1.-Mai-Demo: Vorwurf der willkürlichen Verhaftung
Aktualisiert

1.-Mai-Demo: Vorwurf der willkürlichen Verhaftung

Nach der Demo vom 1. Mai erhebt ein Luzerner Politiker Vorwürfe gegen die Polizei. Diese habe willkürlich Unbeteiligte verhaftet. «Das stimmt nicht», entgegnet Kommandant Pius Segmüller.

An der unbewilligten

1.-Mai-Demo der Autonomen wurden 43 Personen abgeführt (20 Minuten berichtete). Unter ihnen war auch Andreas Schönbächler, Präsident der Jungen Grünen Luzern: «Ich stand kurz vor 14 Uhr unter den unbeteiligten Passanten und rief dreimal ‹Eins, zwei, drei – lasst die Leute frei›.» Der 26-Jährige wurde festgenommen und mit Blaulicht zum Verhör gefahren. «Ich wurde behandelt wie ein Schwerverbrecher und erst um halb sieben wieder freigelassen», beklagt sich der Politiker. Jetzt will er im grossen Stadtrat einen Vorstoss machen. Schönbächler: «Über die Verhältnismässigkeit von Polizeieinsätzen muss endlich diskutiert werden.»

Kommandant und Einsatzleiter Pius Segmüller weist die Vorwürfe zurück: «Wir haben niemanden willkürlich verhaftet.» Er erklärt: «Zum Schutz der Passanten mussten wir auch Leute abführen, welche die Menge mit Worten anheizten.»

Während sich die Linken in Luzern zur Demo trafen, marschierten in Solothurn fast 120 Rechtsextreme auf. Die Polizei nahm 46 Personen fest, etliche von ihnen aus der Innerschweiz.

(ewi)

Zehn Velos landeten in der Reuss

«An der unbewilligten Demonstration am 1. Mai ist es doch zu Sachbeschädigungen gekommen», sagt der Luzerner Claudio R. Autonome hätten mehrere Velos in der Reuss versenkt.

Tatsächlich: Gestern zog die Wasserpolizei Luzern an der Bahnhofstrasse zehn Fahrräder aus der Reuss. «Sonst sind es an einem Montag etwa zwei bis drei Velos», so Polizist Henry Müller.

Ob die Fahrräder von Autonomen versenkt wurden, wurde nicht bestätigt.

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