Curling

05. Dezember 2011 21:34; Akt: 05.12.2011 21:44 Print

Schweizer Männer auf Halbfinal-Kurs

Die Schweizer Curler mit Skip Sven Michel erzielten am dritten Tag der Europameisterschaften in Moskau zwei Pflichtsiege gegen Lettland (7:6) und Frankreich (8:3) und hielten damit Kurs auf den Halbfinal.

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Skip Sven Michel führte sein Team zu Siegen gegen Lettland und Frankreich. (Bild: Keystone)

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Gegen Aufsteiger Lettland (Skip Ritvars Gulbis) mussten die Schweizer kämpfen, bevor der etwas glückhafte Sieg feststand. Die Letten griffen beherzt an und konnten im 7. und 9. End jeweils zwei Steine zur 6:4-Führung schreiben. In einer turbulenten Schlussphase misslang dem bis dahin fehlerlosen lettischen Skip der letzte Takeout. Der Schweizer Skip Sven Michel nahm dieses Geschenk dankend an und stellte mit drei Steinen den wichtigen 7:6-Sieg sicher.

Souverän präsentierten sich Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel gegen Frankreich. Die Franzosen um den routinierten Skip Thomas Dufour waren an internationalen Wettkämpfen schon öfters ein Stolperstein für Schweizer Teams. Nicht so in Moskau. Die Adelbodner kontrollierten das Geschehen vom ersten End an und lagen stets mit mindestens zwei Steinen im Vorsprung. Nach einem Dreierhaus im 9. End gingen die Teams mit dem Schlussergebnis von 8:3 vorzeitig vom Eis.

Das Schweizer Frauenteam stand nach drei Niederlagen in seinem fünften Spiel gegen die ungeschlagenen Schwedinnen (Skip Margaretha Sigfridsson) bereits unter Siegzwang. Im Lager der Schweizerinnen hatte man reagiert und Ersatzspielerin Manuela Siegrist als Nummer 4 ins Spiel genommen. Skip Binia Feltscher spielte auf der Lead-Position und Christine Urech pausierte. Dies wirkte sich positiv aus, konnten sie doch den Angriffen der Schwedinnen bis ins 7. End standhalten. Dann erzielten die Nordländerinnen mit einem gestohlenen Stein jenen minimalen Vorsprung, den sie bis zum Schlussresultat von 5:4 nicht mehr abgaben.

Im Spiel gegen Norwegen (Skip Linn Githmark), das sie mit 8:3 nach acht Ends deutlich besiegten, zeigten die Schweizerinnen erstmals ihr Potenzial. Die Halbfinalqualifikation ist dennoch in weite Ferne gerückt.

(sda)