Sport kompakt

17. Januar 2019 21:38; Akt: 17.01.2019 23:34 Print

Niederreiter zu den Carolina Hurricanes

Barcelona im Cup-Viertelfinal +++ Küng mit Hirnerschütterung out +++ Wengen-Kombi umgestellt +++ Schweiz darf ein Team mehr in der CHL stellen +++

Bildstrecke im Grossformat »
Nino Niederreiter muss sich an einen neuen Verein gewöhnen. Der Churer Stürmer wird innerhalb der NHL von den Minnesota Wild zu den Carolina Hurricanes getradet. Im Gegenzug erhalten die Wild den Schweden Viktor Rask. Barcelona steht im Cup-Viertelfinal. Barça gewann das Achtelfinalrückspiel gegen Levante 3:0. Ousmane Dembélé mit einem Doppelpack in der 30. und 31. Minute sowie Lionel Messi nach 54 Minuten sorgten für das klare Resultat. Das Hinspiel vor einer Woche hat Barcelona noch 1:2 verloren. Patrick Küng stürzte im zweiten Training für die Lauberhorn-Abfahrt am Donnerstag. Dabei zog sich der Sieger von 2014 eine Gehirnerschütterung zu. Somit kann der 35-jährige Glarner am Wochenende nicht starten. Wie lange Küng ausfällt, ist unklar. Für den Freitag gab es bei den Lauberhornrennen in Wengen eine Programmänderung. Wie vor zwei Jahren findet zunächst der Slalom (Start 10.30 Uhr) und erst dann die verkürzte Abfahrt mit Start oberhalb des Hundschopfs (14.00 Uhr) statt. Grund für die Änderung ist Schneefall, der in der Nacht auf Freitag erwartet wird. Das weitere Programm wurde bestätigt. Am Samstag um 12.30 Uhr wird am Lauberhorn zum Abfahrtsklassiker gestartet, am Sonntag findet der Slalom statt (Start 1. Lauf um 10.15 Uhr). Ski-WM oder Snowboard-WM? Ski-WM in Are! Die Tschechin Ester Ledecka startet an den Titelkämpfen der Alpinen und verzichtet dafür auf die WM der Snowboarder in Park City, Utah (USA). Die beiden Events finden zeitgleich im Februar statt. Ledecka holte an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang im Super-G der Alpinen und im Parallel-Riesenslalom der Snowboarder die Goldmedaille. Die 23-Jährige bestreitet seit Jahren Rennen in beiden Sportarten – im Normalfall mit grösserem Erfolg im Snowboard. Hier gewann sie 14 Weltcup-Rennen und ist nicht nur Olympiasiegerin sondern auch zweifache Weltmeisterin. An der Ski-WM in Are will Ledecka in der Abfahrt und im Super-G starten, vielleicht auch in der Super-Kombination. «Bis zu diesen Titelkämpfen liegt mein Fokus auf dem Skifahren», sagte sie am Rande der Weltcup-Rennen vom Wochenende in Cortina d'Ampezzo. Das Schweizer Kontingent in der Champions Hockey League wird auf die kommende Saison hin um ein Team auf fünf Mannschaften aufgestockt. In der aktuellen Spielzeit überstand zwar kein Schweizer Team die Achtelfinals, doch in der Endabrechnung holten die vier Schweizer Vertreter Zug (l. Fabian Haberstich, der Goalie Lukas Dostal von Kometa Brno prüft), ZSC Lions, SC Bern und Lugano im Durchschnitt immerhin 1,88 Punkte pro Partie. Da zudem auch die Vorsaisons in die Rechnung einbezogen wurden, konnte die Schweiz schliesslich Finnland überflügeln und das entsprechende Kontingent der Nordeuropäer übernehmen. Bisher qualifizierten sich der Sieger und der Zweite der Regular Season. Ebenfalls waren später auch der Meister und der zweite Playoff-Final-Teilnehmer qualifiziert. Ab kommender Saison gilt eine neue Reihenfolge. Nach dem Meister werden die Teams anhand ihrer Klassierung in der Qualifikation ausgewählt. So soll der Regular Season mehr Gewicht gegeben werden. Die Schwyzerin Corinne Suter stellte im zweiten Training für die Weltcup-Abfahrten vom Freitag und Samstag in Cortina d'Ampezzo die Bestzeit auf. Nachdem sie schon am Morgen als Siebte die bestklassierte Schweizerin war, führt Suter nun das Klassement nach dem auf verkürzter Strecke ausgetragenen zweiten Training mit 27 Hundertsteln Vorsprung vor Cornelia Hütter an. Die Steirerin kehrte nach einer fünf Wochen dauernden Pause auf die