Im Eilzugtempo

04. März 2019 14:11; Akt: 05.03.2019 02:18 Print

Wenn Frauen schneller sind als Männer

Die Schweizer Radfahrerin Nicole Hanselmann musste in Belgien gestoppt werden. Sie fuhr auf die vor ihr gestarteten Männer auf.

Nicole Hanselmann muss ihre Flucht abbrechen. (Video: Proximus Sports)
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Die Rad-Elite war am Wochenende beim Omloop Het Niewsblad in Belgien im Einsatz. Zuerst die Männer, zehn Minuten später starteten die Frauen.

Die Männer gingen ihr Rennen von Merelbeke über 200 km nach Ninove sehr gemächlich an. Dies wurde der Schweizerin Nicole Hanselmann zum Verhängnis. Die 27-jährige Zürcherin attackierte nach sieben Kilometern und kam weg. Sie fuhr rund 30 Kilometer solo und trat so fest in die Pedalen, dass sie die vorher gestarteten Männer beinahe einholte. Die Veranstalter stoppten die Schweizerin, als sie die Mannschaftswagen der Männer erreichte, die hinter dem Feld herfuhren.

Vom 1. auf den 74. Platz

Der unplanmässige Halt brachte Hanselmann aus dem Konzept. «Wir mussten etwa fünf bis sieben Minuten warten. Das hat meine Chancen zunichte gemacht», sagte die Zürcherin. Die 27-Jährige erhielt bei der Wiederaufnahme des Rennens zwar einen Vorsprung, wurde jedoch schnell eingeholt. Am Schluss belegte Hanselmann den 74. Platz. «Es war ein bisschen traurig, da ich eine gute Form hatte», fasste der Schweizer Pechvogel das Rennen zusammen.

Bei den Männern gewann der Tscheche Zdenek Stybar. Er griff gut zwei Kilometer vor dem Ziel an und wurde für die Attacke belohnt. Bester Schweizer wurde Stefan Küng als 18.

Resultate und Tabellen

(heg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandra am 04.03.2019 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    oh mein gott

    Sie hätte den 1. Platz mehr als verdient gehabt... Unfähige Organisateure... Ich hätte ganz sicher nicht so locker reagiert wie sie

  • April Scherz am 04.03.2019 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Joke? 1. April?

    Ist das ein Witz?

  • Word am 04.03.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Aber wenn man die Männer und Frauen zusammen starten lässt, passt es den Frauen ja auch nicht. Also muss man mindestens zwei Grüppchen machen, und das idealerweise besser lösen, als in diesem Fall. Nächstes Mal einfach mehr Abstand zwischen den zwei Feldern - dann fahren die schnellsten Frauen auch nicht auf die langsamsten Männer auf.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SandraSam am 05.03.2019 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Stellt Euch mal vor..

    Stellt Euch vor, das wäre bei den Männern (Profis) passiert, da hätte es Einsprachen bis zum geht nicht mehr gegeben! Leider wird der Radrennsport von den Frauen immer noch nicht ernst genommen - da kann man halt schon mal einen Fahrerin anhalten (Ironie offf)

  • ein Biker am 05.03.2019 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    halb so wild...Experiment geglückt

    Hier wird wiedermal aus einer Mücke ein Elefant gemacht! Lest mal was Hanselmann selbst dazu gesagt hat! Sie hat null Probleme damit, fand den Entscheid richtig, sie hat selber gesagt das sie sowieso eingeholt worden wäre (einfach etwas später) und hat vorallem betont, dass sie genau diese Rennform super findet! Da sie direkt nach den Männern starten haben sie mehr Fans am Strassenrand, daher fand sie das Experiment positiv und freut sich auch künftig auf Starts nach den Männern!!!

  • VeloToni am 05.03.2019 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ganz zu vergleichen!

    Kuhl, toll das Sie schnell ist, ist ja auch mehrfache Schweizermeisterinn. Sie hätte sehr wohl etwas reissen können. Man muss auch erwähnen, Männer fahre hier 200km und Frauen 120km, die Route ist nicht exakt gleich. Sie ist den Helferwagenkonvio der Männer aufgefahren,... was schnell mal an die 100 Autos sind das kann wirklich gefählich sein, es gibt immer wieder Unfälle mit Helfewagen die Athleten umfahren und auch andere Autos beschädigen. Aber ja, wenns um Gleichberechtigung geht sollte man wohl nicht auf Sicherheit achten. Das ist ärgelich, für alle, auch der Veranstalter hat nichts davo

  • Thom am 05.03.2019 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doping

    Jeder ist schneller... wir haben auch ewige Sieger irgendwann dem Doping überführt ... Warum solls das bei Frauen nicht geben?

    • Nick am 05.03.2019 07:53 Report Diesen Beitrag melden

      Beweise?

      Haben Sie irgendwelche Belege für den angedeuteten Vorwurf? Wenn ja, melden Sie sich bei den Behörden. Wenn nein, verzichten Sie bitte auf solche Kommentare.

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  • Oliver Müller am 04.03.2019 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauenradsport

    Organisatorisch sicherlich unglücklich gelaufen, aber normalerweise gibt es keinen Grund zur Sorge, dass die Frauen das Männerfeld einholen. Das Renntempo wird jedoch von den Sportler gemacht und nicht vom Veranstalter. Das Rennen wird von den UCI Komissären nach der Neutralisation exakt so gestartet, mit gleichem Zeitabsand, wie vorher. Wer schon Radrennen geschaut hat weiss, dass die Siegchancen von Hanselmann, welche alleine die Spitzengruppe stellte, eigentlich nie intakt waren, zumal Hanselmann auch nicht zu den Favoriten im Frauenradsport zu zählen ist. Leider.