Tour de Suisse

19. Juni 2019 17:05; Akt: 19.06.2019 18:22 Print

Viviani doppelt vor dem Kloster nach

von Herbie Egli, Einsiedeln - Elia Viviani gewinnt die 5. TdS-Etappe von Münchenstein nach Einsiedeln. Die Königsetappe wird geändert.

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Egan Bernal krönt sich zum Sieger der 83. Tour de Suisse. Der Kolumbianer gewinnt die Schweizer Landesrundfahrt vor dem Australier Rohan Dennis und dem Österreicher Patrick Konrad. Dennis, hinter Gesamtleader Bernal, greift kurz vor der Furka-Passhöhe an. Bernal lässt ihn aber nicht davonziehen. Patrick Schelling vom Swiss-Cycling-Team zeigt eine starke Tour de Suisse. Der Ostschweizer wird mit 5:38 Minuten Rückstand auf Bernal Elfter im Gesamtklassement. Stefan Küng kann auch das zweite Zeitfahren an der Tour de Suisse nicht gewinnen. Der Ostschweizer wird bei der 8. Etappe in Ulrichen Sechster. Der Sieg geht an den Belgier Yves Lampaert. Egan Bernal wurde Elfter und verlor auf den Viertplatzierten Rohan Dennis nur 19 Sekunden. Damit verteidigte der Kolumbianer das Trikot des Gesamtleaders und hat vor der Schlusseteappe 22 Sekunden Vorsprung auf den Australier. Egan Bernal greift auf der Tremola an. Der Kolumbianer gewinnt die 7. Etappe von Unterterzen auf den Gotthardpass. Zeitfahrspezialist Rohan Dennis (2.v.l.) kann gut mithalten. Er wird Tagesdritter und hat vor dem Zeitfahren am Samstag in Ulrichen 41 Sekunden Rückstand auf Gesamtleader Bernal. Überraschungssieg in Flumserberg. Der 25-jährige Holländer Antwan Tolhoek gewinnt die erste Bergankunft. Patrick Schelling (l.) fährt im Anstieg aus dem Feld heraus und wird Neunter. Elia Viviani gewinnt die 5. Etappe mit Ziel in Einsiedeln. Es ist sein zweiter Sieg in Folge. Der Schweizer Stefan Küng (r.) schaffte mit einer Dreiergruppe die Flucht. Sie wurden vom Feld im Aufstieg zum Sattel wieder geschnappt. Der Italiener Elia Viviani jubelt in Arlesheim über den Etappensieg im Spurt. Peter Sagan verteidigt sein Leadertrikot in der Gesamtwertung. Peter Sagan zeigt seine Klasse. Der Slowake setzt sich bei der spektakulären Zielankunft in Murten durch und feiert seinen insgesamt 17. Etappensieg an der Schweizer Landesrundfahrt. Simon Pellaud (r.) gehört lange zur vierköpfigen Fluchtgruppe und wird erst auf der Zusatzschlaufe rund 6 Kilometer vor dem Ziel vom Feld eingeholt. Luis Leon Sanchez gewinnt die zweite Etappe der Tour de Suisse solo. Claudio Imhof setzt sich in der zweiten Etappe früh ab, kann den Vorsprung aber nicht halten. Immerhin belohnt er sich mit dem Disziplinentrikot des Bergpreisleaders. Stefan Küng verpasst den Auftaktsieg im Zeitfahren als Neunter klar. Der Australier Rohan Dennis ist in Langnau im Emmental am Schnellsten. Greg van Avermaet startet vor schöner Kulisse zum Zeitfahren. Der Belgier beendet es mit 37 Sekunden Rückstand auf Rang 53. Küng wird bei der Zieleinfahrt von den Schweizer Fans zugejubelt.

