Nein zu Bundes-Milliarde

11. Februar 2018 06:21; Akt: 11.02.2018 08:27 Print

Volk ist gegen Olympische Spiele in Sion

Die Olympiakandidatur Sion 2026 hat wenig Rückhalt. Das zeigt eine Umfrage vier Monate vor einer entscheidenden Abstimmung im Wallis.

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Vier Monate vor einer entscheidenden Abstimmung im Wallis hat die Olympiakandidatur Sion 2026 im Schweizer Volk offenbar wenig Rückhalt. In einer repräsentativen Umfrage lehnten 59 Prozent der Befragten das Projekt ab. 36 Prozent waren dafür.

Im Detail sprachen sich 43 Prozent der Befragten mit Nein gegen das Projekt aus, 16 Prozent waren eher dagegen, wie es einer Tamedia-Umfrage heisst, die am Wochenende von der «SonntagsZeitung» und von «Le Matin Dimanche» veröffentlicht wurde. Klar Ja zu den Olympiaplänen sagten nur 20 Prozent, der Anteil für «eher Ja» lag bei 16 Prozent. Fünf Prozent der Befragten äusserten keine Meinung.

Auch Bundes-Milliarde stösst auf Ablehnung

Je älter die Menschen waren, desto grösser war der Widerstand. So lehnten 55 Prozent der über 65-Jährigen das Projekt ab und 17 Prozent waren eher dagegen. Nur 11 Prozent von ihnen sagten Ja und 13 Prozent eher Ja. Im Gegensatz dazu betrug das kumulative Nein bei den 18- bis 34-Jährigen 42 Prozent.


Zurbriggen entzündet eine «olympische Flamme» auf dem Matterhorn: Die Aktion soll die Bewerbung Sions für die Olympischen Spiele 2026 unterstützen.

Der Anteil der Personen, die sich grundsätzlich gegen die Abhaltung von Olympischen Winterspielen in der Schweiz stellen, war fast gleich. 60 Prozent der Befragten hatten grundsätzlich Vorbehalte gegen Grossanlässe dieser Art. Eine deutliche Mehrheit (65 Prozent) lehnte auch die Milliarde ab, mit welcher der Bund die Walliser Bewerbung finanziell unterstützen will.

Wallis entscheidet im Juni

Die Umfrage wurde am 1. Februar bei 17'067 Personen durchgeführt, darunter 11'882 Deutschschweizer, 4232 Westschweizer und 951 Tessiner. Die Fehlerquote beträgt 1,1 Prozent.

Das Walliser Stimmvolk entscheidet am 10. Juni über einen kantonalen Beitrag von maximal 100 Millionen Franken an das Projekt. Dieser soll neue Infrastrukturen im Umfang von 60 Millionen Franken finanzieren. Der Rest ist etwa für die Übernahme von Sicherheitskosten vorgesehen. Das kantonale Parlament diskutiert das Geschäft im März.

(scl)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 11.02.2018 06:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist auch gut so

    Zu teuer, überall soll gespart werden y hier soll man das Geld nur so aus dem Fenster werfen. Schon alleine die Kandidatur kostet Millionen,genug Geld verschleudert!

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  • Erny Rei am 11.02.2018 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weitere Baustelle

    Weshalb den eine weitere Baustelle eröffnen? Haben wir nicht noch andere welche abgeschlossen werden sollten. Unter vielen anstehenden Afgaben wäre zum Beispiel die Gewährleistung eines gesicherten Lebensabends für die Bevölkerung durch die AHV.

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  • Sandro am 11.02.2018 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel zu teuer

    Das Ganze ist viel zu teuer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wie-sion-är am 13.02.2018 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Olympia-Stadt

    Warum baut man nicht irgendwo auf der Welt ein Riesen-Stadion mit allem drum und dran und hält alle zukünftigen Olympiaden dort ab? Über den Standort und die Finanzierung müsste man sich noch einigen, aber lieber nur einmal ein paar Milliarden in die Hand nehmen als jedes mal aufs Neue.

    • Stone am 13.02.2018 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wie-sion-är

      Das wäre eine sehr gute Idee.Aber nicht neu bauen sondern die Anlagen beutzten die schon existieren.Ich wäre für Lillehammer.Und nur nicht Östereich.

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  • f meier am 12.02.2018 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Dezentrale Spiele

    Durch die kurzen Distanzen in der Schweiz, wäre es sicher möglich, vergleichseise kostengünstige Spiele mit der bestehenden Infrastruktur zu organisieren. Die nordischen Disziplinen gehen nach Kandersteg, Eishockey und Eiskunstlauf nach Genf oder Bern, das olympische Dorf in die Genferseeregion, wo günstiger Wohnraum rar ist. Die alpinen Disziplinen nach Verbier oder Crans Montana

  • M.Furrer am 11.02.2018 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    Jain!

    Klar ist das ganze zu teuer. Aber irgendwo müssen die olympischen Spiele ja stattfinden. Warum also nicht in der Schweiz? Es könnte einem ja vielleicht auch stolz machen!? Die kleine Schweiz im Standort Sion hat grundsätzlich alles was nötig ist, um super olympische Spiele zu organisieren und durchzuführen. Und die Steuereinnahmen fliessen andersrum gesehen zum Teil in noch unpassendere Projekte. Also es gibt Gründe dafür und solche dagegen.

  • Familienvater am 11.02.2018 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Fenster raus...

    Ich bin auch Sportler und würde es begrüssen einen weiteren grossen Sportanlass in der Schweiz durchzuführen. Allerdings bin ich auch Familienvater und wäre eher dafür, für den familiären Zusammenhalt, dem Vater auch ein oder zwei Wochen "Elternzeit" zu ermöglichen anstatt die Milliarde "zum Fenster raus" zu werfen. Unsere Kinder werden auch ohne Olympische Spiele im eigenen Land zu ihrem Sport finden.

    • roger am 12.02.2018 07:43 Report Diesen Beitrag melden

      Elternzeit

      ist kaum Staatsaufgabe, wenn schon, dann würde diese durch Arbeitnehmer und -geber bezahlt und selbst dort werde ich ein Nein einwerfen. Jeder Erwerbstätige hat mindestens 4 Wochen Ferien, mit denen kann er machen, was er will und falls dies ein Problem sein sollte (weil der Arbeitgeber nicht frei gibt), wäre ich bereit ein Gesetz zu unterstützen, dass einem Vater das Recht gibt, nach der Geburt seines Kindes Ferien zu beziehen.

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  • Urs G. am 11.02.2018 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Nein aus Sion...

    Aber dann hört jetzt bitte auch auf rumzujammern: Die Spiele gehören nicht nach Südkorea, durch die Zeitverschiebung kommen die Uebertragungen mitten in der Nacht, Olympische Spiele müssen in Europa stattfinden, ...

    • Guschti U. am 12.02.2018 00:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs G.

      Nö Flexilibität entweder Olympia oder am nächsten Tag Arbeiten, man kann nicht "s Föifi und s Weggli ha"

    • roger am 12.02.2018 07:44 Report Diesen Beitrag melden

      Klar weil...

      auf den anderen Kontinenten ist der Fernseher noch nicht erfunden. Hallo?

    • Stone am 13.02.2018 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs G.

      Ja bin gleicher Meinung.Aber nicht nach Schladming oder Innsbruck

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