Krankenkasse: Wie man 40 Prozent Prämien spart
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Krankenkasse1,1 Millionen Versicherte können ihre Prämien um 40 Prozent senken

Wer zu einer günstigeren Krankenkasse wechselt, zahlt bis zu halb so viel Prämien. Um Geld zu sparen, reicht oft auch schon ein Modellwechsel oder eine Anpassung der Franchise.

von
Barbara Scherer
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Günstigere Krankenkassen können sich lohnen.

Günstigere Krankenkassen können sich lohnen.

20min/Michael Scherrer
Das zeigt eine neue Analyse des Vergleichsdienstes Comparis.

Das zeigt eine neue Analyse des Vergleichsdienstes Comparis.

20min/Michael Scherrer
 1,1 Millionen Versicherte könnten nächstes Jahr bis zu 40 Prozent und mehr bei ihrer Prämie sparen.

1,1 Millionen Versicherte könnten nächstes Jahr bis zu 40 Prozent und mehr bei ihrer Prämie sparen.

20Min/Carole Alkabes

Darum gehts

  • Über 500 Standardversicherte der Helsana im Kanton Luzern könnten bis zu 52 Prozent sparen.

  • Dafür müssen die Betroffenen zu einer anderen Krankenkasse wechseln.

  • Mit einem Krankenkassenwechsel könnten schweizweit bis zu 1,1 Millionen Versicherte Geld sparen.

Durchschnittlich zahlen Schweizerinnen und Schweizer 4159 Franken im Jahr für ihre Krankenkasse. Das ist zu viel: 1,1 Millionen Versicherte könnten nächstes Jahr bis zu 40 Prozent und mehr bei ihrer Prämie sparen, wie eine Analyse des Vergleichsdienstes Comparis zeigt.

Um zu sparen müssten die Betroffenen einfach zu einer der fünf günstigsten Krankenkassen in der eigenen Prämienregion wechseln. Geld sparen lässt sich teilweise auch mit einer Erhöhung der Franchise oder einem Modellwechsel bei der eigenen Kasse.

So könnten 521 Standardversicherte der Helsana im Kanton Luzern bis zu 52 Prozent sparen. Das entspricht 2549,40 Franken für 2022. Dafür müssten sie zum Hausarzt-Modell bei der Krankenkasse CSS in Luzern wechseln, wie Comparis schreibt.

Auch mit minimal Franchise lässt sich sparen

Auch über 100’000 Erwachsene mit der minimalen Franchise von 300 Franken könnten 2022 durch einen Wechsel der Versicherung und des Modells zwischen 20 bis 30 Prozent sparen. Am meisten sparen dabei Versicherte mit einer 300-Franken-Franchise im Kanton Waadt.

Dort müssten 171 Versicherte in einem Standardmodell ohne Unfallversicherung bei der Versicherung Sanitas zur Kasse Assura wechseln. Im HMO-Modell, also bei Nutzung von Gruppenpraxis, zahlen sie jährlich 34 Prozent weniger. Das entspricht 2379,60 Franken.

Wechsel ist nicht immer zu empfehlen

Ein Krankenkassen- oder Modellwechsel kann sich finanziell also stark lohnen. Doch günstig ist nicht immer gut, im Sinne einer perfekten Servicequalität, merkt Comparis an. So biete die Grundversicherung meist die gleichen Leistungen, doch die Dienstleistungsqualität unterscheide sich oft.

Gerade günstige Kassen lassen ihre Versicherten die Rechnungen für medizinische Behandlungen vorschiessen: «Wer knapp bei Kasse ist und hohe medizinische Kosten hat, sollte sich deshalb unbedingt vor einem Kassenwechsel bezüglich der Abrechnungsmodalitäten erkundigen», sagt Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly.

Corona-Folgen noch unklar

Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die Gesundheitskosten und damit auf die Prämien der Versicherten hat, ist laut dem Bundesamt für Gesundheit noch nicht abzusehen. Der Bundesrat will Ende 2022 einen Bericht dazu veröffentlichen.

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