London 2012

25. Januar 2012 15:27; Akt: 25.01.2012 16:26 Print

Politiker sind scharf auf Beach-Volleyball

Die britische Regierung hat sich für die Olympiade 2012 fast doppelt so viele Tickets für die optisch reizvolle Sportart reserviert wie für Leichathletik. Ihre Erklärung: Termingründe.

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Lässt die Herzen britischer Politiker höher schlagen: Athletinnen wie die Brasilianerin Maria Clara Salgado am FIVB Beach Volleyball Grand Slam 2011 in Peking. (Bild: Keystone/Diego Azubel)

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Der britische Labour-Abgeordnete und ehemalige Sportminister Gerry Sutcliffe konnte sich die Frage nicht verkneifen: «Können Sie das grosse Interesse für Beach-Volleyball unter Ministern und Staatsbeamten erklären?», fragte er am Mittwoch im Parlament. Hintergrund ist der Umstand, dass die britische Regierung 410 Olympia-Tickets für Beach-Volleyball, aber nur 246 für Leichathletik gekauft hat, wie der «Telegraph» berichtet.

Sportminister Jonathan Stephens hatte in der Tat eine Erklärung parat: «Wir dachten, dass die meisten am Wochenende oder am Freitag Zeit haben würden», sagte er unter dem Schmunzeln zahlreicher Abgeordneter. Ein Blick auf den Wettkampf-Kalender zeigt tatsächlich, dass die meisten Wettbewerbe in Beach-Volleyball am Wochenende stattfinden.

Trotzdem wirken terminliche Gründe wenig glaubhaft, denn an den Wochenenden finden auch viele attraktive Wettbewerbe in der Leichtathletik statt, darunter die 100-Meter-Finals der Männer und Frauen - Highlights jeder Olympiade. Das Standortargument hätte vielleicht besser verfangen: Die Beach-Volleyball-Wettbewerbe finden nämlich inmitten des Regierungsviertels statt. Am plausibelsten scheinen trotzdem Argumente wie im Bild oben.

(kri)