Tests in Valencia

08. November 2010 21:01; Akt: 08.11.2010 21:12 Print

Moto2-Abenteuer beginnt mit Sturz

von Klaus Zaugg - Randy Krummenacher (20) hat erstmals seinen neuen Moto2-Boliden getestet - und gleich verschrottet. Dafür rühmt Tom Lüthi sein neues Suter-Bike.

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Randy Krummenacher: «Es war grossartig, wirklich unglaublich, wie viel Power kommt, wenn man am Gasgriff dreht.» (Bild: Keystone/AP)

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Es ist bereits ein schöner Brauch geworden: Nach dem letzten GP der Saison in Valencia darf noch ein wenig getestet werden. Am Montag die Moto2-Piloten, am Dienstag und am Mittwoch die MotoGP-Stars.

Randy Krummenacher (20) fuhr am Sonntag noch das letzte 125er-Rennen seiner Karriere (9.). Am Montag durfte er zum ersten Mal einen Moto2-Boliden testen. Und zwar die Kalex, die er nächste Saison im deutschen Kiefer-Team einsetzen wird.

Es hat gleich ordentlich gerumpelt. Wegen Ölverlust stürzte Krummenacher. Er kam heil davon, aber es gelang ihm nicht mehr, das Bike richtig zu reparieren.

Gegenüber 20 Minuten Online sagte er, es habe trotzdem Spass gemacht. «Es war grossartig, wirklich unglaublich, wie viel Power kommt, wenn man am Gasgriff dreht. Obwohl ich auf der Gerade 40 km/h schneller war als mit der 125er, war das Tempo für mich überhaupt kein Problem.» Mit der 125er hatte er am Sonntag 242 km/h erreicht.

Gestürzt wegen Ölverlust

Aber eben: Es konnte nur fünf ganze Runden absolvieren. «Der Motor verlor Öl und ich merkte es nicht. An der Box wollte man mir das Problem anzeigen, aber ich meinte, man signalisiere mir, ich solle es lockerer angehen. Dann bin ich gestürzt und es dauerte einige Zeit bis das Bike repariert war und der Motor drehte nicht mehr richtig hoch.»

Er habe aber bereits bei diesen fünf Runden ein gutes Gefühl für die Maschine bekommen. «Ich konnte auf der Gerade schon mal überholen, es ist ein gutes Gefühl. Ich muss mich einfach noch an die höhere Sitzposition und das grössere Gewicht gewohnen.»

Das Rennen um die spanische Moto2-Meisterschaft in Valencia darf Krummenacher nicht wie geplant bestreiten, weil er auf dieser Strecke getestet hat. Als Ersatz darf er noch vor der Testpause (Dezember und Januar ist absolutes Testverbot) mit dem KTM-Superbiketeam auf die Rennstrecke.

Sehr zufrieden mit den ersten Tests mit seiner neuen Maschine ist Tom Lüthi (24). Er hatte am Sonntag das letzte Moto2-Saisonrennen mit der japanischen Moriwaki auf Platz 4 beendet. Am Montag durfte er erstmals das Schweizer Fabrikat Suter testen. Der erste Eindruck sei sehr gut: «Die Suter ist die kompromisslosere Rennmaschine als die Moriwaki.» Obwohl es nur lockere Tests waren, kam Lüthi bereits bis auf 0,4 Sekunden an seine Bestzeit aus dem Abschlusstraining zum GP von Valencia heran.


Testzeiten
Moto2 Valencia

1. Julian Simon (Sp), Suter und Stefan Bradl (De), Kalex, je 1:36,700. 3. Scott Redding (Gb), Suter, 1:36,900. 4. Yuki Takahashi (Jap), Tech 3, 1:37,020. 5. Alex De Angelis (It), MotoBi, 1:37,100. 6. Tom Lüthi (Sz), Suter, 1:37,200. 7. Kenan Sofuoglu (Ur), Suter, 1:37,280. 8. Aleix Espargaro (Sp), Kalex, 1:37,400. 9. Michelle Pirro (It), Moriwaki, 1:37,680. 10. Dominique Aegerter (Sz), Suter, 1:37,800. - ferner: 36. Randy Krummenacher (Sz), Kalex, 1:42,070.