1.-August-Kundgebung gegen Rechte sorgt für rote Köpfe
Aktualisiert

1.-August-Kundgebung gegen Rechte sorgt für rote Köpfe

Am 1. August demonstrieren Linke in Luzern gegen Rechtsextremismus. Dass die Stadt die Kundgebung bewilligt hat, gefällt nicht allen.

Den Grünen Berner Politiker Daniele Jenni (56) freuts: Nachdem seinem «Bündnis für ein buntes Brunnen»

ein Demoverbot in Brunnen verhängt worden war, genehmigte die Gewerbepolizei am vergangenen Freitag die 1.-August-Kundgebung durch Luzerns Innenstadt. An der Demonstration «Nationalisten sind begrenzt – abolish the borders» werden gut 800 Personen erwartet. Ausschreitungen wie am 1. Mai auf der Seebrücke befürchtet Jenni nicht: «Wir haben vereinbart, dass die Polizei auf Distanz geht.» Genau das beunruhigt SVP-Mann Rolf Hermetschweiler. Die Polizei müsse dafür sorgen, dass die Demonstration ohne Schäden vonstatten gehe. Jan Werfeli, Co-Vorsitzender der Rechts-Partei Pnos, hält die antifaschistische Kundgebung für lächerlich: «Unglaublich, wir werden unterdrückt, und sie können machen, was ihnen passt.»

Anders argumentiert Kurt H. Illi, Präsident der City-Vereinigung Luzern. «Für eine Touristenstadt wie Luzern sind solche Aufmärsche nicht förderlich.» Die ausländischen Gäste würden den Kopf darüber schütteln, denn: «Im Ausland gilt die Schweiz als heile Welt.»

(ewi)

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