New York

24. Januar 2011 23:02; Akt: 24.01.2011 23:55 Print

Obama drückt Roethlisberger die Daumen

Pittsburgh mit Quarterback Ben Roethlisberger hat sich erneut für den Super Bowl qualifiziert. Die Steelers treffen am 6. Februar auf die Green Bay Packers und dürfen dabei auf den Support eines prominenten Fans zählen.

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Erst war US-Präsident Obama am Boden zerstört, wenige Stunden später konnte er doch noch jubeln: Durch den 24:19-Sieg der Steelers gegen die New York Jets schaffte es wenigstens eines der beiden Lieblingsteams des US-Präsidenten in den 45. Super Bowl. Denn zuvor hatten die Chicago Bears ein bitteres 14:21 gegen die Packers kassiert.

«Ich werde dieses Spiel ganz besonders geniessen», sagt der emotional aufgewühlte Roethlisberger nach dem Triumph. Noch auf dem Feld war der Hüne (1,96 m, 110 kg) mit Emmentaler Wurzeln in die Knie gegangen und hatte vor Rührung seinen Kopf in den Händen vergraben. «Big Ben» hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Auch deshalb, weil er wegen angeblicher sexueller Belästigung einer College-Studentin von der NFL für die ersten vier Saisonspiele aus dem Verkehr ­gezogen worden war. Zweifel an der Professionalität des Lebemannes machten die Runde.

Doch Roethlisberger kam zurück. «Er ist der geborene Siegertyp. Wenn Ben uns aufs Feld führt, wissen
wir, dass wir gewinnen können», adelt Wide Receiver Hines Ward seinen Spielmacher. Tatsächlich weiss Roeth­lisberger, wie man Titel einfährt. 2006 und 2009 führte er die Steelers jeweils zum Super-Bowl-Triumph. Nun will er den Hattrick perfekt machen. «Wir haben viele Dinge hinter uns gelassen und einen Weg gefunden, in diesen Final einzuziehen», betont der Quarterback. «In dieser Mannschaft ist wirklich jeder für den andern da.»

Und wenn am 6. Februar in Arlington (Texas) sogar das US-Staats­oberhaupt Roethlisberger und Co. die Daumen drückt, werden die Packers wohl wirklich auf Stahl beissen müssen.