Flug SK4700: 1 Minute zu spät – alle Passagiere in Quarantäne
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Flug SK47001 Minute zu spät – alle Passagiere in Quarantäne

Flug SK4700 landete sogar früher als geplant in Oslo, war aber trotzdem um eine Minute zu spät. Die Quarantäne-Pflicht setzte um Mitternacht ein.

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Eine Minute fehlte einer SAS-Maschine um die Quarantäne zu umgehen.

Eine Minute fehlte einer SAS-Maschine um die Quarantäne zu umgehen.

Der Flug landete um 00:01 in Oslo.

Der Flug landete um 00:01 in Oslo.

Um Punkt Mitternacht trat in Norwegen eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Reisenden aus der «roten Zone» in Kraft.

Um Punkt Mitternacht trat in Norwegen eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Reisenden aus der «roten Zone» in Kraft.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Wegen einer Minute müssen 158 Passagiere in Norwegen in Quarantäne.
  • Der Flieger landete kurz nach der Einführung der Quarantänepflicht für Frankreich-Reisende.
  • Die Insassen müssen nun 10 Tage in Quarantäne.

Als die Boeing 737 der Scandinavian Airlines am Freitagabend pünktlich um 21.15 Uhr in Nizza auf die Startbahn rollte, waren die 158 Passagiere an Bord noch guter Dinge. Nach einer Verzögerung von sechs kostbaren Minuten hob Flug SK4700 schliesslich in Richtung Oslo ab.

In der Luft schafften es die Piloten sogar noch, die anfängliche Verspätung aufzuholen und sogar wertvolle Zeit gutzumachen. Anstatt um 0.10 Uhr, setzte die Maschine offiziell um 0 Uhr 0 Minuten und wenige Sekunden auf dem Osloer Airport auf – und war damit trotz zu früher Ankunft zu spät.

Das hatte für alle 158 Passagiere an Bord Konsequenzen. Um Punkt Mitternacht trat in Norwegen eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Reisenden aus der «roten Zone» in Kraft. Dazu gehört neben grossen Teilen Schwedens auch Tschechien, die Schweiz, der gesamte Balkan, Spanien und eben auch Frankreich.

Passagiere dachten sie hätten es geschafft

Hätte der Flieger bereits um 23.59 Uhr norwegischen Boden berührt, dann hätten sich die Passagiere die Quarantäne ersparen können. Wie das «Dagbladet» berichtet, entfachte dieser Umstand eine hitzige Debatte in der norwegischen Politik, an deren Ende allerdings eine schlechte Nachricht wartete. Man einigte sich darauf, dass die Massnahme rechtmässig mit Mitternacht in Kraftgetreten war und man keine Ausnahme davon machen werden. Für die 158 Insassen ein herber Schlag. Sie müssen nun zehn Tage in Quarantäne absitzen.

Besonders ärgerlich: Die Passagiere hatten offenbar aufgrund der verfrühten Landung geglaubt, es noch rechtzeitig geschafft zu haben, und deshalb den Piloten lauten Applaus geschenkt. Erst nach dem Verlassen des Fliegers seien sie über ihre Zwangsquarantäne aufgeklärt worden.

(Heute, fss)

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