Frauen-Unihockey-WM

07. Dezember 2011 21:53; Akt: 07.12.2011 22:07 Print

Schweizer Siegeszug geht weiter

Die Schweizer Frauen-Unihockey-Nati überzeugt an der Weltmeisterschaft weiterhin. Mit einem Kantersieg gegen Polen sichern sie sich den Gruppensieg.

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Schweden jubelt über den WM-Titel. Im Spiel um die Goldmedaille bezwangen die Schwedinnen ihre finnischen Kolleginnen 4:2. Grenzenlose Enttäuschung bei den Schweizerinnen: Auch die Bronzemedaille ist weg. Dabei fing alles so gut an: Corinne Rüttimann erzielt das 2:0 für ihr Team. Rang drei ist zum Greifen nahe. Bis zum Schlussdrittel. Dann drehen die Tschechinnen auf und gleichen zum 2:2 aus. Die Schweiz vergibt eine Unmenge an Hundertprozentigen und muss zuschauen ... ... wie Tschechien in Führung geht und diese bis zum Schluss nicht mehr abgibt. Die Überraschung ist perfekt: Tschechien gewinnt die Bronzemedaille an der Unihockey-WM 2011. Grosse Enttäuschung für die Schweizerinnen: Nach dem 2:11 gegen Schweden im Halbfinal müssen sie im kleinen Final um Bronze kämpfen. Das Heimteam erwischt einen schlechten Start: Bereits nach 20 Minuten führt Schweden mit 6:1. Die Schwedinnen können am Sonntag ihren WM-Titel verteidigen. Lange Gesichter bei der Schweizer Nationalmannschaft. Nach dem deutlichen Sieg über Tschechien trifft Finnland im WM-Final auf Schweden. Finnland ist das einzige Team, welches Schweden die vergangenen sechs Jahre bezwingen konnte. Diese Affiche verspricht Spannung pur! Die Fans freuen sich auf das skandinavische Endspiel an der Unihockey-WM 2011. Nach der Schweiz und Schweden zieht mit Finnland auch der dritte Titelfavorit souverän in den Halbfinal ein. Verteidigerin Laura Kokko und Keeperin Joanna Mäkelä strahlen nach dem Sieg gegen Polen um die Wette. In einem WM-Viertelfinal reicht es halt nicht, wenn man sich nur hinten reinstellt. Auch Tschechien schafft es in den Halbfinal. Dort geht es am Samstag gegen Finnland. Corin Rüttimann (l.) und Julia Suter freuen sich: Die Schweiz steht im WM-Halbfinal. Priska von Rickenbach teilt ihre Freude darüber mit Mimo. Captain Simone Berner verschiesst zwar in der 6. Spielminute einen Penalty... ...Stürmerin Mirca Anderegg bringt die Schweiz aber danach mit ihren beiden Treffern (2:1 und 4:1) auf Halbfinalkurs. Nun wartet der amtierende Weltmeister aus Schweden. Der skandinavische Viertelfinal geht klar an Schweden. Wenns passt, dann passts! Im Team von Schweden stimmt derzeit alles, auch das Schuhwerk von Karolina Widar. Manchmal muss der Frust einfach raus! Dieser Fan aus Norwegen wird von Mimo getröstet. Die Schweiz gewinnt auch das dritte Gruppenspiel überlegen. Obwohl der Sieg nicht so hoch ausfällt wie erhofft, sind die Fans zufrieden. Nicht zufrieden ist in diesr Situation Natalie Stadelmann. Die Stürmerin ärgert sich über ein aberkanntes Tor. Nun spielt die Nationalmannschaft am Donnerstag gegen Lettland um den Einzug in den Halbfinal. Nach zwei deutlichen Niederlagen gegen die Schweiz und Polen kommt Russland doch noch zu einem Sieg. Die Bilanz von Holland ist dagegen vernichtend: Drei Spiele, drei Niederlagen. Dennoch vergeht den Oranjes die Lust am Singen nicht. Schweden siegt weiterhin und macht seine mitgereisten Fans glücklich. Eines ist sicher: Der Schiedsrichter muss sich entscheiden, welches Team Recht beh. Im Viertelfinal kommts nun zum skandinavischen Duell zwischen Schweden und Norwegen. Wenn man vom Nachbarland derart deutlich abgefertigt wird, kann man sich ruhig in die Ecke verkriechen und ein wenig heulen. Tschechien qualifiziert sich souverän für den Viertelfinal. Japan scheidet nach der dritten Niederlage vorzeitig aus. Die Freude über diesen Treffer lassen sich die Spielerinnen aber nicht nehmen. Endlich erfolgreich! Die USA kommt im letzten