Aktualisiert 03.05.2006 15:04

1. Mai: Passanten verhindern Plünderungen in Zürich

Dem Eingreifen beherzter Zürcher ist es zu verdanken, dass Chaoten an den 1.-Mai-Krawallen nicht noch mehr Schaden anrichteten.

Die gewaltbereiten Demonstranten richteten an den schweren Krawalle am 1. Mai rund um den Helvetiaplatz in Zürich einen Sachschaden von schätzungsweise 100 000 Franken an Gebäuden und Fahrzeugen an, wie die Stadtpolizei mitteilte. Unter anderem plünderten sie zwei Filialen des jüdischen Textilgeschäfts Rubinfeld. Allerdings glaubt eine Verkäuferin des Geschäfts nicht an eine antisemitische Aktion: «Die Demonstranten wollten ziellos zerstören», erklärte sie gegenüber dem «Tages Anzeiger». Auch bei einem weiteren Kleider- und Plattenladen an der Langstrasse ging ein Schaufenster zu Bruch. Als die Chaoten jedoch einsteigen wollten, wurden sie von Passanten daran gehindert. Die beherzten Zürcher nahmen dafür sogar eine Schlägerei mit den verhinderten Plünderern in Kauf.

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