Sport kompakt

15. August 2018 18:50; Akt: 15.08.2018 21:23 Print

Zverev scheidet in Cincinnati früh aus

+++ Yann Sommer steigt zum Vizecaptain auf +++ Küng muss das Leadertrikot bereits wieder abgeben +++ Manchester City bangt um De Bruyne +++ Nach Mandzukic tritt auch Subasic zurück +++

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Alexander Zverev ist am Masters-1000-Turnier in Cincinnati in der 2. Runde ausgeschieden. Die Weltnummer 4 unterlag dem Niederländer Robin Haase, 55. im Worldranking, 7:5, 4:6, 5:7. Am vorangegangenen Masters-1000-Turnier in Toronto war der Deutsche in den Viertelfinals als Titelverteidiger ebenfalls in drei Sätzen am 20-jährigen Griechen Stefanos Tsitsipas gescheitert. In Cincinnati war der 21-jährige Zverev nach dem Teilnahmeverzicht von Rafael Nadal als Nummer 2 gesetzt. Bei Borussia Mönchengladbach rückt Yann Sommer zum Vizecaptain auf. Trainer Dieter Hecking ernannte den Schweizer, der zum besten Torhüter der Bundesliga in der Rückrunde der Saison 2017/18 gewählt worden war, als zweiten Mann hinter Lars Stindl. Der Offensivspieler hatte die Binde schon in den letzten zwei Saisons getragen. Sommer konnte mit seinen ausnahmslos sehr guten Leistungen mit dem Schweizer Nationalteam an der WM in Russland seine Position in Mönchengladbach weiter festigen. Englands Meister Manchester City muss einstweilen auf den Schlüsselspieler Kevin De Bruyne verzichten. Der 27-jährige Belgier verletzte sich im Training am rechten Knie. Nach ersten Angaben handelt es sich um eine schwere Bänderverletzung. Laut britischen Medien droht De Bruyne eine Pause von mehreren Wochen oder gar Monaten. Ernüchterung bei Stefan Küng an der Benelux-Rundfahrt: Der Thurgauer musste nur einen Tag nach seinem Sieg im Zeitfahren sein Leadertrikot wieder abgeben. Am Dienstag hatte er seinem überlegenen Sieg im Einzelzeitfahren das grüne Leadertrikot der Benelux-Rundfahrt übernommen und gehofft, es so lange wie möglich zu verteidigen. Die Reserve von 14 und mehr Sekunden auf die Konkurrenz und die nicht allzu anspruchsvolle Streckenführung der folgenden Tage sprachen für ihn. Doch in der 3. Etappe vom Mittwoch folgte für den Schweizer Zeitfahrmeister die Ernüchterung, weil es dem Feld auf den 175 km von Aalter nach Antwerpen nicht gelungen war, eine fünfköpfige Ausreissergruppe rechtzeitig einzuholen. Das Feld büsste 1:11 Minuten auf die Spitze ein. Am Ende fehlten Küng 22 Sekunden zur Verteidigung der Leaderposition. Neu wird das Gesamtklassement von Matej Mohoric angeführt. Der slowenische Meister, der die Etappe als Vierter beendete, liegt allerdings nur eine Sekunde vor dem Belgier Sean de Bie. Dahinter folgt Küng als Dritter. Tagessieger wurde der Niederländer Taco van der Hoorn, der sich auf dem Schlusskilometer entscheidend von seinen Fluchtgefährten absetzen konnte. Für den 24-Jährigen aus den zweitklassigen Team Roompot war es der erste Sieg in einem World-Tour-Rennen. Einen Tag nach Stürmer Mario Mandzukic gibt mit Goalie Danijel Subasic ein weiterer WM-Silberheld von Kroatien seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt. Der 33-jährige Keeper, bei der AS Monaco Teamkollege und Konkurrent von Diego Benaglio, absolvierte für die Kroaten seit seinem Debüt 2009 beim 5:0-Sieg im Testspiel über Liechtenstein 44 Länderspiele. «Die Zeit, Abschied von meinem Lieblings-Fussballtrikot Abschied zu nehmen, ist nach 10 Jahren in der Nationalmannschaft gekommen», liess Subasic via Communiqué auf der kroatischen Verbandswebsite verlauten. Sein Entscheid die Internationale Karriere nach der WM zu beenden, so Subasic, habe bereits vor dem Turnier festgestanden. Lionel Messi läuft 2018 nicht mehr für das argentinische Nationalteam auf und lässt seine Zukunft offen. Der 