Rennpiste zurück. Anfang Dezember in Lake Louise hatte sie, wie sich nachträglich herausstellte, oberhalb des rechten Knies eine Knorpelfraktur erlitten. Corinne Suter weist als Bestergebnis in der Abfahrt in Cortina den vor drei Jahren erreichten 11. Rang aus. Im ersten Training war die Norwegerin Ragnhild Mowinckel vor der Österreicherin Tamara Tippler und der Französin Romane Miradoli die Schnellste gewesen. Benjamin Weger musste sich beim Weltcup in Ruhpolding über 10 km Sprint mit einem leicht enttäuschenden 11. Platz begnügen und verpasste die siebte Top-Ten-Klassierung der Saison. Der Oberwalliser kam zwar ohne Strafrunde durch, liess sich aber im Schiessstand zu viel Zeit und verlor in der Loipe über eine Minute auf Sieger Johannes Thingnes Bö. Dieser gewann vor seinem Bruder Tarjei Bö und baute die Führung im Gesamtklassement auf den Russen Alexander Loginow, der in Ruhpolding Fünfter wurde, auf 150 Punkte aus. Am Slopestyle-Weltcup der Snowboarder in Laax qualifizierten sich Sina Candrian (Archivbild von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang) und Celia Petrig für den Final der Top 6 vom Freitag. Isabel Derungs und Carla Somaini schieden im Halbfinal mit den Rängen 7 und 8 aus. Mit Ariane Burri (10.) beendete eine weitere Schweizerin die Konkurrenz in den Top 10. Der Halbfinal der Männer wurde wegen zu starkem Wind abgesagt. Das neue Programm soll noch im Verlaufe des Abends bekanntgegeben werden. Die österreichische Big-Air-Olympiasiegerin Anna Gasser (11.) stürzte im ersten Lauf und konnte wegen einer Sprunggelenkverletzung nicht mehr zum zweiten Durchgang antreten. Die 27-Jährige hatte sich auch schon im Vorjahr nach ihrem Olympiasieg im Big Air an beiden Knöcheln verletzt. Zunächst riss sie sich beim Training am Kreischberg das Syndesmoseband im rechten Knöchel, im Mai folgte bei den X-Games in Oslo ein Innenbandriss im linken Sprunggelenk. Dominik Paris realisierte beim zweiten Training zur Weltcup-Abfahrt vom Samstag in Wengen die Bestzeit. Beim ersten Training am Mittwoch hatte der Italiener kein Top-30-Resultat erreicht. Doch je näher das Rennen kommt, desto schneller wird der Sieger von Bormio. Am Donnerstag fuhr Paris auf der verkürzten Strecke mit Start oberhalb des Hundschopfs 33 Hundertstel schneller als der Franzose Johan Clarey. Die Schweizer waren nicht mehr ganz so gut wie am Vortag. Beat Feuz, am Mittwoch klar der Schnellste, wurde Zehnter. Carlo Janka und Mauro Caviezel kamen auf die Ränge 17 beziehungsweise 21. Am Australian Open hinterliess Serena Williams bislang einen enorm starken Eindruck. Die US-Amerikanerin deklassierte die Kanadierin Eugenie Bouchard mit 6:2, 6:2. Nun kommt es zu einem richtigen Generationenduell. Die 37-jährige Williams trifft in der 3. Runde auf die weniger als halb so alte Ukrainerin Dajana Jastremska (WTA 57). Mit einem einem 24. Grand-Slam-Titel könnte Williams zur Rekordhalterin Margaret Court aufschliessen. Die Norwegerin Ragnhild Mowinckel (Bild) fuhr im ersten von zwei Trainings am Donnerstag für die Weltcup-Abfahrten in Cortina d'Ampezzo Bestzeit. Corinne Suter war als Siebte die bestklassierte Schweizerin. Auf Mowinckel büsste die Schwyzerin gut sechs Zehntel ein. Jasmine Flury, in den letzten Speed-Rennen von Mitte Dezember in Val Gardena zweimal Vierte, wurde hinter der Liechtensteinerin Tina Weirather Zwölfte. Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin brachten die erste Fahrt mit Rückständen von 1,61 beziehungsweise 1,49 Sekunden Rückstand gemächlicher hinter sich. Ragnhild Mowinckel, die vor einem Jahr in Cortina mit Platz 6 ihr bisher bestes Abfahrts-Ergebnis im Weltcup erreicht hat, führt das Klassement nach der ersten Trainingsfahrt vor der Österreicherin Tamara Tippler und der Französin Romane Miradoli an. Im Mittelpunkt standen in Cortina d'Ampezzo nicht die Schnellsten des ersten Trainings, sondern Lindsey Vonn. Die Amerikanerin bestreitet in dieser Woche nach einer Zwangspause ihre ersten Rennen im WM-Winter. Im November hatte sie sich bei einem Sturz im Training in Copper Mountain, Colorado, eine Verletzung am linken Knie zugezogen. Im ersten Training in Cortina wurde Vonn Zehnte. Die Rapperswil-Jona Lakers tragen am Sonntag, 3. Februar, im eigenen Stadion den Cupfinal gegen den EV Zug aus. Die St. Galler wollen vor ihren Fans den Titel verteidigen. Letztes Jahr hatte die damals unterklassige Mannschaft (noch vor dem Aufstieg in die National League) von Coach Jeff Tomlison das Endspiel gegen Davos 7:2 gewonnen. Nun wollen die Rosenstädter auch die Innerschweizer bezwingen. Am Donnerstagmorgen wurde der Vorverkauf für das Finalspiel abgehalten. «Der Ansturm auf Tickets war gigantisch», melden die SCRJ Lakers auf ihrer Homepage. Bereits innert wenigen Minuten seien sämtliche Sitz- und Stehplätze (Heim- und Gastsektor) vergeben gewesen. Wie erwartet ist die Arena mit 6100 Zuschauern ausverkauft. Auch letztes Jahr spielten die Lakers vor vollen Rängen. Für Fans, die sich kein Ticket ergattern konnten, organisiert der Club neben dem Stadion ein Hockeyfest. Ihnen wird in einem Festzelt ein Rahmenprogramm mit DJ und Attraktionen geboten. Als dritter Top-Ten-Spieler nach Wimbledonfinalist Kevin Anderson aus Südafrika und John Isner aus den USA scheiterte der Österreicher Dominic Thiem (l.) am Australian Open. Der French-Open-Finalist gab gegen das australische Talent Alexei Popyrin (r.) beim Stand von 5:7, 4:6, 0:2 auf. Thiem hatte in der ersten Runde über fünf Sätze bis nach zwei Uhr morgens um das Weiterkommen kämpfen müssen und liess sich am Donnerstag bei seinem Match in Melbourne zwischenzeitlich behandeln - ohne Erfolg. «Am Dienstag fühlte ich mich eigentlich ganz ok, aber heute war es vom Morgen früh schlecht», erklärte Thiem. Er habe sich noch vor der Abreise nach Australien erkältet. Nun sei noch irgendetwas in seinem Körper, das da nicht hingehöre. «Ich hatte am ganzen Körper Schmerzen, und es ist während dem Spiel nicht besser, sondern schlechter geworden.» Am Australian Open kämpfte sich die Weltranglisten-Erste Simona Halep (Bild) in die 3. Runde. Die letztjährige Finalistin aus Rumänien bezwang die Amerikanerin Sofia Kenin 6:3, 6:7 (5:7), 6:4, nachdem sie im dritten Satz bereits 2:4 zurückgelegen hatte. Roland-Garros-Siegerin Halep hatte schon in der 1. Runde gegen die Estin Kaia Kanepi einen Kraftakt vollbringen müssen. Verteidiger Marco Maurer (l.) wechselt auf die kommende Saison mit einem Zweijahresvertrag bis 2021 innerhalb der National League von Biel zu Genf-Servette. Der stämmige Zürcher spielte bereits in der Saison 2009/2010 für die Genfer. Seit 2015 war Maurer für Biel aktiv. Er hält in dieser Saison nach 31 Meisterschaftsspielen bei einem Tor und vier Assists. Ansonsten spielte der 30-Jährige in der höchsten Spielklasse noch für seinen Stammclub Zug, die ZSC Lions, Rapperswil-Jona und Lugano. Der Eishockeyprofi hatte vor knapp zwei Jahren ausserhalb der Eisrinks für Aufsehen gesorgt, als er in Zug einen flüchtenden Trickdieb einholte und bis zum Eintreffen der Polizei festhielt. Die NHL und die Spielergewerkschaft (NHLPA) gaben nach Gesprächen in Toronto das gemeinsame Projekt auf, im September 2020 einen World Cup (früher Canada Cup) zu organisieren. Die Verschiebung erfolgte, weil sich die NHL und die NHLPA in den Verhandlungen um eine Verlängerung des Gesamtarbeitsvertrag noch nicht näher gekommen sind. Die derzeit gültigen Abmachungen laufen bis 2022, wobei beide Parteien die Option haben, den Vertrag in diesem Jahr per September 2020 aufzulösen. Die NHL produzierte in den letzten Jahren schon zwei Lockouts: Die Saison 2004/05 fiel komplett aus, jene von 2012/13 begann mit mehr