Sport kompakt

17. August 2018 19:10; Akt: 17.08.2018 20:10 Print

Basels Captain Suchy muss verletzt pausieren

Curling-EM 2019 findet in Schweden statt +++ Lauper fehlt YB mindestens zwei Wochen +++ Lange Flucht zahlt sich für einen Dänen aus +++ Lausanne-Stürmer kehrt in die KHL zurück +++

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Der FC Basel muss für unbestimmte Zeit auf die Dienste seines Captains Marek Suchy (30) verzichten. Der tschechische Innenverteidiger hat am letzten Sonntag beim 3:2-Sieg im Meisterschaftsspiel gegen Sion kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss erlitten. Die Curling-Europameisterschaften der Männer (im Bild das Schweizer Team um Skip Marc Pfister an der WM 2018 in Las Vegas) und der Frauen finden 2019 zum fünften Mal in Schweden und zum ersten Mal im südschwedischen Helsingborg statt. Gespielt wird vom 16. bis 23. November. Die bisherigen EM-Orte in Schweden waren Västeras (1983), Sundsvall (1994), Örnsköldsvik (2008) und Karlstad (2012). In Västeras holte die Schweiz die Männer aus Zermatt (Amédée Biner) und die Frauen von Bern-Egghölzli (Erika Müller) den Titel. In Örnsköldsvik siegten die Davoserinnen um Skip Mirjam Ott. Meister Young Boys muss zwei bis drei Wochen ohne Sandro Lauper (r. im Bild vom Uhrencup) auskommen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler fällt mit einer Bänderverletzung am Fussgelenk aus. Magnus Cort Nielsen belohnte sich für einen couragierten Ausreissversuch in der 5. Etappe der Benelux-Rundfahrt mit dem Sieg. Keine acht der 204,4 Kilometer des 5. Teilstücks von Sint-Pieters-Leeuw nach Lanaken hatten die Radprofis absolviert, da zogen mit dem Belgier Jonas Rickaert, dem Niederländer Julius van den Berg und dem 25-jährigen Cort Nielson bereits drei Fahrer aus dem Feld davon. Auch als sich mit dem Franzosen Alexis Gougeard ein weiterer Fahrer zur Fluchtgruppe gesellte, reagierte das Peloton nicht – und wurde so vom Quartett überrascht. Von den Ausreissern präsentierte sich der Däne Cort Nielsen, der in diesem Jahr bereits mit einem Etappensieg an der Tour de France (im Archivbild) auf sich aufmerksam gemacht hatte, letztlich klar am stärksten. Er liess im Sprint seinen Mitstreitern keine Chance, Van den Berg und Gougeard blieben nur die weiteren Podiumsplätze. Das düpierte Feld erreichte den Zielort mit 33 Sekunden Rückstand auf die Fluchtgruppe. Für die Führenden im Gesamtklassement – unter ihnen der Thurgauer Stefan Küng als Gesamtdritter – blieb die erfolgreiche Flucht ohne Konsequenzen. Das Leadertrikot bleibt weiterhin beim slowenischen Meister Matej Mohoric. Küngs Rückstand auf den 23-Jährigen beträgt zwei Etappen vor Schluss 22 Sekunden. Lausanne verliert seinen kanadischen Stürmer Matt Frattin an die KHL. Der 30-Jährige kehrt mit einem Einjahres-Vertrag zu Barys Astana zurück, wo er schon die vergangene Saison begonnen hatte. Der Club aus Kasachstan hatte damals die Playoffs verpasst. Dies ermöglichte den Wechsel in die Schweiz. Das Frauenteam des FC Zürich (im Bild feiert Fabienne Humm (r.) mit Lorena Baumann (l.) und Cinzia Zehnder ein Tor) trifft am 12. oder 13. September in den Sechzehntelfinals der ersten K.o.