31-jährige Star vom FC Barcelona habe dem neuen Nationaltrainer Lionel Scaloni in einem Telefonat mitgeteilt, der Albiceleste in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung zu stehen, schrieb die Zeitung 'Clarin'. Das Onlineportal 'Infobae' stellte klar, dass es sich nicht um einen Rücktritt handle. Diesen habe Messi offengelassen und davon abhängig gemacht, wie sich das Nationalteam in den nächsten Monaten neu organisiere. In Argentiniens Agenda stehen in diesem Jahr noch vier Testspiele, zwei davon im September gegen Guatemala und Kolumbien und zwei weitere Ende Oktober und Anfang November. Genf-Servette komplettiert seine Ausländer-Fraktion mit zwei nordamerikanischen Stürmern mit NHL-Erfahrung. Der 30-jährige Amerikaner Tommy Wingels (links im Bild) und der Kanadier Lance Bouma (28) haben Einjahresverträge mit Option unterzeichnet. Wingels und Bouma waren bereits in der vergangenen Saison bei den Chicago Blackhawks Teamkollegen. Beide spielten zuletzt allerdings nicht für die NHL-Organisation im US-Bundesstaat Illinois. Wingels, der in der weltbesten Liga 448 Spiele absolvierte, war bei den Boston Bruins tätig, Bouma, der bisher 357 NHL-Partien bestritt, für die Rockford IceHogs in der AHL. Die weiteren Ausländer in Diensten der Genfer sind die schwedischen Verteidiger Henrik Tömmernes und Johan Fransson. Mehr als sechs Jahre nach der blutigen Nacht von Port Said will Ägypten Fussballfans wieder in die Stadien lassen. Die Regierung in Kairo beschloss, dass Anhänger von Fussballclubs ab dem 1. September schrittweise wieder bei Ligaspielen zuschauen dürfen. «Wir werden mit 5000 Fans anfangen, aber wir müssen sichergehen, dass einige wichtige Sicherheits-Empfehlungen angewendet wurden», wurde Sportminister Aschraf Sobhi von der staatlichen Zeitung «Al-Ahram» zitiert. Im Februar 2012 waren im Stadion der Hafenstadt Port Said 74 Menschen ums Leben gekommen, als in einer politisch aufgeheizten Atmosphäre Fans des örtlichen Vereins Al-Masri nach dem Abpfiff brutal auf Anhänger des Kairoer Klubs Al-Ahli losgegangen waren (im Archivbild das Stadion am Tag danach). Seitdem wurden die Meisterschaften in Ägypten vor leeren Rängen ausgespielt. Freuen dürfte die geplante Änderung den Zürcher Christian Gross. Der 64-Jährige steht derzeit als Trainer beim zwölffachen ägyptischen Meister Zamalek unter Vertrag. Nach einem enttäuschenden 0:0 zum Saisonauftakt und einem 5:1-Heimsieg liegt das Team des Schweizers aktuell auf dem 4. Platz. Die Familie Schumacher verlässt die Schweiz. Das berichtet die Zeitung «Le Matin». Corinna Schuhmacher, Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, habe demnach auf Mallorca eine Villa erstanden. Die Familie mit ihren zwei Kindern Gina Maria und Mick wohnte seit 1996 in der Schweiz, zuerst in Vufflens-le-Château im Kanton Waadt und seit 2008 in Gland. Der Schwägalp-Schwinget findet am Sonntag ohne Armon Orlik statt. Der Bündner muss verletzungsbedingt passen. Der Schlussgang-Teilnehmer am Eidgenössischen Fest 2016 in Estavayer hat sich noch nicht ausreichend von seiner Knieverletzung erholt, die er sich Anfang Juli zugezogen hat. «Die Heilung verläuft gut. Jedoch kommt der Schwägalp-Schwinget für mich zu früh, so dass ich leider nicht teilnehmen kann», teilte der 23-jährige Bündner auf seinen sozialen Kanälen mit. Orlik hatte sich vor fünfeinhalb Wochen am Rigi-Schwinget das Aussenband im Knie angerissen. Trotz des Ausfalls gewann der Schwinger in dieser Saison drei Kranzfeste, darunter das Nordostschweizer Teilverbandsfest in Herisau. Serena Williams scheidet in der 2. Runde des WTA-Premier-Turniers von Cincinnati aus. Die 36-jährige Amerikanerin unterliegt der zweimaligen Wimbledon-Gewinnerin Petra Kvitova 3:6, 6:2, 3:6. Seit der