Curling-WM

24. März 2011 21:55; Akt: 24.03.2011 22:05 Print

Schweizerinnen müssen um Medaille zittern

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Mirjam Ott müssen die Playoffs der Frauen-WM auf dem Umweg anpeilen. Sie spielen am Freitag um 14 Uhr ein Tiebreak um den 4. Vorrundenplatz gegen Kanada.

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Mirjam Ott und ihr Team müssen im Tiebreak um den 4. Vorrundenplatz gegen Kanada spielen.

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Gegen das von der 36-jährigen WM-Debütantin Amber Holland angeführte Team aus der Provinz Saskatchewan haben die Schweizerinnen in der Vorrunde in Esbjerg knapp und auf ärgerliche Weise verloren. In der heutigen Revanche ist ein Sieg Pflicht, denn sonst werden Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott als Fünfte des Schlussklassements ohne Medaille heimreisen müssen.

Wenn sie Kanada schlagen, treffen die Schweizer Meisterinnen ebenfalls noch am Freitag um 19 Uhr im Page-System-Playoffspiel auf den Vorrunden-Dritten Dänemark (Lene Nielsen). Mit einem weiteren Sieg erreichen sie den Halbfinal, ansonsten werden sie ins Spiel um Bronze verwiesen.

Kopf aus der Schlinge gezogen

Vor den letzten beiden Spielen der Round Robin gegen Schottland und Norwegen wussten die Davoserinnen, dass sie nur mit zwei Siegen aus eigener Kraft im WM-Rennen bleiben würden. Beide Aufgaben lösten sie mit Bravour.

Beim 9:3-Erfolg gegen die jungen Schottinnen um Skip Anna Sloan verschafften sich die Schweizerinnen mit drei gestohlenen Steinen in den ersten drei Ends früh eine komfortable Führung, die sie nicht mehr preisgaben. In Schottlands Formation stehen nebst Sloan noch zwei weitere Spielerinnen, die vorletzte Woche im schottischen Perth Junioren-Weltmeisterinnen wurden. An der WM der «Grossen» sind die talentierten, aber wenig erfahrenen Schottinnen noch überfordert. Die verantwortlichen Coaches verzichteten jedoch darauf, die starke Ersatzspielerin Eve Muirhead (aktuelle EM-Zweite als Skip) auf die dritte oder die vierte Position einzuwechseln.

Mehr Gegenwehr bekamen die Davoserinnen im Abendspiel von den Norwegerinnen (Linn Githmark) zu spüren, die allerdings im ganzen WM-Turnier vieles schuldig blieben und nur drei von elf Partien gewannen. Die Schweizerinnen dominierten zwar von Beginn weg, konnten sich aber lange Zeit nicht entscheidend absetzen. Die Vorentscheidung fiel erst im 9. End mit einem Zweierhaus zur 7:4-Führung. Dies war auch das Schlussergebnis, denn während des 10. Ends gaben die Norwegerinnen auf.

Frauen-WM in Esbjerg (Dä). Round Robin:
Schweiz (Davos/Skip Mirjam Ott) - Norwegen 7:4.
Bilanz der Schweizerinnen nach der Vorrunde: 7 Siege, 4 Niederlagen.

(sda)