-Runde der Champions League zuerst auswärts auf das finnische Team Honka. Das Rückspiel in Zürich findet zwei Wochen später statt. Englands Meister Manchester City muss rund drei Monate auf seinen belgischen Starspieler Kevin de Bruyne verzichten. Der Spielmacher hatte sich am Mittwoch im Training eine Bänderverletzung im rechten Knie zugezogen. Es sei keine Operation nötig, präzisierte der Verein. De Bruyne wird dennoch die meisten Gruppenspiele der Champions League verpassen. Das Wetter macht den Organisatoren des ATP-/WTA-Turniers in Cincinnati am Donnerstag einen grossen Strich durch die Rechnung. Die Mehrheit der Achtelfinals konnte wegen Regens nicht gespielt und musste auf Freitag verlegt werden. Die Partie zwischen Stan Wawrinka und Marton Fucsovics aus Ungarn wurde zweimal unterbrochen; sie wird beim Stand von 2:1 und 0:40 aus Sicht des Romands fortgesetzt. Roger Federer und sein argentinischer Kontrahent Leonardo Mayer hatten den Court gar nie betreten. Am Freitag sollen sowohl die Achtel- wie auch die Viertelfinals gespielt werden. Gewinnen sowohl Federer als auch Wawrinka ihre Partien, würde es in der Runde der letzten acht zu einem Schweizer Duell kommen. Runden unter 60 Schläge sind im Profigolf Raritäten. Zum Auftakt des Turniers in Greensboro spielt der Amerikaner Brandt Snedeker die neunte 59er-Runde in der Geschichte amerikanischen Circuits. Dem 37-Jährigen aus Nashville, bislang achtfacher Turniersieger auf der hochdotierten US PGA Tour, glückten auf den 18 Löchern zehn Birdies und ein Eagle bei nur einem Schlagverlust. Den ersten 59er-Umgang schaffte der Amerikaner Al Geiberger im Jahr 1977. Der US-Golfer Jim Furyk, heuer Captain der amerikanischen Auswahl im Ryder Cup, hält mit 58 Schlägen seit August 2016 alleine den Rekord. Carlos Sainz wechselt für die Formel-1-Saison 2019 zu McLaren. Dies bestätigte der Rennstall gegenüber Twitter. Der Spanier, der aktuell noch für Renault fährt, ersetzt damit Landsmann Fernando Alonso, der zurücktreten wird. Sainz galt gemäss «Motorsport total» als möglicher Nachfolger von Daniel Ricciardo bei Red Bull, der wiederum Sainz' Platz bei Renault eingenommen hatte. Der Weltmeister aus Frankreich führt die nach neuer Berechnungsmethode geführte Weltrangliste der FIFA neu an. Die Franzosen machten einen Sprung vom 7. auf den 1. Platz. Die in den Achtelfinals gescheiterte Schweiz verlor zwei Ränge und liegt auf Position 8. Die angewandte Formel, die im Juni verabschiedet worden war, beruht auf der Addition/Subtraktion der in einem Spiel gewonnenen/verlorenen Punkte zum/vom bestehenden Punktetotal und nicht mehr wie beim früheren Modell auf Punkteschnitten für einzelne Spiele über einen bestimmten Zeitraum. Frankreich führt die Weltrangliste erstmals seit Mai 2002 oder seit über 16 Jahren wieder an. Nur gerade drei Punkte dahinter liegt WM-Halbfinalist Belgien, während WM-Finalist Kroatien als Vierter seine beste Klassierung von Juni 2013 egalisierte. Wo es Sieger gibt, gibt es aber auch Verlierer. Der ehemalige Spitzenreiter Deutschland ist nach dem Ausscheiden in der WM-Gruppenphase auf Platz 15 abgerutscht. Die Spanien-Rundfahrt wird ohne den britischen Vorjahressieger Chris Froome Vuelta vonstatten gehen. Der Radprofi verzichtet auf eine Teilnahme und wird stattdessen in seiner Heimat bei der Grossbritannien-Tour antreten, wie auch wie sein Teamkollege von Sky, der Tour-de-France-Gesamtsieger Geraint Thomas. Letztes Jahr an der Spanien-Rundfahrt war Froome eine zu hohe Dosis des Asthmamittels Salbutamol nachgewiesen worden, doch inzwischen wurde er des Dopings freigesprochen. In der aktuellen Saison startete Froome bereits im Giro d'Italia, den er als Gesamtsieger beendete. Die Tour de France schloss er als Dritter ab. Die Spanien-Rundfahrt beginnt am 25. August und dauert bis 16. September. Der frühere englische Internationale Wayne Rooney kommt in der nordamerikanischen MLS immer besser in Fahrt. Mit zwei Treffern führt der 32-Jährige DC United zum zweiten Sieg in Folge. Das Team aus der US-Hauptstadt Washington gewann vor heimischer Kulisse 4:1 gegen die Portland Timbers. Zwar