Finalniederlage im Final von Wimbledon gegen Angelique Kerber wartet die 23-fache Grand-Slam-Siegerin damit weiter auf einen Erfolg. Kvitova ist in Cincinnati als Nummer 8 gesetzt und trifft im Achtelfinal auf die Französin Kristina Mladenovic. Die Young Boys spielen um den erstmaligen Einzug in die Champions League in den Playoffs gegen Dinamo Zagreb. Der kroatische Meister gewann nach dem Hinspiel (2:0) auch das Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde gegen den FC Astana aus Kasachstan 1:0. Einziger Torschütze im Heimspiel der siegreichen Kroaten war der Schweizer Nationalspieler Mario Gavranovic. Der Tessiner Stürmer wurde nach 57 Minuten eingewechselt und traf rund eine Viertelstunde vor Schluss per Kopf zum 1:0-Endstand. Für Gavranovic war es im fünften Saisonspiel bereits der dritte Treffer. Das Playoff-Hinspiel zwischen Schweizer Meister YB und Dinamo Zagreb findet am Mittwoch, 22. August, in Bern statt. Das Rückspiel in Kroatien folgt am Dienstag, 28. August. Fernando Alonso verabschiedet sich am Ende dieser Saison aus der Formel 1. Diesen Entscheid teilte der 37-jährige Spanier mit. «Mal sehen, was die Zukunft so bringt; es warten neue aufregende Herausforderungen», erklärte der zweifache Weltmeister, der in dieser Saison für McLaren-Renault fährt. Alonso hatte in Australien 2001 sein erstes Formel-1-Rennen bestritten. Zuletzt war immer wieder über seinen Ausstieg spekuliert worden. Ein grosses Ziel Alonsos ist der Gewinn der Triple Crown. Dieses Kunststück beinhaltet Siege bei den Klassikern Indy500, dem Grossen Preis von Monaco in der Formel 1 und in Le Mans. Das Indy500 fehlt dem Spanier noch. Stan Wawrinka hat von den Organisatoren des am 27. August beginnenden US Open erwartungsgemäss eine von acht Wildcards erhalten. Für den dreifachen Grand-Slam-Sieger, der derzeit in der Weltrangliste nur an 151. Position klassiert ist, wird es in New York der erste Auftritt seit seinem Finalsieg 2016 gegen Novak Djokovic. Im Vorjahr hatte der 33-jährige Waadtländer das US Open wegen einer Knieverletzung verpasst. Bei den Frauen wurden unter anderen die Weissrussin Victoria Asarenka (WTA 87), zweimalige US-Open-Finalistin (2012 und 2013) und ehemals die Weltnummer 1, und die Russin Swetlana Kusnezowa (88) mit einer Wildcard ausgestattet. Kusnezowa gewann 2004 im Alter von 19 Jahren am US Open ihren ersten von zwei Grand-Slam-Einzeltiteln. Ein Video von einem Fan könnte dem Ägypter Mohamed Salah Ärger einbringen. Der Flügelstürmer des FC Liverpool wurde gefilmt, während er mit dem Handy in der Hand Auto fuhr. Zwar stand Salah zu dieser Zeit im Stau und bewegte sich nur langsam fort, trotzdem hat die örtliche Polizei auf Twitter bereits verlauten lassen: «Das Video wurde an die zuständige Abteilung weitergeleitet. Danke für den Hinweis.» Stefan Küng hat an der 14. Benelux-Rundfahrt im niederländischen Venray die 2. Etappe gewonnen. Der Thurgauer wiederholte im Zeitfahren über 12,7 km seinen Sieg aus dem Vorjahr. Küng holte auf dem kurzen und flachen Parcours in der Provinz Limburg 14 Sekunden auf den zweitplatzierten Victor Campenaerts heraus. Der Belgier hatte vor Wochenfrist in Glasgow seinen EM-Titel im Zeitfahren erfolgreich verteidigt. Damit glückte Küng die Revanche für sein enttäuschendes Abschneiden an den kontinentalen Titelkämpfen in Schottland, als er im Zeitfahren als Siebter den angestrebten Podestplatz verpasst hatte. Auf Campenaerts fehlten Küng nach 45,7 km 45 Sekunden, auf eine Medaille 17 Sekunden. Küng löste dank dem fünften Sieg auf Stufe World Tour, dem dritten im Einzelzeitfahren, den Niederländer Fabio Jakobsen an der Spitze des Gesamtklassements ab. Der 24-Jährige aus Wilen bei Wil hatte am letzten Tag der diesjährigen Tour de Suisse bereits