EM in Moskau

04. Dezember 2011 19:59; Akt: 04.12.2011 20:07 Print

Schweizer Curler verlieren trotz solider Leistung

Zum Auftakt der Curling-Europameisterschaften in Moskau musste sich das junge Schweizer Männerteam des CC Adelboden mit Skip Sven Michel trotz solidem Spiel in zwei von drei Partien geschlagen geben.

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Skip Sven Michel konnte sein Team nur in einem von drei Spielen zum Sieg anpeitschen. (Bild: Archivbild Keystone)

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Das Startspiel gegen Tschechien (Skip Jiri Snitil) dominierten die Schweizer Männer von Anfang an und siegten 7:3. In der zweiten Partie gegen Schottland konnten sie nicht mehr ganz an diese starke Leistung anknüpfen. Gleich im ersten End mussten sie den vom dreifachen Europameister und zweimaligen Weltmeister David Murdoch angeführten Schotten drei Steine zugestehen. Danach kämpften sie sich wieder ins Spiel zurück und gingen bei ausgeglichenem Spielstand ohne Vorteil des letzten Steins ins 10. End. Dort räumten die Schotten sämtliche Guard-Steine der Schweizer weg und hatten keine Mühe, den 6:5-Sieg sicherzustellen.

Als erwartet zäher Gegner entpuppten sich die Titelverteidiger aus Norwegen (Thomas Ulsrud) - mit zehn EM-Teilnahmen (fünf Medaillen) das routinierteste Quartett 'im Feld. Die Schweizer spielten aggressiv und hatten ihre Chancen. Sie vergaben jedoch im neunten End mit drei unnötigen Fehlsteinen eine gute Ausgangslage. Zudem gerieten sie in Zeitnot, was die Nordländer kaltblütig zum 9:5-Endresultat ausnutzten.

Das Schweizer Frauenteam mit Skip Binia Feltscher steht nach vier Runden mit der Bilanz von 1:3 Siegen mit dem Rücken zur Wand. Die Flimserinnen startete mit zwei keineswegs zwingenden Niederlagen gegen Italien und Deutschland sehr verhalten. Hierauf konnten sie mit ihrer bisher besten Leistung die phasenweise stark spielenden Tschechinnen in Schach halten. Im Zusatz-End sicherte Skip Feltscher ihrem Team mit einem präzisen Takeout zum 9:7-Sieg die ersten Punkte.

Das vierte Spiel gegen die kämpferischen Russinnen (Skip Anna Sidorowa) gestalteten die Schweizerinnen bis ins 8. End relativ ausgeglichen. Dann gingen die vom Publikum frenetisch unterstützten Russinnen mit einem Dreierhaus vorentscheidend in Führung. Die Schweizer Frauen konnten nicht mehr kontern und gaben beim Stand von 5:11 nach neun Ends auf.

(sda)