Schneesturm: 1,3 Millionen US-Amerikaner müssen zittern
Aktualisiert

Schneesturm1,3 Millionen US-Amerikaner müssen zittern

Viele Menschen im Mittleren Westen der USA werden noch längere Zeit unter den Folgen des schweren Schneesturms der vergangenen Tage leiden.

Rund 1,3 Millionen Menschen in den Staaten Missouri, Kentucky und Ohio sowie auch in Arkansas und West Virginia waren am Freitag immer noch ohne Strom. Die Elektrizitätsgesellschaften räumten ein, dass die Versorgung frühestens am Samstag, in den schlimmsten Fällen sogar erst Mitte Februar wieder hergestellt werden könne. Die Zahl der Toten infolge der Unwetter stieg derweil auf 27.

Notunterkünfte gut frequentiert

Viele Menschen haben angesichts der eisigen Temperaturen in einer von hunderten Notunterkünften Schutz gesucht, andere behelfen sich mit Heizlüftern oder wärmen sich am offenen Feuer. Rettungskräfte äusserten die Befürchtung, dass bei unsachgemässer Nutzung von Generatoren Kohlenmonoxid-Vergiftungen drohten. Einige Gemeinden rieten ihren Bewohnern, sich einen Vorrat an Trinkwasser zuzulegen, weil es aufgrund der Stromausfälle zu Versorgungsengpässen kommen könne.

Polizisten und Freiwillige gingen in vielen Orten von Tür zu Tür, um nach älteren Menschen und Behinderten zu sehen und mitzuteilen, wo sich Notunterkünfte befinden. Hotels in Kentucky, die wegen der Stromausfälle Zimmer zu Rabattpreisen anboten, waren voll belegt mit Menschen aus betroffenen Vierteln. Jene, die zu Hause ausharrten, reihten sich in lange Warteschlangen ein, um Generatoren und Vorräte an Brennholz, Lebensmitteln und Trinkwasser zu kaufen. Eine Bewohnerin der Ortschaft Mayfield äusserte sich entnervt: «Bis man von einem Laden hört, der geöffnet hat, sind ihm die Waren schon wieder ausgegangen, wenn man dort ankommt», sagte Miranda Brittan. (dapd)

Deine Meinung