Foodwaste: 1,5 Tonnen Adzukobohnen kommen in Rekordzeit weg

Publiziert

Food-WasteMagst du Bohnen? Ein Thuner Geschäft verschenkt sie tonnenweise 

Es gab einen riesigen Hype darum – jetzt bleiben sie liegen. Der Thuner Verein Frischer Fritz rettete tonnenweise Adzukibohnen und verschenkte diese. Aber was sind überhaupt Adzukibohnen?

Zoé Stoller
von
Zoé Stoller
1 / 4
Der Verein Frischer Fritz bleibt auf 1,5 Tonnen Adzukibohnen sitzen.

Der Verein Frischer Fritz bleibt auf 1,5 Tonnen Adzukibohnen sitzen.

Frischer Fritz
Er hatte erst zwei Tonnen von einem Grosshändler gekauft, weil dieser die Bohnen wegwerfen wollte.

Er hatte erst zwei Tonnen von einem Grosshändler gekauft, weil dieser die Bohnen wegwerfen wollte.

Frischer Fritz
Um Food-Waste zu verhindern, sollten sie im Frischer-Fritz-Laden zu einem tieferen Preis verkauft werden. Jetzt verschenkt Frischer Fritz die Adzukibohnen jedoch.

Um Food-Waste zu verhindern, sollten sie im Frischer-Fritz-Laden zu einem tieferen Preis verkauft werden. Jetzt verschenkt Frischer Fritz die Adzukibohnen jedoch.

Frischer Fritz

Darum gehts

  • Adzukibohnen waren vor einigen Jahren im Trend – heute wird ein Grosshändler sie nicht mehr los.

  • Der Verein Frischer Fritz hat diese nun vor dem Food-Waste gerettet. Seit Donnerstag können sie in Thun gratis abgeholt werden.

  • Innerhalb von 24 Stunden waren fast alle Bohnen verteilt.

Eineinhalb Tonnen Adzukibohnen lagen in Thun beim Frischer Fritz und wurden nicht gekauft. Das Lebensmittelgeschäft Frischer Fritz kaufte einem Grosshändler vor einem halben Jahr über zwei Tonnen davon ab, weil die Bohnen sonst im Müll gelandet wären. Der Grosshändler hatte die Bohnen vor der Pandemie ersteigert, als ein grosser Hype um die Hülsenfrüchte herrschte. Mit dem Ausbruch des Coronavirus sank die Anfrage auf null und nahm danach auch nicht mehr zu.

Die Adzukibohnen überschreiten zwar demnächst das Haltbarkeitsdatum, sind jedoch trocken gelagert jahrelang haltbar. Weil beim Frischer Fritz eine grosse Menge der Bohnen bisher nicht verkauft wurde, werden sie jetzt verschenkt. «Zwei Tonnen sind extrem viel. Es war eigentlich klar, dass wir nicht alle Adzukibohnen in kurzer Zeit verkaufen würden», sagt  Sandra Kissling, die Präsidentin von Frischer Fritz. Das sei jeweils das Risiko, wenn man Händlern grosse Mengen an Nahrungsmitteln abkaufe, die sonst auf dem Müll landen würden.

Magst du Adzukibohnen?

«Noch die nächsten zehn Jahre haltbar»

«Unser Ziel ist es letztlich, Food-Waste zu verhindern. Es ist zwar schade, dass wir die Bohnen nicht verkaufen konnten, aber wir wollen einfach um jeden Preis, dass wir sie nicht wegwerfen müssen», sagt sie weiter. Zahlreiche Interessierte hätten sich bereits einen 25-Kilogramm-Sack reserviert. 24 Stunden nach Beginn der Aktion wurden bereits fast alle Bohnen abgeholt. «Ich glaube, es kommen alle Säcke weg», sagt Kissling zu «Bärntoday» am Donnerstag. 

Adzukibohnen? Noch nie gehört!

Adzukibohnen sind mit den hierzulande bekannteren Mungobohnen verwandt und schmecken leicht nussig und süsslich. Sie kommen ursprünglich aus Asien und enthalten viel Eiweiss, Vitamine und Mineralstoffe. Wie Mungobohnen lassen sich aus ihnen Sprossen ziehen. Für Salate, Curry- oder Suppengerichte eignen sie sich auch gut, in Asien werden sie oft zu Mehl verarbeitet oder als Bohnenpaste in Süssspeisen wie Daifuku, eine Art Mochi, verwendet. Es sei wichtig, die Hülsenfrüchte in einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Raum aufzubewahren. «Dann sind sie wahrscheinlich noch die nächsten zehn Jahre haltbar», sagt die Präsidentin.  

Aktivier jetzt den Bern-Push!

Nur mit dem Bern-Push von 20 Minuten bekommst du die aktuellsten News aus der Region Bern, Freiburg, Solothurn und Wallis blitzschnell auf dein Handy geliefert.

Und so gehts: In der 20-Minuten-App tippst du rechts oben auf «Cockpit». Dort auf «Mitteilungen» und dann «Weiter». Dann markierst du bei den Regionen «Bern», tippst noch einmal «Weiter» und dann «Bestätigen». Voilà!

Wir sind auch auf Instagram. Folg uns für Posts, Storys und Gewinnspiele aus der Region – und schick uns deine Bilder und Inputs: 20 Minuten Region Bern.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

14 Kommentare