Aktualisiert 15.02.2006 23:13

0:5-Ohrfeige gegen Finnen: Die Nati ohne Saft und Kraft

Der Start ins Olympia-Turnier ist der Schweizer Eishockey-Nati gründlich missglückt. Die 0:5-Pleite gegen die Finnen war in dieser Deutlichkeit nicht erwartet worden.

Die Rochade war bezeichnend für den Verlauf der Partie. Der unglücklich agierende Torhüter Gerber musste nach dem zweiten Drittel seinen Platz Aebischer überlassen. Der Profi von Colorado liess sich als einer der wenigen positiven Schweizer Aspekte in den letzten 20 Minuten nicht mehr bezwingen. Die überzeugenden Finnen schalteten mit ihrem Tempo und ihren Offensivbemühungen auch einen Gang zurück. Sonst wäre die Niederlage wohl deutlicher ausgefallen.

Nach einer befriedigenden Startviertelstunde fiel nach Olli Jokinens Powerplaygoal (14.) das Schweizer Abwehrdispositiv auseinander. Im Mitteldrittel erhöhten Numminen, nochmals Olli Jokinen und zweimal Selänne in regelmässigen Abständen das Skore auf 5:0. Insgesamt traf der Favorit viermal in Überzahl und zeigte sich in diesen Phasen effizienter als die kraft- und saftlosen Schweizer, die drei Powerplaysituationen nicht ausnutzten, trotz ansehnlichen Ansätzen.

Der Gegner war nicht nur in den Special Teams krass überlegen. «Im Mitteldrittel spielten wir viel zu passiv und zeigten zu viel Respekt. Wir müssen viel mehr laufen. Aber das Turnier dauert lange», fasste Nati-Captain Streit den Fehlstart zusammen. Die Ausgangslage bleibt gleich: Siege über Deutschland und Italien öffnen die Viertelfinal-Tür.

(fal)

Morgen treffen die «Eisgenossen» um 13.00 Uhr auf Tschechien. Eine Steigerung ist dringend nötig.

Finnland - Schweiz 5:0 (1:0, 4:0, 0:0)

Esposizioni.

5000 Zuschauer.

SR van Massenhoven (Ka), Karlsson/Nelson (Sd/USA).

Tore:

14. Olli Jokinen (Peltonen/Ausschluss Patrick Fischer) 1:0.

24. Numminen (Selänne, Lehtinen/Ausschluss Thomas Ziegler) 2:0.

29. Olli Jokinen (Peltonen, Jussi Jokinen/Ausschluss Blindenbacher) 3:0.

34. Selänne (Saku Koivu) 4:0.

40. (39:25) Selänne (Lehtinen, Olli Jokinen/Strafe angezeigt) 5:0.

Strafen:

4mal 2 Minuten gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Finnland:

Niittymäki; Numminen, Timonen; Salo, Nummelin; Lydman, Berg; Niemi; Selänne, Saku Koivu, Jere Lehtinen; Jussi Jokinen, Olli Jokinen, Peltonen; Hentunen, Niko Kapanen, Laaksonen; Nieminen, Mikko Koivu, Jarkko Ruutu; Hagman.

Schweiz:

Martin Gerber (41. Aebischer); Olivier Keller, Mark Streit; Blindenbacher, Bezina; Seger, Beat Forster; Hirschi, Julien Vauclair; Di Pietro, Martin Plüss, Della Rossa; Romano Lemm, Jeannin, Adrian Wichser; Rüthemann, Thomas Ziegler, Paterlini; Patrick Fischer, Conne, Jenni.

Bemerkungen:

Schweiz ohne Bührer (überzählig).

Schüsse: Finnland 37 (11-13-13); Schweiz 24 (6-12-6).

Powerplay-Ausbeute: Finnland 3/5; Schweiz 0/3.

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