Tour de France

11. Juli 2019 18:18; Akt: 11.07.2019 23:46 Print

Alaphilippe verausgabt sich vergeblich

Der Tour-Gesamtführende kämpft in den Vogesen bis zum letzten Meter und verliert das Gelbe Trikot wegen ein paar Sekunden.

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Simon Yates jubelt über seinen Etappensieg bei der ersten Pyrenäen-Etappe. Toulouse and , France, 18 July 2019. EPA/YOAN VALAT Der Brite bildete mit dem Spanier Pello Bilbao (l.) und Gregor Mühlberger aus Österreich ein Spitzentrio. Der Schweizer Mathias Frank fuhr in einer Verfolgergruppe und belegte den 14. Rang. Der Australier Caleb Ewan gewinnt den Spurt hauchdünn vor dem Holländer Dylan Groenewegen und feiert seinen ersten Etappensieg an der Tour de France. Der französische Gesamtleader Julian Alaphilippe verteidigt das Maillot jaune ohne Probleme. Gesamtleader Julian Alaphilippe stellt sich am ersten von zwei Ruhetagen den Medien. Trotz Ruhetag steht für das Team des Führenden eine Trainingsausfahrt auf dem Programm. Der Belgier Wout van Aert holt sich seinen ersten Etappensieg im Sprint vor dem Italiener Elia Viviani und Caleb Ewan aus Australien. Eine Windkantenattacke gegen Ende der Etappe wirbelte das Gesamtklassement durcheinander. Mitfavoriten verloren den Anschluss. Unter ihnen auch der Franzose Thibaut Pinot. Michael Schär (vorne) war lange Teil einer sechsköpfigen Ausreissergruppe, die erst rund 25 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt wurde. Als erster Südafrikaner seit Robert Hunter im Jahr 2007 gewinnt Daryl Impey in Brioude den Sprint einer Dreiergruppe. Auf der leicht ansteigenden Zielgeraden liess Impey den Belgier Tiesj Benoot stehen. Dritter wird der Slowene Jan Tratnik. Aus einer grossen Ausreissergruppe versuchen es einige Fahrer solo, unter ihnen auch der Österreicher Lukas Pöstlberger. Doch Impey ist an diesem Tag der stärkste Fahrer. In einer ereignisreichen Etappe sichert sich der Belgier Thomas De Gendt von Lotto-Soudal in einer Zeit von rund 5h den Tagessieg. Er gehörte einer vierköpfigen Ausreissergruppe an, bestehend aus De Gendt (Be), De Marchi (It), Terpstra (Niederlande) und King (USA), die das Rennen prägte. 67 Kilometer vor dem Ziel wurde aus der Gruppe ein Duo. 14 Kilometer vor der Zieleinfahrt griff De Gendt an und liess De Marchi stehen. Im Gesamtklassement eroberte der Franzose Julian Alaphilippe (l.) das gelbe Trikot zurück. Er wurde hinter seinem Landsmann Thibaut Pinot (r.) dritter. Pinot wiederum konnte sich 19 Sekunden von Titelverteidiger und Tourfavorit Geraint Thomas absetzten, der 15 Kilometer vor dem Ziel einen Sturz unbeschadet überstand. Der Niederländer Dylan Groenewegen (3. v. r.) gewinnt die längste Etappe der diesjährigen Tour de France. In der Massenankunft setzt sich der Fahrer des Team Jumbo im Sprint durch. Auch aufgrund des starken Gegenwindes verlief die 7. Etappe weitgehend ereignislos. Kurz nach Start hatte sich mit Yoann Offredo und Stéphane Rossetto ein französisches Aussreisserduo abgesetzt, dass jedoch 12 km vor dem Ziel vom Feld eingeholt werden konnte. Im Gesamtklassement kam es zu keinen Veränderungen. Es führt immer noch der Italiener Giulio Ciccone sechs Sekunden vor dem Einheimischen Julian Alaphilippe. Der Belgier Dylan Teuns ist auf der ersten Bergetappe in den Vogesen nicht zu schlagen. Für den bisherigen Gesamtleader Julian Alaphilippe endet der Tag bitter. Der Franzose bewältigt die happige Schlussrampe mit bis zu 24 Prozent Steigung überraschend gut, dennoch muss er das Gelbe Trikot abgeben. Neuer Führender ist Giulio Ciccone. Der Italiener wird Etappenzweiter, elf Sekunden hinter Teuns. Die Enttäuschung über den verpassten Tagessieg weicht schnell der Freude über das Maillot jaune. Titelverteidiger Geraint Thomas beendet die Etappe auf Platz 4 und beseitigt damit die Zweifel an seiner Form. Peter Sagan setzt sich im Sprint durch. Es ist sein zwölfter Etappensieg an der Tour de France – sein erster in diesem Jahr. Der Franzose Julian Alaphilippe behauptete erneut das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Gleich nach dem Start versucht der Schweizer Michael Schär (m.) sein Glück mit dem Belgier Frederik Backaert und dem Franzosen Yoann Offredo. 28 km vor dem Ziel werden die Ausreisser vom Feld geschluckt. Schär fährt noch 12 km auf eigene Faust, muss sich dann aber auch geschlagen geben. Etappensieger wird Elia Viviani. Der Italiener schlägt im Spurt Alexander Kristoff aus Norwegen und den Australier Caleb Ewan. Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Leadertrikot ohne Probleme. Frankreichs Hoffnung Julian Alaphilippe nutzt seine Chance und gewinnt die erste hügelige Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt solo. Dank der Bonussekunden übernimmt der 27-Jährige auch die Gesamtführung. Alaphilippe führt in der Gesamtwertung nun 20 Sekunden vor dem Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma. Strassen-Meister Sébastien Reichenbach vom Team Groupama FDJ belegte als bester Schweizer mit 45 Sekunden Rückstand Rang 55. Das Team von Gesamtleader Mike Teunissen, Jumbo-Visma, gewinnt das Mannschaftszeitfahren. Mike Teunissen verteidigt damit das Maillot jaune. Das französische Team Groupama-FDJ mit dem Schweizer Zeitfahrmeister Stefan Küng (l.) verlor 32 Sekunden auf die Sieger. Mike Teunissen (2.v.r.) gewinnt den Spurt hauchdünn vor Peter Sagan (2.v.l.) Als Lohn für Teunissen gibt es das gelbe Leadertrikot. Die belgische Rad-Legende Eddy Merckx darf beim Start in Brüssel natürlich nicht fehlen. Der dänische Mitfavorit Jakob Fuglsang stürzte während der Auftaktetappe und fährt mit blutendem Gesicht ins Ziel. Stefan Küng ist einer von vier Schweizern bei der diesjährigen Tour de France. Der frischgebackene Schweizer Meister Sébastien Reichenbach fährt im gleichen Team wie Küng bei Groupama-FDJ. Mathias Frank ist für AG2R unterwegs. Michael Schär fährt beim polnischen CCC-Team.