das Einzelzeitfahren gewonnen. Die in den Niederlanden und in Belgien ausgetragenen Benelux-Rundfahrt dauert bis am Sonntag an. Die 3. Etappe vom Mittwoch führt in Belgien über 175 flache Kilometer von Aalter nach Antwerpen. Der kroatische Vize-Weltmeister Mario Mandzukic hat überraschend seinen Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt. «Wir haben unseren Traum gelebt, hatten einen historischen Erfolg und spürten die Liebe unserer Fans. Die Reise mit dem Team war einzigartig und unser Empfang in der Heimat einmalig. Ich könnte nach dieser Silbermedaille nicht stolzer sein», schrieb er den Fans. Mandzukic habe gespürt, dass die Zeit gekommen sei. Einen perfekten Zeitpunkt für einen Rücktritt gäbe es sowieso nicht. Der Spieler von Juventus Turin und Torschütze im WM-Final bestritt 89 Länderspiele für Kroatien und schoss dabei 33 Tore. Mehr (35) erzielte nur der heutige Verbandspräsident Davor Suker. Der frühere brasilianische Stürmerstar Ronaldo scheint seine Lungenentzündung überstanden zu haben. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP erfahren hat, hat der 41 Jahre alte Südamerikaner das Spital auf Ibiza wieder verlassen können. Keirin-Weltmeister Fabian Puerta Zapata (27, rechts) ist nach einer positiven Doping-Probe suspendiert. Der Kolumbianer wird seit Montag auf der Liste der vorläufig gesperrten Athleten des Radsport-Weltverbandes UCI geführt. Puerta Zapata wurde im Juni bei den nationalen Meisterschaften in Cali auf das anabole Steroid Boldenon positiv getestet. Anfang März hatte er bei den Weltmeisterschaften in Apeldoorn in Holland erstmals den Keirin-Titel gewonnen. Die tschechische Tennisspielerin Karolina Pliskova hat das Ende ihrer Zusammenarbeit mit Trainer Tomas Krupa bekannt gegeben. Die ehemalige Nummer 1 der Weltrangliste und US-Open-Finalistin 2016 wurde seit November von ihrem 45 Jahre alten Landsmann trainiert. «Meine Ergebnisse und Gefühle waren nicht so, wie ich es von mir erwarte», erklärte die 26-Jährige. Die Tschechin war zuletzt sowohl in Wimbledon als auch beim WTA-Turnier in Montreal der gleichaltrigen Niederländerin Kiki Bertens unterlegen Die für den 15. September geplante Eröffnung des neuen Stadions von Tottenham Hotspur wird aufgrund von Sicherheitsproblemen im Neubau auf einen noch unbekannten Zeitpunkt verschoben. «Jüngste Test- und Überwachungsbesuche haben Fehler im Sicherheitssystem aufgedeckt», teilte der Premier-League-Klub aus London mit. Wegen der durch diese Probleme verursachten Verzögerungen finden die Heimspiele gegen Liverpool am 15. September und gegen Cardiff am 6. Oktober im Wembley statt. Während den Bauarbeiten des neuen für rund 62'000 Zuschauer Platz bietenden Stadions, das direkt um die alte Arena an der White Hart Lane im Norden Londons entstanden ist, trug der letztjährige Meisterschaftszweite alle Heimspiele der Saison 2017/18 im Wembley aus. Ebenfalls betroffen von der Verzögerung ist ein Spiel der American Football League NFL. Die für den 14. Oktober geplante Begegnung zwischen den Seattle Seahawks und den Oakland Raiders findet ebenfalls im Wembley statt. Tottenham hat eine Vereinbarung mit der NFL, in den nächsten zehn Jahren mindestens zwei Spiele pro Saison in ihrem neuen Stadion zu veranstalten. Basketball-Superstar Carmelo Anthony wechselt auf die kommende NBA-Saison hin zu den Houston Rockets. Der zehnmalige Allstar wird damit Teamkollege des Genfers Clint Capela. Nach einer enttäuschenden Saison mit den Oklahoma City Thunder soll der 34-jährige Amerikaner nach Angaben des ESPN-Journalisten Adrian Wojnarowski beim Qualifikationssieger der letzten Saison einen Einjahresvertrag über 2,4 Millionen Dollar unterschrieben haben. Anthony steht vor seiner 16. Saison in der NBA. Über seine