Gruppenspiel zum ersten Sieg. Diese Fans haben was zu feiern. Norwegen sichert sich das Viertelfinal-Ticket. Lässt sich die ungarische Torhüterin diesen Ball noch klauen? Mit 0:30 verlieren die US-Girls gegen Schweden. Diese Fans lassen sich dadurch aber nicht die Stimmung verderben. Der Titelfavorit aus dem Norden gewinnt auch sein zweites Spiel überlegen. Seltenes Bild: Für einmal kann die amerikanische Keeperin einen Schuss abfangen. Erste-Hilfe-Koffer oder Getränkebox? Der finnische Coach erklärt den nächsten Spielzug. Sind das Kän­gu­rus? Bald dürfen sie wieder in Down Under hüpfen. Die Australierinnen scheiden nämlich nach der Vorrunde aus. Diese Tschechin hat sich fürs Einwärmen ein besonderes Tenü ausgesucht. Kurz vor dem Anpfiff streifen sich dann aber alle das richtige Trikot über den Kopf. Für die slowakische Keeperin wird es eng. Ob sie diesen Ball noch erwischt? In dieser Szene hat sie dagegen alles im Griff - allen voran das Gehäuse. Im zweiten Gruppenspiel glänzen die Schweizerinnen erneut mit Offensivpower. Julia Suter (r.) jubelt mit ihren Teamkolleginnen über einen Treffer. Weg da! Stürmerin Tanja Stella scheint der holländischen Torfrau die Sicht zu nehmen. Immerhin: Die tapfer kämpfenden Holländerinnen kommen zum Ehrentreffer. Die zahlreichen Fans freuen sich über das Tor. Nina Bärtschi wird nach der Partie zur besten Schweizerin gekürt. Die Titelverteidigerinnen aus Schweden starten ebenfalls gut ins Turnier. Sie kommen zu einem überlegenen 23:0-Sieg gegen Japan. Wenigstens eine Japanerin kann nach der Klatsche gegen Schweden noch lachen. Die Autogramme der Schwedinnen sind in St. Gallen heiss begehrt. Am zweiten Tag der WM überraschen die Deutschen mit einem neuen Haarband. Der Wechsel zahlt sich aus: Mit den neuen Farben gewinnen sie gegen Australien mit 8:0. Australien muss bisher unten durch (1:13 gegen Finnland und 0:8 gegen Deutschland). Es bleibt den Spielerinnen nichts anderes übrig, als die beiden Niederlagen mit einem kräftigen Schluck runterzuspülen. Der Schiedsrichter sieht sich gezwungen, die Partie USA - Dänemark für einen kurzen Moment zu unterbrechen. Lettland sucht sich vor dem Spiel gegen Finnland ein ruhiges Plätzchen. Bundesrat Ueli Maurer eröffnet die Unihockey-WM der Frauen in St. Gallen. Die Schweiz spielt in der Gruppe A gegen Holland, Russland und Polen. Captain Simone Berner führt ihr Team für das erste Spiel an der Heim-WM aufs Feld. Dies vor einer atemberaubenden Kulisse. 1900 Zuschauer fanden den Weg ins St. Galler Athletik Zentrum. Ein Start nach Mass: Die Schweiz feiert einen 21:1-Kantersieg gegen Russland. Stürmerin Mirca Anderegg (r.) ist mit vier Vorlagen und einem Treffer massgeblich am Erfolg beteiligt. Erfolgreichste Skorerin für die Schweiz ist aber Julia Suter. Sie trifft fünfmal ins Schwarze und gibt drei Vorlagen. Auch wenn die Russinnen nichts vom Spiel haben, kommen sie zum Ehrentreffer. Die erst Sechzehnjährige Svetlana Wiktorowa freut sich über ihr Tor zum zwischenzeitlichen 1:13. Nach dem Spiel erfüllt Captain Simone Berner zahlreiche Autogrammwünsche. Auch unsere nördlichen Nachbarinnen sind bei der WM mit dabei. Die Deutschen tragen an der WM ein spezielles Haarband. Diese Fans aus Lettland mögens ebenfalls haarig. Ob nun mit oder ohne Haarband: Die beliebteste Frisur bei den Spielerinnen sieht so aus (hier die Ungarin Vivien Jetzin). Unihockey ist ein Sport mit reichlich Körperkontakt. Die ungarische Keeperin braucht eine kurze Auszeit. Auch Ungarns Torfrau erwischts im Gesicht. Die Keeperinnen müssen stets wachsam sein (hier die holländische Schlussfrau). Auch diese Unparteiische hat sich eine spezielle Haarpracht ausgedacht. Australien wird in der St. Galler Kreuzbleiche kräftig unterstützt. Das Team aus Down Under ist gegen Finnland aber chancenlos und verliert mit 1:13.