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Elia Viviani feiert seinen zweiten Etappensieg an der Tour de Suisse in Folge. Der Italiener gewinnt auf dem Klosterplatz in Einsiedeln den Spurt vor dem Slowaken Peter Sagan und dem Belgier Jasper Stuyven. Fabian Lienhard wird als bester Schweizer Siebter. Viviani gewann am Vortag in Arlesheim bereits den Spurt gegen Sagan.

Im Gesamtklassement hat Sagan sein Leadertrikot verteidigt. Der Schweizer Claudio Imhof fährt weiter im Trikot des Bergpreisleaders.

Küng kann Flucht nicht nutzen

Zu Beginn der Etappe, die von Münchenstein über 177 Kilometer nach Einsiedeln führte, kam es zu mehreren Ausreissversuchen. Erst eine dreiköpfige Gruppe um den Schweizer Stefan Küng konnte sich jedoch absetzen. Ihr Vorsprung betrug maximal rund zweieinhalb Minuten. Im Feld kontrollierte das Team von Gesamtleader Sagan das Tempo, da Küng als Gesamtsechster gefährlich hätte werden können. Im Aufstieg zum Sattel war es um die dreiköpfige Spitzengruppe dann geschehen.

Kurz vor der dem Erreichen der 20 Kilometer langen Zusatzschlaufe kam Michael Schär zu Fall. Der Schweizer musste reagieren, weil Sagan einen kurzen Schwenker machte. Schär trug kleinere Schürfungen am rechten Ellenbogen und Knie davon.

Am Donnerstag steht die 6. Etappe von Einsiedeln nach Flumserberg an. Die Strecke führt durchs das Toggenburg, wo die Steigung nach Wildhaus wartet. Im Anstieg zum Zielort dürften sich dann die Bergfahrer und Gesamtklassementsfavoriten zeigen.

Königsetappe mit Änderung

Die Königsetappe der Tour de Suisse am Sonntag geht nicht über den Sustenpass. Die Lawinengefahr ist zu gross, teilte David Loosli, der sportliche Leiter der Tour de Suisse, mit. Ursprünglich hätte der Kurs über die Pässe Furka, Susten und Grimsel führen sollen.

Der neue Kurs führt nun von Ulrichen über den Nufenenpass, die Tremola hoch auf den Gotthardpass und über den Furkapass zurück nach Ulrichen. Das Teilstück ist 101,5 Kilometer lang und beinhaltet 3036 Höhenmeter. Gemäss Loosli zeigt der Kurs einen ähnlichen Charakter wie die ursprüngliche Streckenführung. Somit bleibt das letzte Teilstück die Königsetappe.

Radsport

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzli am 19.06.2019 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Herr Viviani könnte gerne im Kloster eine Kerze anzünden.

  • ktanner am 19.06.2019 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Susten geschlossen

    Bla, bla, Herr Loosli! Gemäss offizieller Meldung kann der Sustenpass nicht vor dem 25. Juni geöffnet werden. Tour de Suisse hin oder her, zu hoch liegen die Schneemassen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ktanner am 19.06.2019 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Susten geschlossen

    Bla, bla, Herr Loosli! Gemäss offizieller Meldung kann der Sustenpass nicht vor dem 25. Juni geöffnet werden. Tour de Suisse hin oder her, zu hoch liegen die Schneemassen.

    • pesche am 20.06.2019 00:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ktanner

      geräumt ist er übrigens.....so falsch ist seine aussage nicht. gruess vore schiitour dert ir nächi

    • Bergsteiger am 20.06.2019 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ktanner

      Der Sustenpass ist schon eine Weile geräumt und wird von Radfahrern und Fussgängern auch munter befahren/begangen. Es ist die Lawinengefahr, die für einen Grossanlass sie die TdS (wie aber auch für den privaten Verkehr) derzeit noch zu gross ist, weshalb der Pass im Moment noch geschlossen bleibt.

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  • Herr Max Bünzli am 19.06.2019 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    Herr Viviani könnte gerne im Kloster eine Kerze anzünden.