-Klub Witjas Podolsk (2:3) am rechten Knöchel. Der 22-jährige Österreicher mit Schweizer Lizenz dürfte rund vier Wochen ausfallen. Für den Saisonstart der National League am 21. September sollte der zweifache Torschütze der WM 2018 wieder fit sein. Zwerger war in der vergangenen Saison mit 21 Toren und 28 Assists aus 60 Spielen Ambris zweitbester Skorer. Für seine starke erste Profisaison in der Schweiz wurde er kürzlich an den Swiss Ice Hockey Awards zum «Rookie of the Year» ausgezeichnet. Jamaikas Sprint-Legende Usain Bolt versucht sich an einer Profikarriere als Fussballer in Australien. Am Samstag kam Weltrekordhalter über die 100 und 200 Meter nach einem 14-stündigen Flug aus Los Angeles in der australischen Metropole Sydney an. Ab Dienstag, wenn Bolt zugleich seinen 32. Geburtstag feiern wird, soll das mehrwöchige Training beim Verein Central Coast Mariners beginnen. Vor Reportern sagte Bolt, Ziel sei, eine zweite Sportkarriere aufzunehmen. Falls er das Training mit den Mariners besteht, könnte er ab Oktober in der A-League starten. «Ich bin hier, um zu zeigen, was ich kann», sagte Bolt. Er wisse, welche Leistung er bringen könne und wolle die Chance nutzen. «Ich werde mich wirklich anstrengen. Ich werde hart arbeiten und ich freue mich darauf, mein Bestes zu geben», sagte der Jamaikaner. Bolt hegt schon seit langem den Wunsch, Profifussballer zu werden. Seit seinem Karriereende als Sprinter im vergangenen Jahr hat der sechsfache Einzel-Olympiasieger bereits Probetrainings bei Borussia Dortmund und beim norwegischen Verein Strömsgodset absolviert. Sein Lieblingsclub ist der englische Rekordmeister Manchester United. Am Damen-Turnier in Cincinnati wurde Simona Halep (Bild) ihrer Favoritenrolle im Viertelfinal gerecht. Die als Nummer 1 gesetzte Rumänin setzte sich mit 6:4, 6:1 gegen Lesia Zurenko (WTA 44) aus der Ukraine durch. Im Halbfinal trifft die aktuell weltbeste Tennisspielerin am Samstagabend (MEZ) auf Aryna Sabalenka (WTA 34). Die Weissrussin bezwang die US-Amerikanerin Madison Keys (WTA 13) ebenfalls in zwei Sätzen (6:3, 6:4). Petra Kvitova (WTA 6) aus Tschechien schaltete die Belgierin Elise Mertens (WTA 14) mit 7:5, 5:7, 6:3 aus. Sie spielt am Samstag (voraussichtlich um 18 Uhr Schweizer Zeit) gegen die Niederländerin Kiki Bertens (WTA 17), die Jelina Switolina (UKR/WTA 7) 6:4, 6:3 schlug. Nach dem 0:0 in der Auftakt-Partie der Saison 2018/19 in der spanischen La Liga zwischen Girona und Real Valladolid fielen im zweiten Spiel am späten Freitagabend die ersten Tore. Levante setzte sich 3:0 bei Betis Sevilla durch. Den ersten Treffer der Meisterschaft erzielte Roger (2.v.r.) nach 38 Minuten. In der zweiten Halbzeit erhöhte José Luis Morales (54.). Der Stürmer sorgte tief in der Nachspielzeit (95.) mit seinem zweiten Torerfolg für den Schlusspunkt. Die Vorlage lieferte Ex-FCZ-Angreifer Raphael Dwamena, der kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit für den Doppelschützen eingewechselt worden war. Am Samstag stehen mit Celta Vigo gegen Espanyol Barcelona (18.15 Uhr) sowie dem Duell zwischen Villarreal und Real Sociedad San Sebastian (20.15 Uhr) zwei weitere Spiele an, ehe Titelverteidiger Barcelona am späten Abend (22.15 Uhr) Deportivo Alaves empfängt. Real Madrid spielt am Sonntagabend (22.15 Uhr) daheim gegen Getafe. Europameisterin Lea Sprunger verzichtet am Wochenende vom 8./9. September auf die Teilnahme am Continental Cup im tschechischen Ostrava. Die Westschweizerin organisiert in diesen Tagen einen Halbmarathon in Nyon. Der Start bei Weltklasse Zürich am Donnerstag, 30. August, wird somit ihr letztes Rennen in dieser Saison sein. Die Goldmedaille vor Wochenfrist in Berlin gab Sprunger über 400 m Hürden das Startrecht für den Continental Cup. In diesem Wettkampf treten alle vier Jahre die Kontinente Afrika, Amerika, Ozeanien/Asien und Europa gegeneinander an. 2014 nach den EM im Letzigrund vertrat der Europameister Kariem Hussein Europa in Marrakesch über 400 m Hürden. Genf-Servette hat den gebürtigen Berner Maxime Montandon (im Archivbild noch im Dress von Fribourg-Gottéron) verpflichtet. Der Verteidiger, der einen Einjahresvertrag mit Option unterschrieben hat, beginnt die Saison beim Partnerverein HC Sierre in der drittklassigen MSL. Zuletzt hat der 24-Jährige mit Ajoie in der Swiss League gespielt. Schalke 04 stand im deutschen Cup als einziger Bundesligist bereits am Freitag im Einsatz. Beim 2:0 gegen Regionalligist Schweinfurt erfüllten die Gelsenkirchener die Pflichtaufgabe humorlos. Sie sollen den Gegner «stressen», hatte Schalke-Coach Domenico Tedesco von seinen Spielern gefordert. Im Aufbauspiel mit hohem Pressing zu Fehlern zwingen. Und die Spieler hatten ihren Jungcoach verstanden, störten Schweinfurts Akteure früh, und wussten die Fehler im Aufbau des Viertligisten auszunutzen. So etwa nach 23 Minuten, als Amine Harit nach einem Abspielfehler Schweinfurts Abwehr im Strafraum überraschte, der gestresste Philip Messingschlager mit einer Grätsche klären wollte, damit aber den Penaltypfiff auslöste, den Nabil Bentaleb (24.) zur Führung nutzte. Es war dieser Treffer, der Schalke zum Weiterkommen reichte. Der Torerfolg, mit dem die Schalker sich auch lange zufrieden gaben. Erst mit der Einwechslung des Schweizer Nationalspielers Breel Embolo (l.) in der 55. Minute kam neuer Schwung in das Angriffsspiel des Bundesligisten – und neuer Stress auf die Abwehr von Schweinfurt zu. Der 21-jährige Angreifer fiel nicht nur durch einen Fallrückzieher auf, für den er den Szeneapplaus der Zuschauer erhielt. Auch am vorentscheidenden 2:0 durch Matija Nastasic nach einem Corner war Embolo beteiligt. Der Schweizer leitete die Aktion ein, die zum Standard für Schalke geführt hatte.

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