Sport kompakt

13. August 2018 15:15; Akt: 13.08.2018 22:56 Print

Eröffnung von Spurs-Stadion verschoben

Carmelo Anthony wird Teamkollege von Clint Capela +++ Der nächste Spanier gibt seinen Rücktritt bekannt +++ Laver Cup fast komplett +++ Vögele scheitert nach vergebenem Matchball +++

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Die für den 15. September geplante Eröffnung des neuen Stadions von Tottenham Hotspur wird aufgrund von Sicherheitsproblemen im Neubau auf einen noch unbekannten Zeitpunkt verschoben. «Jüngste Test- und Überwachungsbesuche haben Fehler im Sicherheitssystem aufgedeckt», teilte der Premier-League-Klub aus London mit. Wegen der durch diese Probleme verursachten Verzögerungen finden die Heimspiele gegen Liverpool am 15. September und gegen Cardiff am 6. Oktober im Wembley statt. Während den Bauarbeiten des neuen für rund 62'000 Zuschauer Platz bietenden Stadions, das direkt um die alte Arena an der White Hart Lane im Norden Londons entstanden ist, trug der letztjährige Meisterschaftszweite alle Heimspiele der Saison 2017/18 im Wembley aus. Ebenfalls betroffen von der ist ein Spiel der American Football League NFL. Die für den 14. Oktober geplante Begegnung zwischen den Seattle Seahawks und den Oakland Raiders findet ebenfalls im Wembley statt. Tottenham hat eine Vereinbarung mit der NFL, in den nächsten zehn Jahren mindestens zwei Spiele pro Saison in ihrem neuen Stadion zu veranstalten. Basketball-Superstar Carmelo Anthony wechselt auf die kommende NBA-Saison hin zu den Houston Rockets. Der zehnmalige Allstar wird damit Teamkollege des Genfers Clint Capela. Nach einer enttäuschenden Saison mit den Oklahoma City Thunder soll der 34-jährige Amerikaner nach Angaben des ESPN-Journalisten Adrian Wojnarowski beim Qualifikationssieger der letzten Saison einen Einjahresvertrag über 2,4 Millionen Dollar unterschrieben haben. Anthony steht vor seiner 16. Saison in der NBA. Über seine Karriere hat der dreifache Olympiasieger durchschnittlich 24,1 Punkte, 6,5 Rebounds und drei Assists realisiert. Zwei Tage nachdem Gerard Piqué seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gab, verkündete am Montag David Silva, dass er nicht mehr für Spanien spielen werde. Der 32-Jährige Mittelfeldspieler debütierte 2006 für La Roja, absolvierte 125 Partien und traf 35 Mal. Er gewann die EM 2008 und 2012 und wurde 2010 in Südafrika Weltmeister. In einem von ihm veröffentlichten Communiqué sagte er, dass er sehr stolz auf seine Erfolge mit Spanien sei, und dass dieser Entscheid der schwerste seiner Karriere sei. Die beiden Teams für den Laver Cup, der vom 21. bis 23. September in Chicago zum zweiten Mal stattfindet, sind fast komplett. Für Europa gehen neben Roger Federer und Novak Djokovic auch Alexander Zverev, Grigor Dimitrov und David Goffin an den Start. Der Weltauswahl gehören Juan Martin Del Potro, Kevin Anderson, John Isner, Diego Schwartzman und Nick Kyrgios an. Beide Captains - Björn Borg und John McEnroe - können noch je einen Spieler nominieren. Der Laver Cup fand 2017 in Prag erstmals statt. Federer ist einer der Initiatoren des Wettkampfes. Stefanie Vögele (WTA 77) ist beim Turnier von Cincinnati in der 1. Runde unglücklich gescheitert. Die Aargauerin unterlag der zweifachen Major-Siegerin Swetlana Kusnezowa (WTA 88) nach 2:13 Stunden Spielzeit und einem vergebenen Matchball mit 4:6, 6:2, 6:7 (5:7). Vögele, die sich über die Qualifikation souverän ins Hauptfeld gespielt hatte, kam dem ersten Sieg auf der WTA-Tour seit April ganz nahe. Im dritten Satz hatte sie beim Stand von 6:5 bei Aufschlag der 33-jährigen Russin einen Matchball, und auch im Tiebreak erspielte sie sich zunächst einen kleinen Vorteil, ehe sie sechs der letzten acht Punkte verlor. Zum siebten Mal in Folge scheiterte