Handball-EM

10. Januar 2020 20:15; Akt: 10.01.2020 23:15 Print

Schweiz geht gegen Schweden unter

von Adrian Hunziker - Die Schweiz startet in die Handball-EM mit einer klaren 21:34-Niederlage gegen Gastgeber Schweden. Zum Schluss wurden die Schweizer vorgeführt.

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Nein, es war kein Debakel für das Schweizer Nationalteam. Auch wenn die Schweden in den letzten Minuten die Schweiz klar distanzierten und ein 21:34 resultierte. Das Resultat täuscht darüber hinweg, dass die Mannschaft von Trainer Michael Suter gute Ansätze zeigte und teilweise mit dem Favoriten mithalten konnte.

Es war das erste EM-Spiel seit 14 Jahren für die Schweiz. Von Nervosität war zu Beginn nicht viel zu spüren, die Schweiz startete gut, lag bis zum 3:2 vorne. Doch dann war plötzlich Schluss, ein Bruch. War es doch Nervosität oder zu viel Respekt vor dem Gegner? Denn in der Folge machte die Nationalmannschaft zu viele Fehler, war zu ungeduldig, nutze ihre Chancen nicht.

Viel riskiert und dafür bestraft

Suter stellte um, ja, musste etwas ändern. Die Schweizer spielten fortan mit 7 gegen 6 Feldspieler, ohne Goalie, eine Spezialität der Schweiz. Doch die Schweden standen hinten kompakt und konnten schnell umschalten, zig Male warfen sie aufs leere Tor –und trafen dieses zumeist auch.

Ein klares Zeichen, dass die Schweden in der ersten Halbzeit weit überlegen waren, war, dass ihr Star Lukas Nilsson erst nach 25 Minuten beim Stand von 16:10 ins Spiel eingriff. Und so musste die Schweiz mit dem 13:20 zur Pause noch zufrieden sein. Ein Grund, warum es für die Schweiz nicht lief, war, dass Andy Schmid, der wichtigste Spieler im Schweizer Team, sich nicht so entfalten konnte, wie gewünscht. Der 36-Jährige machte nur zwei Tore in der ersten Halbzeit.

In der zweiten Hälfte kam etwas Hoffnung auf, denn die Schweizer agierten wieder mutiger, pushten sich, kamen bis auf fünf Treffer heran. Doch das reichte nicht, die Schweden liefen nie Gefahr, das Spiel zu verlieren. Sie standen hinten zu gut und nutzen ihre Chancen konsequent. Gegen Ende setzten die Skandinavier ihre Ersatzspieler ein – und zauberten. Bei den Schweizern war die Luft raus, sie konnten nicht mehr mithalten, vergaben Chance um Chance und wurden vorgeführt.

Nun müssen sich die Schweizer sammeln, denn am Sonntag geht es mit der Partie gegen Polen bereits weiter. Am Dienstag folgt das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien. Die Slowenen bezwangen ebenfalls am Freitag die Polen 26:23.

Schweden - Schweiz 34:21 (20:13) Göteborg. – 11'000 Zuschauer (ausverkauft). – SR Marin/Garcia Serradilla (ESP). Torfolge: 0:1, 2:3, 6:3, 7:5, 11:5 (15.), 12:7, 14:7, 14:8, 16:8 (21.), 16:10, 18:10, 19:11, 19:13, 20:13; 20:14, 23:16, 23:18, 24:19, 26:19, 26:20, 28:20, 28:21, 34:21. Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Schweden, 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Schweden: Palicka (18 Paraden/2 Tore)/Appelgren; Darj, Henningsson (1), Tollbring (6/1), Pettersson (3), Jeppsson, Pellas, Lagergren (3), Gottfridsson (2), Arnesson (2), Andreas Nilsson (6), Nielsen (1), Ekdahl Du Rietz (6), Chrintz (2), Lukas Nilsson. Schweiz: Portner (5 Paraden)/Bringolf (2); Schmid (4), Meister (3), Rubin (3), Svajlen, Lier (2/1), Sidorowicz (1), Raemy (2), Röthlisberger, Küttel (1), Maros (1), Tominec (1), Gerbl (1), Milosevic (2). Bemerkungen: Schweiz ohne Novak (überzählig). Verschossene Penaltys: 1:3.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eidgenosse am 10.01.2020 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn

    Die Schweizer sollen aufhören immer wieder den Torwart rauszunehmen . Gegen einen solchen Gegner geht dass in die Hosen

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  • Felice1 am 10.01.2020 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf in den Sand????

    Jetzt hat sich die Schweiz endlich mal wieder für eine Endrunde auf diesem Niveau qualifiziert. Ist doch genial, oder? Gegen den Vice-Europameister hat das Team brutal Lehrgeld bezahlt. Auch das ist ok! Man muss aus diesem Debakel die richtigen Schlüsse ziehen und gegen Polen sowie Slowenien diese Erkenntnisse umsetzen. Bitte nicht schon jetzt den Stab über der Mannschaft brechen!

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  • Wadebeisser am 10.01.2020 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Klassenunterschied

    Die Schweden sind auf allen Positionen besser besetzt. Das Zusammenspiel ist um einiges besser, die Angriffsauslösung wesentlich zakiger und die Chancenauswertung um ein Vielfaches besser. Das 7:6 funktioniert bei solchen Klassenunterschieden nie. Da stehen keine Holländer, Ukrainer oder Tunesier gegenüber. Schweden ist eine Topmannschaft mit eine super Goalie.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Moppelinho am 11.01.2020 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ranking

    Patz 4 in der Tabelle. Daran wird sich nichts mehr ändern. Ob vor dem Match gesungen wird oder nicht. Die Wahrheit liegt auf dem Spielfeld.

  • Per Holund am 11.01.2020 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    7:6 unsinn

    Suter muss mit diesem unnötigen 7:6 endlich mal aufhören. Sonst wird nie was!.

  • Km am 11.01.2020 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ball im Angriff mit 7 Mann verloren, Tor!

    Mit 7 Mann im Angriff gegen diese Schwrdenverteidigung war etwas kopflos. Wie oft konnten die Schweden ins leere Tor schiessen? Zu oft!

  • Erno Aret am 11.01.2020 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War zu erwarten

    Mit 5 Goalie Paraden kann man keinen Blumentopf gewinnen. Sind wir realistisch die Schweiz ist dabei, weil halb Europa an der EM mitmachen darf. Viel Schlimmer aber sind die vielen kindischen GIFs hier. Ist das jetzt das Schweizer Beitrags Niveau 2020?

  • Blasius am 11.01.2020 02:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer

    Schweden Handball, Eishockey oder Fussball - die Schweiz verliert immer?!