Aktualisiert 11.03.2014 22:30

Betrügerbande1,3 Millionen Franken Falschgeld beschlagnahmt

Mit einem Geldwechselbetrug wollte eine Bande einen Schweizer Autohändler über den Tisch ziehen. Die Polizei konnte die Betrüger aber noch vor der Übergabe festnehmen.

Die Täter machten dem Autohändler ein Angebot für einen Oldtimer, wollten eine Anzahlung für ein weiteres Auto tätigen und schlugen zudem ein Devisengeschäft vor.

Die Täter machten dem Autohändler ein Angebot für einen Oldtimer, wollten eine Anzahlung für ein weiteres Auto tätigen und schlugen zudem ein Devisengeschäft vor.

Die international tätige Bande täuschte einem Schweizer Autohändler vor, ihm einen Oldtimer abkaufen zu wollen, den er im Internet inseriert hatte. Für die Summe von total 1,3 Millionen Franken sollten die Käufer das Auto bar bezahlen, für ein weiteres Fahrzeug eine Anzahlung leisten und ein Geldwechselgeschäft tätigen.

Anfang Juli 2013 trafen sich die Kaufinteressenten mit dem Verkäufer in einem Zürcher Lokal. Ihm wurde eine Mappe mit Falschgeld-Bündeln gezeigt. Daraufhin sollte der Autoverkäufer seinerseits 480'000 Franken für das Wechselgeschäft vorzeigen.

Zur Übergabe kam es jedoch nicht, denn die vorgängig eingeschaltete Polizei nahm die zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 30 und 48 Jahren aus Mazedonien, Italien und Rumänien fest. Zudem wurden über 1,3 Millionen Franken Falschgeld sichergestellt.

Ein weiterer Betrug mit einem Sportwagen

Dem Trio wird auch ein Betrug von Ende Mai 2013 in Zürich angelastet. Ein ebenfalls im Internet angebotener Sportwagen erregte das Interesse der Bande. Dabei sollte wiederum ein Wechselgeschäft stattfinden, bei welchem der Verkäufer 20'000 Franken Gewinn machen sollte.

Beim Treffen wurde der Verkäufer auf die Rückbank eines Fahrzeuges gebeten, wo er das Geld zur Prüfung aushändigen musste. Der Täter stieg daraufhin aus dem Fahrzeug und rannte mit dem Bargeld in der Höhe von 75'000 Franken zu einem wartenden Fluchtfahrzeug.

Phänomen Rip-Deal

Die geschilderten Vorgehen sind gemäss Mitteilung in der Schweiz seit Ende der 1990er-Jahre unter dem Phänomen Rip-Deal oder Geldwechselbetrug bekannt. Die potenziellen Opfer sind oft Verkäufer von Immobilien oder Fahrzeugen sowie Uhren- und Schmuckhändler, welche von den Tätern aufgrund von Inseraten kontaktiert werden. (sda)

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