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Die Schweizer Unihockey-Frauen beendeten die Vorrunde an der Heim-WM in St. Gallen mit einem weiteren Kantersieg. Nach dem 9:0-Erfolg gegen Polen treffen sie als Gruppensieger im Viertelfinal auf Lettland.

Polen leistete zwar wesentlich mehr Widerstand als Russland und zuletzt Holland, eine einseitige Angelegenheit wurde es vor 1242 Zuschauern im Athletik Zentrum jedoch abermals. Selbst als die Schweizerinnen Mitte des Startdrittels während zwei Minuten in Unterzahl agieren mussten, hatten sie deutlich mehr Ballbesitz.

Überhaupt überzeugte das Heimteam in den ersten 20 Minuten bezüglich Tempo und Passspiel. Nach der ersten Pause blieb der Schwung im Schweizer Spiel jedoch aus. Die Ungenauigkeiten häuften sich. Nach dem sechsten Tor von Sabrina Arpagaus blieben die Schweizerinnen während 15 Minuten ohne Torerfolg. «Wir haben in dieser Phase die falschen Entscheidungen getroffen und waren unkonzentriert. Das können wir uns in Zukunft nicht leisten. Eigentlich wollten wir den Zuschauern mehr bieten», sagte die zweifache Torschützin Silvana Nötzli.

Tolles Torverhältnis in der Gruppenphase

Letztlich beendete die Schweiz die Vorrunde mit einem Torverhältnis von 49:2. Einmal mehr wurde deutlich, dass es im internationalen (Frauen-)Unihockey eine Zweiklassengesellschaft gibt. Die Auftritte gegen Russland, Holland und Polen waren für die Schweiz lediglich Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen.

Bereits heute Abend (19.30 Uhr) steht für die Equipe von Coach Felix Coray die Viertelfinal-Partie gegen Lettland im Programm. Die Schweiz trifft dabei auf ein Team, das wesentlich stärker einzuschätzen ist als die Gegner in der Gruppenphase. Die Lettinnen, vor zwei Jahren an der WM in Västeras (Sd) Sechste, beendeten die Gruppe B hinter Finnland im 2. Rang. «Das wird ein schwieriges Spiel. Aber der Trainer wird uns sicherlich gut einstellen», so Nötzli.

Im ersten Viertelfinal kommt es am Nachmittag zum skandinavischen Duell zwischen Titelverteidiger Schweden und Norwegen. Am Freitag stehen sich in der Runde der letzten acht Finnland und Polen sowie Tschechien und Dänemark gegenüber.

Viertelfinals.
Donnerstag:

Schweden - Norwegen (16.30)
Schweiz - Lettland (19.30)
Freitag:
Finnland - Polen (16.30),
Tschechien - Dänemark (19.30).

(sda)

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