Vor Testosteron-Regel

02. Mai 2019 14:20; Akt: 02.05.2019 17:11 Print

Semenya nutzt in Doha ihre letzte Startchance

Die Regel, die besagt, dass die Sprinterin ihren Testosteronwert senken muss, tritt erst nächste Woche in Kraft. Damit darf die Südafrikanerin in Katar laufen.

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Die südafrikanische Sprinterin Caster Semenya startet in Doha. Das wäre grundsätzlich keine Überraschung, schliesslich wird in Katar die Diamond-League-Saison eröffnet, da kann die beste Läuferin über die Mitteldistanzen der letzten Jahre nicht fehlen. Dass sie aber nun definitiv auf der Startliste steht, überrascht.

Am Mittwoch entschied der Sportgerichtshof CAS gegen die 28-jährige Läuferin. Damit ist klar, dass Semenya ihren Testosteronwert künftig auf 5 Nanomol pro Liter Blut senken muss. Semenya ist intersexuell, ihre Dominanz über die 800 Meter wurde immer wieder auf ihre hohen Werte zurückgeführt. Diesen Diskussionen wollte der Internationale Leichtathletikverband (IAAF) ein Ende setzen, in dem er eben diesen Grenzwert von fünf Nanomol einführte.

Das Rennen in Doha wird für Semenya und andere betroffene Athletinnen die vorerst letzte Möglichkeit sein, mit ihrem normalen Testosteronwert zu starten. Die Regel, das gab die IAAF nach der Urteilsverkündung bekannt, tritt erst am 8. Mai in Kraft. Die 800-Meter-Läuferinnen starten am Freitag kurz nach 19.00 Uhr MEZ.

Verband prüft Einsprache

Inzwischen hat auch der südafrikanische Leichtathletik-Verband (ASA) auf das CAS-Urteil reagiert. Er prüft den Fall ans Bundesgericht weiterzuziehen. Man sei «völlig geschockt darüber, wie eine Institution mit so hohem Ansehen wie der CAS eine Diskriminierung gutheissen kann, ohne mit der Wimper zu zucken», kommentierte der Verband den Entscheid. Eine Einsprache gegen den Entscheid bezüglich der Testosteron-Grenzwerte für Frauen muss innerhalb von 30 Tagen bei der nächsthöheren Instanz, dem Bundesgericht in Lausanne, erfolgen. Semenya selber bleiben ebenfalls 30 Tage Zeit, um den Entscheid des CAS vor dem Bundesgericht anzufechten. Bislang ist allerdings offen, ob sie diesen Schritt in Betracht zieht.

Resultate und Tabellen

(mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WOMEN'S FEET LOVER am 02.05.2019 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    trotzdem viel glück

    Genetisch gesehen ist Semenya ein Mann und keine Frau.Sie-Er soll bei den Männer starten!

  • ENU am 02.05.2019 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ferner liefen

    Der letzte Sieg und dann wird sie unter ferner liefen eingestuft.

  • Thomas A. am 02.05.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Recht so

    Als Frau würde ich in Doha gar nicht mehr an den Start gehen und das Meeting boykottieren. Der Entscheid ist absolut korrekt. Sonst muss Doping in Zukunft legalisiert werden und wir sehen im Sport nur noch hormongesteuerte Damen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • K.N. am 02.05.2019 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mischwesen

    Ausserhalb von Südafrika sind die Erfolge nichts wert und er wird in vielen Stadien der Welt gnadenlos ausgepfiffen. Dem IAAF ist bewusst, dass der heutige Zustand für die Vermarktung des Frauensportes eine einzige Katastrophe ist, denn welcher Fan will schon zuschauen, wenn sich Mischwesen mit Frauen duellieren und der Ausgang der Rennen schon zu Beginn klar ist?

  • François Meunier am 02.05.2019 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Semenya hat ein Y-Chromosom

    wegen dieser Anomalie produziert ihr Körper so massiv mehr Testosteron - keine normale Frau, egal wie lange oder hart sie trainiert, kann mit ihr deshalb mithalten. Das ist eine massive Benachteiligung für Athletinnen.

  • reto am 02.05.2019 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    Es ist schon alleine beschämend, dass dieser Typ stolz ist auf seine "gestohlenen" Siege.

  • roman am 02.05.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeit wird's zeigen

    Er soll nun akzeptieren und rennen. Wenn er trotz Hormonsenkung dann trotzdem ständig gewinnt, was ich bezweifle, weiss man, dass dieses Urteil Quatsch war und nichts nützt. Bytheway, es zwingt ihn niemanden Sport auszuüben auf professionellem Niveau.

  • Leser am 02.05.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr spannend

    Es ist einfach nicht gerecht, wenn sie bei den Frauen mitläuft. Da weis man ja schon wer gewinnt.