Finanzhilfe

22. August 2019 11:09; Akt: 22.08.2019 11:47 Print

Skurrile Spartipps für Football-Spieler

NFL-Stars verdienen Millionen – und haben Geldprobleme. Deshalb rät ihnen die Spielergewerkschaft: «Trennen Sie sich von Ihrem Stylisten.»

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Gratis-Spartipp für alle Leser, die sich angesprochen fühlen: «Verkaufen Sie Autos, die Sie in den letzten sechs Monaten nicht gefahren sind.» Auf allzu viele Leute dürfte dies nicht zutreffen. Doch für die Spieler aus der amerikanischen National Football League sind die Geldtipps, so absurd sie auch tönen mögen, bitter ernst gemeint.

Obwohl sie bereits in jungen Jahren Millionen verdienen, haben sie nach ihrer Karriere oft nicht ausgedient. Ganz im Gegenteil: 78 Prozent der ehemaligen Profis aus der besten Football-Liga sind bereits zwei Jahre nach ihrem Rücktritt komplett Pleite oder haben zumindest finanzielle Nöte, so schrieb es «Sports Illustrated» bereits vor zehn Jahren.

Ein Streik droht

Gebessert hat sich seither scheinbar nicht viel – obwohl die Löhne nochmals gestiegen sind. Geld auf die Seite zu legen scheint nicht die Stärke der Quarterbacks, Wide Receivers und Co. zu sein.

2021 könnte es für die Spieler aber noch schlimmer kommen: Der NFL droht ein Spielerstreik, weil die Liga die Anzahl der Spiele erhöhen will. Die Spielergewerkschaft NFLPA und die Liga verhandeln momentan neue Gesamtarbeitsverträge aus – natürlich geht es darum, noch mehr Geld zu verdienen. Bisher konnten sie sich noch nicht einigen.

Wegen der Lohnzahlungen, die auszufallen drohen, hat die NFL nun in einer Broschüre Geldtipps für die Spieler vorgeschlagen. So sollen sie bis Ende 2020 genug gespart haben, um 2021 auch längere Zeit ohne ihre Millionen-Löhne auszukommen.

Eine Auswahl der Tipps:

• Legen Sie mindestens die Hälfte ihres Lohnes auf die Seite.

• Versuchen Sie, zu Hause zu kochen, anstatt immer im Restaurant zu essen.

• Geben Sie für Schmuck nur das Nötigste aus.

• Trennen Sie sich von Ihrem persönlichen Stylisten.

• Vermieten Sie Ihre unbewohnten Häuser und Wohnungen.

• Mieten Sie keine weiteren Autos und Häuser, die Sie kaum verwenden werden.

• Lernen Sie, «Nein» - oder zumindest «nicht jetzt» - zu Freunden und Familie zu sagen, die Sie um Geld bitten.

• Ernennen Sie einen Tag pro Woche zum «Nichts-Ausgeben-Tag».

• Ziehen Sie in Betracht, Kleider die sich nicht brauchen, auf Secondhand-Online-Marktplätzen zu verkaufen.

Tönt vernünftig. Eigentlich nicht nur für den Fall eines drohenden Streiks und ausfallender Lohnzahlungen. Und was lernen wir sonst noch daraus? Fahren Sie ihr Auto mindestens einmal pro Halbjahr, dann müssen Sie es nicht verkaufen.

Resultate und Tabellen

(te)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SPUTIM69 am 22.08.2019 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider wahr

    Sportler und waren noch nie die Klugsten. Merkt man immer wieder

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  • Thomas am 22.08.2019 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei vielen Stars so!

    Trifft auf viele Stars zu. Ob Film, Musik, Sport. Sie haben das Gefühl ihr Einkommen sei immer so hoch. Dabei ist es für die meisten nur ein paar wenige Jahre, wo sie eigentlich sparen sollten für den Rest des Lebens.

  • Kenner am 22.08.2019 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wolfgang Amadeus Mozart

    Nichts neues..Mozart wurde auch verarmt in einem Massengrab begraben

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Die neusten Leser-Kommentare

  • CrashCrewleader am 29.08.2019 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doku Tip

    Espn hat eine Super Doku über das Thema gemacht aber mit Sportstars generell. 30 for 30 Broke. kann ich nur empfehlen. Wer mehr wissen möchte.

  • CrashCrewleader am 29.08.2019 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doku Tip

    Espn hat eine Super Doku über das Thema gemacht aber mit Sportstars generell. 30 for 30 Broke. kann ich nur empfehlen.

  • Stibe am 22.08.2019 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    NFL Berichte

    Wie wäre es, wenn Ihr einmal richtig über die NFL berichten würdet (Spiele), würde uns (mal mindestens ein Teil davon) mehr interessieren. Das einzige was Ihr über die NFL bringt ist, irgendwelcher unintressanter Schrott.

  • DontPayZeke am 22.08.2019 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NFL

    Kleine Randbemerkung. Ein NFL Team hat ein gewisses Salair welches sie für Spieler Löhne Zahlen dürfen. Das heisst das ein Superstar je nach Vertrag 10-20% dieses Salairs aufbraucht, das heisst es bleiben für die restlichen 52 Spieler nur noch 90-80 Protzen. Wobei der Mindestlohn bei Ca 450'000 USD liegt. Diese sind aber auch nicht garantiert sondern auf alle 16 NFL Regularseason spiele aufgeteilt. Heisst soviel wie wenn sich einer im ersten Spiel das Kreuzband reist sieht er Praktisch nichts von diesem Geld. Was dazu kommt, ist das eine Durchschnittliche Karriere 3-4 Jahre dauert. Also wenn einer mit dem Mindestlohn 4 Jahre spielt hat er Knapp 1.8 Millionen Verdient (sofern gesund) heisst dort ist schon Platz für Luxus aber nicht wirklich viel Platz. Daher finde ich es gut von der NFL solche sachen den Spielern mit zugeben, den es geht nicht immer um denn Sport sondern auch mal um den Menschen.

    • Andreas am 22.08.2019 14:23 Report Diesen Beitrag melden

      @DontPayZeke

      Und andersrum sollten die Medien auch deutlich sagen, dass die wenigsten der NFL-Profi-Spieler tatsächlich Millionäre sind. Der Eindruck, der erweckt wird, ist schlichtweg falsch. Aus dem Durchschnitts-Einkommen eines nicht Pro-Bowlers müssen schliesslich auch noch Steuern und weitere Abzüge rausgerechnet werden. Dann bleibt am Ende des Jahres kaum mehr übrig, als ein Mittelklasse-Verdiener in 5 Jahren zusammen auch verdient.

    • Seabass am 22.08.2019 21:55 Report Diesen Beitrag melden

      Protzproblem

      Das eigentliche Problem der Pleite-Spieler hat ein deutscher Ex-NFL-Spieler im deutschen TV erklärt. Man sitzt mit Millionären in der Kabine, denkt, man müsse mitprotzen und schwups ist man pleite. In der Kabine laufen gemäss diesem Spieler auch Geldwetten. Zudem kommen die Spieler unter anderem auch aus armen Verhältnissen und dann will und muss man natürlich die ganze Familie ernähren. Die deutschen NFL-Spieler haben auch nicht mehr verdient als die amerikanischen, ausser vielleicht Vollmer, aber sie gehen damit eben klug um. Kaufen sich kleine Häuschen und studieren.

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  • Hugo am 22.08.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Noch ein Tipp

    Der Privat-Tiger dürfte auch nicht gerade billig im Unterhalt sein.