«Wir sind unglaublich dankbar» – 1,8 Tonnen Käse in nur zwei Tagen vor dem Abfall gerettet
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«Wir sind unglaublich dankbar»1,8 Tonnen Käse in nur zwei Tagen vor dem Abfall gerettet

Weil der Käseteig nicht perfekt war, konnten das Älpler-Paar Sulliger 180 Käsestücke nicht verkaufen. Auf Social Media versuchten die beiden Abnehmer zu finden. Mit Erfolg.

von
Céline Meisel
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Sie konnten eine Existenzkrise gerade noch abwenden: Die Familie Sulliger hätte fast 1,8 Tonnen Käse wegschmeissen müssen. 

Sie konnten eine Existenzkrise gerade noch abwenden: Die Familie Sulliger hätte fast 1,8 Tonnen Käse wegschmeissen müssen.

Jessica Sulliger
Auf Facebook suchte das Pärchen Abnehmerinnen und Abnehmer. 

Auf Facebook suchte das Pärchen Abnehmerinnen und Abnehmer.

Jessica Sulliger
Mit Erfolg, der Käse wurde innerhalb von zwei Tagen restlos ausverkauft. 

Mit Erfolg, der Käse wurde innerhalb von zwei Tagen restlos ausverkauft.

Jessica Sulliger

Darum gehts

  • Weil im Alpkäse der Familie Sulliger Querrisse im Teig festgestellt wurden, weigerte sich der Zwischenhändler, das Produkt abzunehmen.

  • Aus diesem Grund suchten die beiden über Social Media Abnehmerinnen und Abnehmer.

  • Innerhalb von zwei Tagen konnte der Käse restlos verkauft werden.

Weil beim Alpkäse von Jessice und Viktor Sulliger aus Saanenmöser Querrisse im Teig festgestellt wurden, wollte der Zwischenhändler das Produkt nicht weiterverkaufen. Das, obwohl der Käse für Geschmack und Aussehen bei den Alpkäse-Meisterschaften die volle Punktzahl erreichte. Um die 180 Käselaibe nicht wegschmeissen zu müssen, suchten die beiden Abnehmerinnen und Abnehmer auf Facebook. Mit Erfolg: Zwei Tage nach dem Artikel von 20 Minuten war der Käse restlos ausverkauft. «Wir sind den Bestellungen gar nicht mehr nachgekommen, das Handy meines Mannes läutete ununterbrochen», sagt Jessica Sulliger. «Am Anfang hatten wir gar keine Chance, allen zu antworten.» Im Moment arbeiten die beiden die Bestellungen ab.

Dass der Käse innerhalb so kurzer Zeit verkauft werden würde, hat die 29-Jährige nicht erwartet. «Wir dachten uns: Da werden wir wohl ein paar Bestellungen bekommen, nichts Grosses», so Sulliger. Dass es dann wirklich so viele Interessenten und Interessentinnen gab, hat die Älplerin sehr überrascht: «Der Käse ging weg wie warme Weggli. Und die meisten kauften sogar ganze Laibe.»

Verkauft wurde das Kilo für 13 Franken. «Einige wollten aber den Originalpreis von 18 Franken zahlen, andere sogar 20 Franken. Das ist wirklich mega schön», erzählt die Älplerin. Der Ansturm auf den Hof war nicht nur online gross, auch vor Ort. «Kunden, denen wir nicht gleich antworten konnten, kamen vorbei und wollten gleich in Person ihre Bestellung abgeben. Viele von ihnen nahmen dann schlussendlich noch mehr Käse mit als ursprünglich bestellt.»

Der Käse, der es bei Alpkäse-Meisterschaften schon mehrmals in die Top Ten schaffte, kommt gut an: «Wir haben bereits viele Rückmeldungen bekommen, dass der Käse geschmacklich wirklich top ist. Das freut uns natürlich besonders.» Die Saison und das Geschäft seien so gerettet.

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