NBA

10. März 2011 08:45; Akt: 10.03.2011 10:12 Print

Topskorer Durant führt Oklahoma zum Sieg

Einmal mehr können sich die Oklahoma City Thunder bei Kevin Durant bedanken. Der Topskorer der NBA warf beim 110:105-Overtime-Sieg bei den Philadelphia 76ers 34 Punkte und holte 16 Rebounds.

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Thabo Sefolosha (l.), der erste Schweizer in der NBA, spielt ab der neuen Saison nicht mehr bei den Oklahoma City Thunder. Der Romand muss sich einen neuen Verein suchen. Und so begann die Karriere von Sefolosha... ... 2002 spielt der 18-jährige Waadtländer noch in der Schweiz bei Vevey-Riviera. Sefolosha ist der Sohn eines südafrikanischen Musikers und einer Schweizer Künstlerin. Schon früh wurden Scouts auf das Ausnahmetalent aufmerksam. Besonders seine Leistungen als Rookie in der höchsten Schweizer Liga und seine Auftritte in der Nationalmannschaft attestierten ihm das NBA-Potenzial. 2003 wechselte Sefolosha zu Elan Sportif Chalonnais, einem französischen Top-Klub, um bald danach in die italienische Serie A weiterzuziehen. Dort spielte er für Angelico Biella. 2006 wurde der damals 22-jährige Romand vom NBA-Klub Philadelphia 76ers als Nr. 13 gedraftet. Diese Ehre kam noch keinem Schweizer vor ihm zuteil. Für Philadelphia lief Sefolosha aber nie auf. Denn die Chicago Bulls sicherten sich kurz nach dem Draft die Dienste des Schweizers durch einen Trade. Seine NBA-Feuertaufe durchlief der Waadtländer beim Saisonauftakt 2006 gegen Titelverteidiger Miami. Die Bulls gewannen 108:66, Sefolosha trug elf Punkte ohne einen einzigen Fehlversuch bei. In seiner ersten NBA-Saison bestritt Sefolosha 71 Spiele. Vor seinem Debüt hatte er sich ein Tattoo stechen lassen: einen gekrönten Basketball mit Schriftzug «The Game chose me» (Das Spiel hat mich auserwählt). Sefolosha schreckte auch vor Superstars wie Kobe Bryant nicht zurück. Durchschnittlich erzielte der Schweizer in seiner Debütsaison 3,6 Punkte pro Spiel. Sefolosha wurde in der Schweiz zum Star - und nicht nur dort. 2007/2008 nahm der Romand seine zweite Saison mit den Chicago Bulls in Angriff. Dabei bestritt er 69 NBA-Spiele und stand 22 Mal in der Startformation, den «Starting Five». Sefolosha warf in vier Spielen mehr als 20 Punkte. Sein durchschnittlicher Wert lag in dieser Spielzeit bei 6,7 Punkten pro Partie. 2007 erhielt der Basketballer die Auszeichnung als Schweizer Newcomer des Jahres. Seine Mutter Christine (4. v. l.) nahm den Preis stellvertretend entgegen. 2008 war Sefolosha dann bei den Chicago Bulls nicht mehr so ganz glücklich. Er hatte immer noch keinen Stammplatz ... ... und musste immer wieder hinten anstehen. In 43 Spielen kamm der Schweizer auf einen Durchschnittswert von 4,5 Zählern. Am 18. Februar 2009 folgte dann ein Neuanfang für Sefolosha: Die Chicago Bulls transferierten ihn zu Oklahoma City Thunder im Tausch mit einem Erstrunden-Draftrecht für 2009. Dort startete der Schweizer dann richtig durch: In den verbleibenden 23 Saisonspielen stand er 22 Mal von Beginn weg auf dem Platz und kam auf durchschnittlich 8,5 Punkte pro Partie. Sefolosha, der seit 2003 auch stolzes Mitglied der Schweizer Nati ist, ... ... avancierte in der Saison 2009/2010 zum sicheren Wert bei Oklahoma. Der 25-jährige wurde als Shooting Guard oder Small Forward eingesetzt und stand in der Regel in der Startformation. Mit einem Playoff-Out in der ersten Runde ging die Saison für den Schweizer früh zu Ende. Für Sefolosha gab es aber ein Trostpflaster: Er wurde in die B-Selektion der besten Defensiv-Spezialisten der Liga gewählt. Seine fünfte NBA-Saison bestritt Sefolosha 2010/2011 erneut mit Oklahoma. In der Vorbereitung verpasste der Romand wegen einer Handverletzung vier von sieben Testspielen, ausserdem gabs mit dem 21-jährigen James Harden starke Konkurrenz auf der Position des Schweizers. Deshalb musste Sefolosha um seinen Startplatz kämpfen. Der Schweizer setzte sich allerdings durch und war ein sicherer Wert. Mit den Thunders erreichte er erstmals in der Klubgeschichte den NBA-Halbfinal. Dort scheiterte Sefoloshas Team am späteren Meister Dallas mit 1:4 Siegen. Der Romand erzielte durchschnittlich in 79 Spielen 5,1 Punkte, dazu gesellten sich 17 Partien in den Playoffs mit einem Durchschnitt von 4,6 Punkten. Während des Lockouts in der NBA im Herbst 2011 spielte Thabo Sefolosha bei Fenerbahçe Istanbul. In der Saison 2011/2012 erreichte Oklahoma mit Sefolosha in der Startformation die Playoff-Finals gegen die Miami Heat. Dort unterlagen sie allerdings mit 1:4. Auch die Saison 2012/2013 nahm der Schweizer wieder mit den Oklahoma City Thunder in Angriff. Die Saison endete allerdings mit einer Enttäuschung. Sefolosha und Co. schieden bereits im Conference-Halbfinal gegen die Memphis Grizzlies aus. Nun bekam der Forward bei den Thunder keinen neuen Vertrag und muss sich einen neuen Verein suchen.

