Zürich: 1. Mai: «Komitee macht, was es will»
Aktualisiert

Zürich1. Mai: «Komitee macht, was es will»

Das 1.-Mai-Komitee hält sich nicht an die Auflagen der Stadt – es gab gestern bekannt, man starte das Fest bereits um 14 Uhr und nicht wie bewilligt um 20 Uhr.

von
rom

«Absolut jenseits», sagt SVP-Fraktionschef Mauro Tuena, «das Komitee macht, was es will.» Dabei habe sich selbst das Parlament dafür ausgesprochen, Fest und Umzug zu trennen. «Jetzt soll das Komitee die Kosten für einen allfälligen Polizeieinsatz tragen», fordert Tuena.

Komitee-Sprecherin Anna Klieber hält fest: «Das Fest hat nichts mit der Nachdemo zu tun, daher akzeptieren wir auch die Begründung der Stadt nicht, wonach der Beginn um 14 Uhr Krawalle begünstigt.» SP, Grüne und AL stellen sich hinter diesen Entscheid: «Wir waren uns schnell einig», sagt SP-Co-Präsidentin Beatrice Reimann. Dem Komitee blüht nun laut Reto Casanova, Sprecher des städtischen Polizeidepartements, eine Anzeige – die Busse dürfte wie letztes Jahr ein paar Hundert Franken betragen. «Das nehmen wir in Kauf», sagt Klieber, «notfalls fragen wir die Parteien um ­finanzielle Hilfe an.»

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