Karriere hat der dreifache Olympiasieger durchschnittlich 24,1 Punkte, 6,5 Rebounds und drei Assists realisiert. Zwei Tage nachdem Gerard Piqué seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gab, verkündete am Montag David Silva, dass er nicht mehr für Spanien spielen werde. Der 32-Jährige Mittelfeldspieler debütierte 2006 für La Roja, absolvierte 125 Partien und traf 35 Mal. Er gewann die EM 2008 und 2012 und wurde 2010 in Südafrika Weltmeister. In einem von ihm veröffentlichten Communiqué sagte er, dass er sehr stolz auf seine Erfolge mit Spanien sei, und dass dieser Entscheid der schwerste seiner Karriere sei. Die beiden Teams für den Laver Cup, der vom 21. bis 23. September in Chicago zum zweiten Mal stattfindet, sind fast komplett. Für Europa gehen neben Roger Federer und Novak Djokovic auch Alexander Zverev, Grigor Dimitrov und David Goffin an den Start. Der Weltauswahl gehören Juan Martin Del Potro, Kevin Anderson, John Isner, Diego Schwartzman und Nick Kyrgios an. Beide Captains - Björn Borg und John McEnroe - können noch je einen Spieler nominieren. Der Laver Cup fand 2017 in Prag erstmals statt. Federer ist einer der Initiatoren des Wettkampfes. Stefanie Vögele (WTA 77) ist beim Turnier von Cincinnati in der 1. Runde unglücklich gescheitert. Die Aargauerin unterlag der zweifachen Major-Siegerin Swetlana Kusnezowa (WTA 88) nach 2:13 Stunden Spielzeit und einem vergebenen Matchball mit 4:6, 6:2, 6:7 (5:7). Vögele, die sich über die Qualifikation souverän ins Hauptfeld gespielt hatte, kam dem ersten Sieg auf der WTA-Tour seit April ganz nahe. Im dritten Satz hatte sie beim Stand von 6:5 bei Aufschlag der 33-jährigen Russin einen Matchball, und auch im Tiebreak erspielte sie sich zunächst einen kleinen Vorteil, ehe sie sechs der letzten acht Punkte verlor. Zum siebten Mal in Folge scheiterte Vögele bei einem WTA-Turnier in der Startrunde. Die Negativserie widerspiegelt ihren Formstand aber nur unzureichend, schliesslich hat sie in den letzten Monaten mehrmals über die Qualifikation den Einzug ins jeweilige Hauptfeld geschafft. In Cincinnati gab sie in den beiden Qualifikations-Partien nur sieben Games ab und deklassierte unter anderem die Einzel-Olympiasiegerin Monica Puig (WTA 70). Bayern München hat die neue Saison eindrücklich lanciert. Der Meister deklassierte im Supercup in Frankfurt den neu von Adi Hütter trainierten Cupsieger Eintracht Frankfurt mit 5:0. Robert Lewandowski schoss bis in die 54. Minute die ersten drei Treffer, zwei mit dem Kopf und den dritten nach nach gutem Zuspiel von Thomas Müller im Duell mit Goalie Frederik Rönnow. Der dänische Neuzugang, der sein erstes Pflichtspiel mit der Eintracht bestritt, musste sich danach noch gegen Kingsley Coman und Thiago geschlagen geben. Für Bayern München war der deutliche Sieg im Supercup eine kleine, aber eindrückliche Revanche für den Mitte Mai verlorenen Cupfinal gegen die Eintracht, die damals von Niko Kovac trainiert wurde. Mittlerweile sitzt der Kroate auf der Trainerbank des Gegners, während die Frankfurter am Samstagabend ihr erste Pflichtspiel unter dem früheren YB-Coach Adi Hütter bestritten. Der eben aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückgetretene Gelson Fernandes wurde von Hütter nicht eingesetzt. Nun ist es bestätigt. Nach vier Jahren beim FC St. Gallen wechselt Mittelfeldspieler Marco Aratore (27) nach Russland zu Ural Jekaterinburg. Aratores Transfer hatte sich bereits letzte Woche angedeutet, FCSG-Coach Peter Zeidler und Sportchef Alain Sutter bestätigten noch vor der Super-League-Partie gegen den FC Zürich, dass lediglich die Unterschrift noch fehle. Insgesamt lief Aratore für St. Gallen in 146 Spielen auf. Dabei verbuchte er je 22 Tore und Assists. Für den Basler, der