21. Februar 2007 13:46; Akt: 21.02.2007 13:47 Print

Mullahs können Rennfahrerin nicht stoppen

Laleh Sadigh ist begeisterte Rennfahrerin. Die Iranerin hängte sämtliche Männer des Landes ab - bis der Verband einschritt und Sadigh sperrte.

Fehler gesehen?

Laleh Sadigh gewann 2004 die Rallye-Landesmeisterschaften des Irans und wiederholte diesen Triumph ein Jahr später eindrücklich: Auf ihrem Ford Focus WRC siegte sie in allen Rennen und liess den sonst dominierenden Männern keine Chance.

Dies war für einige muslimische Geistliche zuviel. Dass eine Frau in der Männerdomäne nicht nur mitfährt, sondern reihenweise gewinnt konnte nicht akzeptiert werden. Der iranische Rennsport-Verband sperrte Sadigh.

Doch die 29-Jährige liess sich nicht klein kriegen. Sie fand andere Geistliche, welche sie zurück ans Steuer brachten. Unter einer Bedingung: Die islamischen Bekleidungsvorschriften müssen jederzeit gewahrt werden. «Man muss ein wenig Geduld haben mit unseren Sitten und Traditionen - und vor allem mit unseren Männern. Wenn wir ihnen immer wieder sagen, was Frauen für richtig halten, dann bleibt ihnen letztlich gar nichts anderes übrig als langsam nachzugeben», so die 29-Jährige selbstbewusst.

Sadigh schmiedet weiter Pläne im Motorsport. «Die kleine Schumacher», wie sie genannt wird, entschloss sich Ende 2005 zur Teilnahme an Formel-3-Rennen und der entsprechenden Landesmeisterschaft in Bahrain. Sie versuchte sich auch schon im Cockpit eines Formel BMW-Boliden. In dieser Serie gibt es gar eine gesamtasiatische Meisterschaft.