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Besonders wichtig für die OKC Thunder, die 135 Sekunden vor Schluss noch mit fünf Zählern zurücklagen, war der Ausgleich: 6,2 Sekunden vor Ablauf der Zeit traf Durant mit einem Dreier zum 101:101.

Neben dem Forward überzeugte bei der viertbesten Mannschaft der Western Conference gegen die formstarken 76ers (acht der letzten zehn Spiele gewonnen) auch Russell Westbrook mit 27 Punkten und zwölf Rebounds. Thabo Sefolosha erzielte beim zweiten Sieg im zweiten Saisonduell mit Philadelphia in etwas mehr als 31 Minuten fünf Punkte (alle im dritten Viertel) sowie jeweils zwei Rebounds, Assists und Steals.

Loves Rekord

Für Kevin Love war der 101:75-Sieg der Minnesota Timberwolves gegen die Indiana Pacers ein besonderer. Der Forward liess sich von Problemen am linken Knie nicht aufhalten und erzielte zum 52. Mal in Folge ein so genanntes «Double-Double», das heisst zweistellige Zahlen in zwei Statistiken. 16 Punkte und 21 Rebounds liessen den erst 22-jährigen Forward die bisherige Bestmarke von Moses Malone aus dem Jahr 1979 überbieten. Für Love und Co. ist der Rekord allerdings ein schwacher Trost. Die «Wolves» können sich als einziges Team bereits 16 Spiele vor Ende der Regular Season nicht mehr für die Playoffs qualifizieren.

NBA-Resultate vom Dienstag:
Philadelphia 76ers - Oklahoma City Thunder 105:110 n.V.
Charlotte Bobcats - Chicago Bulls 84:101.
New Jersey Nets - Golden State Warriors 94:90.
Toronto Raptors - Utah Jazz 94:96.
Boston Celtics - Los Angeles Clippers 103:108.
Memphis Grizzlies - New York Knicks 108:110.
Milwaukee Bucks - Cleveland Cavaliers 110:90.
Minnesota Timberwolves - Indiana Pacers 101:75.
New Orleans Hornets - Dallas Mavericks 93:92.
San Antonio Spurs - Detroit Pistons 111:104.
Sacramento Kings - Orlando Magic 102:106.

(sda)