1.-Mai-Mob plünderte jüdisches Modegeschäft
Aktualisiert

1.-Mai-Mob plünderte jüdisches Modegeschäft

Kurz vor 15 Uhr kam es in Zürich an der Ecke Lang-/Badenerstrasse zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei. Petarden, Steine und Tränengas kamen zum Einsatz. Der Zorn des Mobs entlud sich im Kreis 4 an einer ZKB-Filiale und dem jüdischen Modegeschäft Rubinfeld.

An der Nachdemonstration am 1. Mai in Zürich ist es zu Scharmützeln zwischen Linksautonomen und Polizei gekommen. Die Linksautonomen griffen mit Steinen, Petarden und Flaschen an. Die Polizei konterte mit Tränengas und Gummischrot.

Nach dem offiziellen 1.-Mai-Umzug und der Schlusskundgebung auf dem Zürcher Helvetiaplatz formierte sich eine Nachdemonstration. An der unbewilligten Demo beteiligten sich etwa 600 jugendliche Linksautonome. Viele waren schwarz gekleidet und vermummt.

Etwa nach einer Stunde kam es auf der Langstrasse zur ersten Konfrontation zwischen Linksautonomen und Polizei. Die Aggressionen gingen von den Jugendlichen aus. Dabei flogen Steine, Petarden, Flaschen und Abfallkübel. Bei den Randalen wurden auch eine Filiale der Zürcher Kantonalbank und das jüdische Modegeschäft Rubinfeld beschädigt.

Die Polizei beschränkte sich weitgehend auf die Kontrolle der Situation. Auf die Angriffe der Linksautonomen reagierte sie mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Gummischrot. Eine Strategie der Polizei war, die Strassen in die Innenstadt abzuriegeln.

Im Laufe des Nachmittags beruhigte sich die Situation. Regelmässig gab es aber Gruppen von Autonomen, die die Polizei provozierten und sich dann auf dem Kanzleiareal zurückzogen.

Die Nachdemonstration forderte auch Verletzte. Wieviele und auf welcher Seite, war zunächst aber nicht bekannt, wie eine Sprecherin der Zürcher Stadtpolizei auf Anfrage sagte. Ausserdem nahm die Polizei Demonstranten fest. Die Zahl ist noch unklar (sda)

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