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Dylan Teuns hat die erste Bergetappe der 106. Tour de France gewonnen. Der Belgier siegte auf dem sechsten Teilstück nach 160,5 Kilometern von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles mit elf Sekunden Vorsprung vor Giulio Ciccone, der um Haaresbreite dem französischen Publikumsliebling Julian Alaphilippe das Gelbe Trikot entriss. Der Italiener war neben Tagessieger Teuns aus einer ursprünglich 14-köpfigen Ausreissergruppe übrig geblieben und liegt dank der Bonussekunden nun sechs Sekunden vor Alaphilippe, der als Tagessechster alles gab – letztlich vergeblich.

Gelb in La Planche des Belles Filles ist ein gutes Omen. Wer hier die Führung innehatte, der gewann stets auch die Tour de France. So war es bei den bisherigen drei Ankünften im Skiort in den Vogesen: 2012 Bradley Wiggins, 2014 Vincenzo Nibali und 2017 Chris Froome. Diesmal dürfte es aber kaum so laufen, gehört Ciccone doch nicht zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg.

So stand denn auch die Kletter-Show der Favoriten im Mittelpunkt dieser ersten Bergetappe – sie überquerten die bis zu 24 Prozent steile Rampe im Ziel 1:44 Minuten nach den Ausreissern. Und pünktlich zum Höhepunkt zeigte Titelverteidiger Geraint Thomas seine beste Saisonleistung als Vierter. In der Gesamtwertung liegt der Brite bereits auf Rang 5. Damit räumte er die Zweifel an seiner Form aus und überflügelte auch seinen aufstrebenden Teamkollegen Egan Bernal.

Nun wartet die längste Etappe

Hatten die Favoriten noch bis zum Schlussanstieg auf Attacken verzichtet, ging es auf den letzten Kilometern vor dem Ziel richtig zur Sache. Erst attackierte der Spanier Mikel Landa, doch das Tempo der Favoritengruppe war zu hoch. Auch Alaphilippes Angriff verpuffte, als Thomas die Schlagzahl noch einmal erhöhte.

Weiter geht es am Freitag mit der längsten Etappe der Tour 2019. Von Belfort nach Chalon-sur-Saône warten 230 Kilometer auf die Fahrer, wenngleich diesmal keine grossen Hindernisse zu bewältigen sind. Drei leichtere Bergprüfungen in der ersten Rennhälfte dürften die Topsprinter kaum aufschrecken.

Radsport

(dpa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berfahrer am 11.07.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensationell

    Das war Tour de France wie sie liebt und lebt. Super Schlussteil.

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  • Dr. Albert Wander am 12.07.2019 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall

    Wow, da hat Ovomaltine wieder gezeigt, "Du kannst es nicht besser, aber länger". Wird für den Toursieg entscheidend sein, wer am einfachsten Zugang zu Ovomaltine hat.

  • Dr Doping Fuentes am 11.07.2019 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat

    den besten Stoff für seinen Körper gefunden?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr. Albert Wander am 12.07.2019 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    Klarer Fall

    Wow, da hat Ovomaltine wieder gezeigt, "Du kannst es nicht besser, aber länger". Wird für den Toursieg entscheidend sein, wer am einfachsten Zugang zu Ovomaltine hat.

  • Dr Doping Fuentes am 11.07.2019 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat

    den besten Stoff für seinen Körper gefunden?

  • Berfahrer am 11.07.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensationell

    Das war Tour de France wie sie liebt und lebt. Super Schlussteil.

    • Pilatus9 am 11.07.2019 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Berfahrer

      Wenn du nur an Doping denkst,dann schau dir die Tour einfach nicht an! Aber dann darfst du auch kein Fussball,Langlauf,Schwimmen etc mehr anschauen!

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