Vögele bei einem WTA-Turnier in der Startrunde. Die Negativserie widerspiegelt ihren Formstand aber nur unzureichend, schliesslich hat sie in den letzten Monaten mehrmals über die Qualifikation den Einzug ins jeweilige Hauptfeld geschafft. In Cincinnati gab sie in den beiden Qualifikations-Partien nur sieben Games ab und deklassierte unter anderem die Einzel-Olympiasiegerin Monica Puig (WTA 70). Roger Federer trifft beim Masters-1000-Turnier von Cincinnati nach einem Freilos zum Auftakt in der 2. Runde auf den Deutschen Peter Gojowczyk (ATP 48), der sich gegen den Portugiesen João Sousa (ATP 63) durchgesetzt hat. Der 29-jährige Gojowczyk schaffte in diesem Jahr erstmals den Sprung unter die Top 50. In Delray Beach im Februar und in Genf im Mai erreichte er den Final. Gegen Roger Federer hat er bislang noch nie gespielt. In der 3. Runde hätte Federer zum ersten Mal seit drei Jahren auf Andy Murray treffen können. Der Schotte, in der Weltrangliste verletzungsbedingt nur noch auf Platz 375 geführt, scheiterte aber schon in der Startrunde. Die frühere Nummer 1 unterlag dem Franzosen Lucas Pouille (ATP 17) mit 1:6, 6:1, 4:6. Stan Wawrinka startete in der Nacht auf Dienstag gegen die Weltnummer 12 Diego Schwartzman aus Argentinien. Bayern München hat die neue Saison eindrücklich lanciert. Der Meister deklassierte im Supercup in Frankfurt den neu von Adi Hütter trainierten Cupsieger Eintracht Frankfurt mit 5:0. Robert Lewandowski schoss bis in die 54. Minute die ersten drei Treffer, zwei mit dem Kopf und den dritten nach nach gutem Zuspiel von Thomas Müller im Duell mit Goalie Frederik Rönnow. Der dänische Neuzugang, der sein erstes Pflichtspiel mit der Eintracht bestritt, musste sich danach noch gegen Kingsley Coman und Thiago geschlagen geben. Für Bayern München war der deutliche Sieg im Supercup eine kleine, aber eindrückliche Revanche für den Mitte Mai verlorenen Cupfinal gegen die Eintracht, die damals von Niko Kovac trainiert wurde. Mittlerweile sitzt der Kroate auf der Trainerbank des Gegners, während die Frankfurter am Samstagabend ihr erste Pflichtspiel unter dem früheren YB-Coach Adi Hütter bestritten. Der eben aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückgetretene Gelson Fernandes wurde von Hütter nicht eingesetzt. Nun ist es bestätigt. Nach vier Jahren beim FC St. Gallen wechselt Mittelfeldspieler Marco Aratore (27) nach Russland zu Ural Jekaterinburg. Aratores Transfer hatte sich bereits letzte Woche angedeutet, FCSG-Coach Peter Zeidler und Sportchef Alain Sutter bestätigten noch vor der Super-League-Partie gegen den FC Zürich, dass lediglich die Unterschrift noch fehle. Insgesamt lief Aratore für St. Gallen in 146 Spielen auf. Dabei verbuchte er je 22 Tore und Assists. Für den Basler, der bei den Ostschweizern noch über einen bis 2020 gültigen Vertrag verfügt hätte, ist es der erstmalige Wechsel zu einem ausländischen Klub. Jekaterinburg schloss die abgelaufene Premjer-Liga-Saison im 12. Rang ab. Nach seinem Turniersieg in Toronto verzichtet Rafael Nadal auf den Start in Cincinnati. Die Weltnummer 1 braucht eine Pause. Nadal versuchte gar nicht erst, eine leichte Verletzung für seinen Verzicht auf das Masters-1000-Turnier in Cincinnati vorzuschieben, das er bisher einmal (2013) gewonnen hat. «Es gibt keinen anderen Grund, als mich um meinen Körper zu kümmern und so gesund wie möglich zu bleiben», erklärte der 32-jährige Spanier wenige Stunden nach seinem überzeugenden Turniersieg in Kanada. Blerim Dzemaili erzielte für Bologna in der 3. Cuprunde beim B-Ligisten Padua das wegweisende erste Tor. In der 70. Minute verwertete der Zürcher, dessen Zukunft in der Schweizer Nationalmannschaft unklar ist, einen Penalty zum 1:0. Am Ende gewann das neu von Filippo Inzaghi trainierte Bologna 2:0. Eine Woche