Hohe Prämien: 1,3 Millionen wollen die Kasse wechseln
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Hohe Prämien1,3 Millionen wollen die Kasse wechseln

Fast jeder fünfte Versicherte dürfte dieses Jahr die Krankenkasse wechseln. Das sind etwa 50 Prozent mehr Krankenkassenwechsel als noch letztes Jahr. Grund sind die starken Prämienerhöhungen.

von
mlu

Je nach Franchise, Wohnort und Alter der Befragten ist die Wechselbereitschaft unterschiedlich gross, wie eine Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch ergab. Befragte mit einer hohen Franchise gaben doppelt so oft an, die Krankenkasse wechseln zu wollen wie jene mit einer Standardfranchise. Grund dürfte auch hier die überdurchschnittliche Erhöhung der Prämien bei hohen Franchisen sein: Für Personen mit einer Franchise von 2000 Franken steigen die Prämien im Schnitt um über 20 Prozent, für Erwachsene mit einer Standardfranchise von 300 Franken um 8,7 Prozent.

Zwischen den Landesteilen zeigen sich erhebliche Unterschiede: Am meisten Personen wollen in der Westschweiz ihre Krankenkasse wechseln, am wenigsten sind es im Tessin.

Jüngere Menschen wechseln eher

Und auch das Alter spielt eine Rolle. Je jünger die Versicherten sind, desto grösser ist ihre Bereitschaft, die Krankenkasse zu wechseln. So gaben 25 Prozent der Befragten zwischen 18 und 25 Jahren an, die Krankenkasse wechseln zu wollen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wechselbereitschaft ab. Bei den 56- bis 65-Jährigen gaben noch 7 Prozent der Befragten an, sich eine neue Krankenkasse suchen zu wollen.

Dass dieses Jahr deutlich mehr Versicherte als im Vorjahr die Krankenkasse wechseln wollen, zeige auch, dass der Wettbewerb funktioniere, sagt Richard Eisler, Geschäftsführer von comparis.ch. «Die Versicherten haben gelernt, den Wettbewerb zu ihren Gunsten zu nutzen und zwingen dadurch die Krankenkassen zu einem haushälterischen Umgang mit den Prämieneinnahmen.»

Der Preis gibt den Ausschlag

Wie wichtig der Preis bei der Entscheidung für einen Wechsel ist, zeigt die Erhebung der Wechselgründe: Rund 70 Prozent der Wechselwilligen gaben an, dass ihr bisheriger Anbieter der obligatorischen Grundversicherung zu teuer ist oder dass sie sie den Prämienaufschlag als zu hoch empfinden. Weit abgeschlagen folgt mit 8 Prozent der schlechte Service der bisherigen Kasse als zweitwichtigster Wechselgrund.

Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Demoscope Ende September und Anfang Oktober bei 1222 Personen in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz durchgeführt. (mlu/sda)

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