als drei Monaten Verspätung. Beide Male führte der unterbrochene Spielbetrieb dazu, dass die Schweizer Ligen temporär mit Superstars überschwemmt wurden. Derzeit liegt ein neuer Lockout noch in weiter Ferne: Die Verhandlungen zwischen der Liga und den Spielern drehen sich um Lohnbeschränkungen und die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Der letzte World Cup wurde 2016 in Toronto ausgetragen; im Final besiegte damals das Team Canada (im Bild stemmt Sidney Crosby die Trophäe) die von Ralph Krueger betreute Europa-Auswahl mit Roman Josi, Mark Streit, Nino Niederreiter und Luca Sbisa mit 3:1 und 2:1 (Modus best of 3). Wie in der 2. Runde spielt Roger Federer auch seine Drittrunden-Partie am Australian Open in der Tagsession. Der Baselbieter steht also in der Nacht auf Freitag Schweizer Zeit im Einsatz. Sein Spiel gegen den Amerikaner Taylor Fritz war als zweite Partie in der Rod Laver Arena (ca. 03.00 Uhr) angesetzt. Belinda Bencic spielt gegen die zweifache Wimbledonsiegerin um 07.00 Uhr Schweizer Zeit in der drittgrössten Melbourne Arena. In der National Hockey League (NHL) setzte es für Timo Meier (v. im Archivbild) mit den San Jose Sharks sowie zwei weitere Schweizer in der Nacht auf Donnerstag Niederlagen ab. Die Sharks mussten sich auswärts den Arizona Coyotes 3:6 beugen. Nach sieben Siegen verloren sie erstmals wieder. Meier verliess das Eis mit einer Minus-1-Bilanz. Die Vancouver Canucks unterlagen den Edmonton Oilers mit 2:3 nach Penaltyschiessen, wobei Sven Bärtschi (r. im Duell mit Caleb Jones) im Penaltyschiessen nicht als Schütze berücksichtigt wurde. Sven Andrighetto erhielt bei der 2:5-Niederlage von Colorado Avalanche in Ottawa kaum Eiszeit. Die Spieler Colorados gingen in zehn der letzten zwölf Spiele(n) als Verlierer vom Eis. Bei der 142:145-Niederlage der Houston Rockets in der NBA gegen die Brooklyn Nets fehlte nicht nur der Genfer Clint Capela (Daumenverletzung), sondern weiter auch Chris Paul und Carmelo Anthony. Dennoch hätte Houstons Superstar James Harden (r.) mit 58 Punkten (Saisonrekord) die Rockets beinahe zum Sieg geführt – so wie am Montag, als ihm gegen Memphis 57 Punkte gelungen waren. Houston führte dank Harden etwas mehr als eine Minute vor Schluss mit acht Punkten Vorsprung und in der Verlängerung mit sieben Punkten Vorsprung. In der 17. Runde der französischen Meisterschaft rettet Goalie Diego Benaglio Monaco im Heimspiel gegen Nachbar Nice einen Punkt, indem er nach 77 Minuten beim Stand von 1:1 einen Penalty hält. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schluss. Der Penaltyschütze Allan Saint-Maximin hatte Nice in der ersten Halbzeit in Führung gebracht. Den Penalty schoss er unplatziert, sodass Benaglio abwehren konnte. Nice hatte kurz vor der Pause einen Spieler wegen einer Roten Karte verloren. Monaco nutzte die Überzahl für den Ausgleich durch Benoit Badiashile nach 50 Minuten. – Das Tabellenende der Ligue 1: 16. Caen 20/18 (20:28). 17. Amiens 20/18 (17:34). 18. Dijon 19/17 (17:32). 19. Monaco 20/15 (18:31). 20. Guingamp 20/14 (16:36). München (in der Bildmitte jubeln Patrick Hager (l.) und Yasin Ehliz) hat in der Champions Hockey League als zweites Team nach Frölunda Göteborg den Final erreicht. Der deutsche Meister setzte sich im Halbfinal-Rückspiel bei Salzburg 3:1 durch, nachdem das erste Duell der beiden Red-Bull-Teams vor einer Woche torlos geendet hatte. Während die Schweden aus Göteborg zum vierten Mal seit der Neulancierung der Champions Hockey League in der Saison 2014/15 im Final stehen, ist es für die Münchner eine Premiere. Wer die Nachfolge des finnischen Vorjahressiegers JYP Jyväskylä antritt, wird am 5. Februar entschieden. Frölunda hat den europäischen Club-Wettbewerb 2016 und 2017 gewonnen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Resultate und Tabellen

(red/sda)