vor Beginn der spanischen Meisterschaft hat sich der FC Barcelona den ersten Titel gesichert. Der Doublegewinner gewann den in Tanger ausgetragenen Supercup gegen den Cupfinalisten FC Sevilla 2:1. Sevillas Führung erzielte Mittelfeldspieler Pablo Sarabia schon in der 9. Minute mit einem Schlenzer auf präzise Vorarbeit des kolumbianischen WM-Spielers Luis Muriel. Kurz vor der Pause staubte Gerard Piqué zum 1:1 ab. Die mit Tomas Vaclik im Tor spielenden Andalusier verpassten die neuerliche Führung nach 63 Minuten knapp. Franco Vazquez traf mit einem scharfen Kopfball die Latte. Ousmane Dembélé erzielte auf der andern Seite das Siegestor nach 82 Minuten mit einem gewaltigen Weitschuss von der Seite unter die Latte. Sevilla hätte noch einmal ins Spiel finden können. Aber Wissam Ben Yedder scheiterte in der 91. Minute mit einem Foulpenalty an Goalie Marc-André ter Stegen. Ter Stegen selbst hatte den Penalty verschuldet. Neymar benötigte nur zehn Minuten, um seinen ersten Saisontreffer zu erzielen. Der Brasilianer eröffnete für Paris Saint-Germain beim 3:0-Heimsieg gegen Caen zum Ligue-1-Saisonauftakt das Skore. Es war im 21. Meisterschaftsspiel für PSG der 20. Treffer von Neymar. Die weiteren Tore für den Titelverteidiger erzielten Adrien Rabiot und Timothy Weah, der 18-jährige Sohn von George Weah, dem Ex-Stürmer und heutigen Präsidenten von Liberia. Das Kuriosum des letzten Abends der EM in Berlin bietet die für Israel startende Kenianerin Lonah Chemtai Salpeter. Im Final über 5000 m setzte sie 500 m vor Schluss zum Endspurt an, schloss zur Führenden Sifan Hassan auf und jubelte über Silber. Sekunden später bemerkte die 10'000-m-Europameisterin den Irrtum und nahm das Rennen wieder auf. Allerdings kostete sie das Malheur die Medaille. Auf der eigentlichen Schlussrunde fehlte die Kraft, es wurde nur der 4. Rang. Fünf Tage nach ihrer Goldfahrt an der EM in Glasgow feierte Jolanda Neff auch im 4500 Kilometer entfernten Monte-Sainte-Anne einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Bei ihrem elften Weltcupsieg, dem dritten in Mont-Saint-Anne nach 2014 und 2015, distanzierte die amtierende Welt- und Europameisterin die Dänin Annika Langvad um fast zwei Minuten. Im Rennen der Männer überschlugen sich die Ereignisse. Nino Schurter verzeichnete nach Rennhälfte in Führung liegend einen Kettenriss, büsste dadurch rund zwei Minuten ein und rettete den zurückeroberten 7. Platz schliesslich mit einem platten Reifen ins Ziel. Der sechste Triumph im Gesamtweltcup nach 2010, 2012, 2013, 2015 und 2017 ist dem Churer damit nicht mehr zu nehmen. Am Ende des turbulenten Rennens feierte Mathias Flückiger seinen ersten Weltcupsieg im Cross-Country. Die Weltranglistenerste Simona Halep gewinnt zum zweiten Mal nach 2016 das Canadian Open in Montreal. Im Final besiegt die 26-jährige Rumänin die Amerikanerin Sloane Stephens (WTA 3) 7:6, 3:6, 6:4. Die Neuauflage des French-Open-Finals (3:6, 6:4, 6:1 für Halep) verlief hochspannend. Im ersten Satz verspielte Simona Halep eine 4:1-Führung und wehrte zwei Satzbälle ab, ehe sie sich mit 8:6 im Tiebreak durchsetzte. Stephens dominierte den zweiten Satz. Im Entscheidungssatz vergab Halep bei 5:2 (1) und 5:3 (2) drei Matchbälle, ehe sie sich nach 2:39 Stunden durchsetzte. Nach dem US Open im Juni hat der 28-jährige amerikanische Golfprofi Brooks Koepka in St. Louis erstmals auch die US PGA Championship, das vierte und letzte Majorturnier des Jahres, für sich entschieden. Tiger Woods wurde mit zwei Schlägen Rückstand Zweiter. In der Saison seines Comebacks nach langer Verletzungspause spielte Tiger Woods abermals um den Sieg mit. In der Schlussrunde halbierte er den Rückstand von vier auf zwei Schläge. Koepka war aber im Finish zu stark.

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