bei den Ostschweizern noch über einen bis 2020 gültigen Vertrag verfügt hätte, ist es der erstmalige Wechsel zu einem ausländischen Klub. Jekaterinburg schloss die abgelaufene Premjer-Liga-Saison im 12. Rang ab. Nach seinem Turniersieg in Toronto verzichtet Rafael Nadal auf den Start in Cincinnati. Die Weltnummer 1 braucht eine Pause. Nadal versuchte gar nicht erst, eine leichte Verletzung für seinen Verzicht auf das Masters-1000-Turnier in Cincinnati vorzuschieben, das er bisher einmal (2013) gewonnen hat. «Es gibt keinen anderen Grund, als mich um meinen Körper zu kümmern und so gesund wie möglich zu bleiben», erklärte der 32-jährige Spanier wenige Stunden nach seinem überzeugenden Turniersieg in Kanada. Blerim Dzemaili erzielte für Bologna in der 3. Cuprunde beim B-Ligisten Padua das wegweisende erste Tor. In der 70. Minute verwertete der Zürcher, dessen Zukunft in der Schweizer Nationalmannschaft unklar ist, einen Penalty zum 1:0. Am Ende gewann das neu von Filippo Inzaghi trainierte Bologna 2:0. Eine Woche vor Beginn der spanischen Meisterschaft hat sich der FC Barcelona den ersten Titel gesichert. Der Doublegewinner gewann den in Tanger ausgetragenen Supercup gegen den Cupfinalisten FC Sevilla 2:1. Sevillas Führung erzielte Mittelfeldspieler Pablo Sarabia schon in der 9. Minute mit einem Schlenzer auf präzise Vorarbeit des kolumbianischen WM-Spielers Luis Muriel. Kurz vor der Pause staubte Gerard Piqué zum 1:1 ab. Die mit Tomas Vaclik im Tor spielenden Andalusier verpassten die neuerliche Führung nach 63 Minuten knapp. Franco Vazquez traf mit einem scharfen Kopfball die Latte. Ousmane Dembélé erzielte auf der andern Seite das Siegestor nach 82 Minuten mit einem gewaltigen Weitschuss von der Seite unter die Latte. Sevilla hätte noch einmal ins Spiel finden können. Aber Wissam Ben Yedder scheiterte in der 91. Minute mit einem Foulpenalty an Goalie Marc-André ter Stegen. Ter Stegen selbst hatte den Penalty verschuldet. Neymar benötigte nur zehn Minuten, um seinen ersten Saisontreffer zu erzielen. Der Brasilianer eröffnete für Paris Saint-Germain beim 3:0-Heimsieg gegen Caen zum Ligue-1-Saisonauftakt das Skore. Es war im 21. Meisterschaftsspiel für PSG der 20. Treffer von Neymar. Die weiteren Tore für den Titelverteidiger erzielten Adrien Rabiot und Timothy Weah, der 18-jährige Sohn von George Weah, dem Ex-Stürmer und heutigen Präsidenten von Liberia. Das Kuriosum des letzten Abends der EM in Berlin bietet die für Israel startende Kenianerin Lonah Chemtai Salpeter. Im Final über 5000 m setzte sie 500 m vor Schluss zum Endspurt an, schloss zur Führenden Sifan Hassan auf und jubelte über Silber. Sekunden später bemerkte die 10'000-m-Europameisterin den Irrtum und nahm das Rennen wieder auf. Allerdings kostete sie das Malheur die Medaille. Auf der eigentlichen Schlussrunde fehlte die Kraft, es wurde nur der 4. Rang. Fünf Tage nach ihrer Goldfahrt an der EM in Glasgow feierte Jolanda Neff auch im 4500 Kilometer entfernten Monte-Sainte-Anne einen überlegenen Start-Ziel-Sieg. Bei ihrem elften Weltcupsieg, dem dritten in Mont-Saint-Anne nach 2014 und 2015, distanzierte die amtierende Welt- und Europameisterin die Dänin Annika Langvad um fast zwei Minuten. Im Rennen der Männer überschlugen sich die Ereignisse. Nino Schurter verzeichnete nach Rennhälfte in Führung liegend einen Kettenriss, büsste dadurch rund zwei Minuten ein und rettete den zurückeroberten 7. Platz schliesslich mit einem platten Reifen ins Ziel. Der sechste Triumph im Gesamtweltcup nach 2010, 2012, 2013, 2015 und 2017 ist dem Churer damit nicht mehr zu nehmen. Am Ende des turbulenten Rennens feierte Mathias Flückiger seinen ersten Weltcupsieg im Cross-Country.

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