gingen die Gäste aus Oregon durch Samuel Armenteros in der 35. Minute in Führung, doch Rooney (43.) glich vor 18'219 Zuschauern noch vor der Halbzeitpause aus. Für die Führung der Gastgeber sorgte Oniel Fisher (47.) kurz nach dem Seitenwechsel. Rooney (66.) erhöhte per Freistoss auf 3:1. Nach vier Spielen ohne Niederlage liegt DC United nun mit 24 Punkten auf dem 8. Platz in der Eastern Conference. Portland ist mit 37 Punkten Fünfter im Westen. Philipp Lahm wird Organisationschef der Fussball-Europameisterschaft 2024, sollte der deutsche Verband (DFB) am 27. September den Zuschlag für das Turnier bekommen. In seiner neuen Funktion werde der 113-fache Nationalspieler Lahm als nachrückendes Mitglied dem DFB-Präsidium angehören und seine Erfahrung auch bei sportlichen Themen in die DFB-Gremien einbringen, teilte der Verband mit. YB-Meistertrainer Adi Hütter räumt an seiner neuen Wirkungsstätte auf. Der Coach von Eintracht Frankfurt hat vor dem DFB-Pokalspiel des Titelverteidigers am Samstag beim SSV Ulm 1846 (Anpfiff 15.30 Uhr) gleich drei Profis aus dem Kader des Bundesligisten gestrichen. Die beiden Mittelfeldspieler Marco Fabián (29) und Marijan Cavar (20) sowie Innenverteidiger Simon Falette (26) sollen gemäss Berichten deutscher Medien ab sofort mit der Trainingsgruppe 2 trainieren und müssen sich einen neuen Club suchen. «Jeder sieht, dass wir ein zu grosses Kader haben. Ich werde es grundsätzlich reduzieren», wird der neue Coach auf verschiedenen Kanälen zitiert. Der Mexikaner Fabián besitzt einen Vertrag bis 2019 und stand noch bei der 0:5-Niederlage gegen den FC Bayern München am Wochenende in der Frankfurter Startelf. Er war zuletzt mit Besiktas Istanbul in Verbindung gebracht worden und ist als WM-Teilnehmer der prominenteste Name der Betroffenen. Neben dem Trio zählen mit Branimir Hrgota (25), Daichi Kamada (22), Marc Stendera (22) und Nelson Mandela Mbouhom (19) vier weitere Frankfurt-Profis zu den Ausgemusterten. Das Quartett trainiert bereits seit einiger Zeit nicht mit der 1. Mannschaft des Bundesligsten. Victor Moses beendet mit 27 Jahren seine Karriere in Nigerias Nationalmannschaft. Er wolle sich künftig seinem Club und seiner jungen Familie widmen, sagte er. Moses steht bei Chelsea unter Vertrag. Ab 2013 wurde er der Reihe nach an Liverpool, Stoke City und West Ham ausgeliehen. Mit Nigerias Nationalteam bestritt Moses die WM-Turniere 2014 und 2018. Als er elf Jahre alt war, brachte ihn sein Onkel nach England, nachdem die christlichen Eltern des Buben in Nigeria von Islamisten umgebracht worden waren. Moses besitzt heute auch die britische Staatsbürgerschaft. Alexander Zverev ist am Masters-1000-Turnier in Cincinnati in der 2. Runde ausgeschieden. Die Weltnummer 4 unterlag dem Niederländer Robin Haase, 55. im Worldranking, 7:5, 4:6, 5:7. Am vorangegangenen Masters-1000-Turnier in Toronto war der Deutsche in den Viertelfinals als Titelverteidiger ebenfalls in drei Sätzen am 20-jährigen Griechen Stefanos Tsitsipas gescheitert. In Cincinnati war der 21-jährige Zverev nach dem Teilnahmeverzicht von Rafael Nadal als Nummer 2 gesetzt. Bei Borussia Mönchengladbach rückt Yann Sommer zum Vizecaptain auf. Trainer Dieter Hecking ernannte den Schweizer, der zum besten Torhüter der Bundesliga in der Rückrunde der Saison 2017/18 gewählt worden war, als zweiten Mann hinter Lars Stindl. Der Offensivspieler hatte die Binde schon in den letzten zwei Saisons getragen. Sommer konnte mit seinen ausnahmslos sehr guten Leistungen mit dem Schweizer Nationalteam an der WM in Russland seine Position in Mönchengladbach weiter festigen.

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