Curling-WM

23. März 2011 12:32; Akt: 23.03.2011 17:15 Print

Schweizerinnen verlieren gegen Mitfavoritinnen

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Mirjam Ott verlieren an der Frauen-WM in Esbjerg zwei wichtige Spiele. Einem 8:9 nach Zusatz-End gegen Schweden folgte ein 4:7 gegen Kanada.

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Mirjam Ott und ihre Teamkolleginnen müssen einen Rückschlag verkraften. (Bild: Reuters)

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Mit der Zwischenbilanz von fünf Siegen und vier Niederlagen haben die Schweizerinnen immer noch Chancen, die Page-System-Playoffs der besten vier Teams zu erreichen. Voraussetzung hierfür sind allerdings zwei Siege in den verbleibenden Vorrundenspielen vom Donnerstag gegen Schottland und Norwegen.

Der Match zwischen den Schweizerinnen und den von der je zweifachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Anette Norberg angeführten Schwedinnen war eine der besten, wenn nicht die beste Partie des gesamten bisherigen WM-Turniers in Dänemark. Janine Greiner, Carmen Küng, Carmen Schäfer und Mirjam Ott zeigten sich nach ihren beiden Siegen vom Dienstag gegen Russland und China in prächtiger Spiellaune und forderten den im Zwischenklassement allein führenden Schwedinnen alles ab.

Die Schweizer Meisterinnen des CC Davos dominierten den Match zu gut drei Vierteln. Mirjam Ott selber spielte auf hohem Niveau. Dennoch hatten zwei ihrer wenigen Fehler verhängnisvolle Auswirkungen. Sie ermöglichten den Schwedinnen ein Dreierhaus im 4. End sowie einen "gestohlenen" Zweier zum 5:7 im 7. End. Wie schon in den Partien gegen Russland und China kämpften die Schweizerinnen trotz des ungünstigen Spielverlaufs unverdrossen weiter. Sie zwangen die je zweifache Weltmeisterin und Olympiasiegerin Norberg in ein Zusatz-End. Dort blieb Norbergs letzter Stein um wenige Zentimeter näher am Zentrum liegen als der gut abgedeckte Schweizer Stein. Es war eine hauchdünne Entscheidung.

Sehr ausgeglichen verlief auch der Match gegen Kanada. Vor dem 9. End stand es 4:4, als Mirjam Otts Stein nach einem Take-out nicht wunschgemäss liegen blieb. Kanadas Skip, die 36-jährige WM-Debütantin Amber Holland, nutzte dies zum entscheidenden Dreierhaus aus.

(sda)