Aktualisiert 17.01.2019 15:18

Giftköder10'000 Fr Belohnung für Hinweise zu Hundemörder

Anfang Januar verendete Hund Blacky in Nesslau SG, nachdem er einen Giftköder gefressen hatte. Nun hat ein Tierfreund auf den Hundehasser ein hohes Kopfgeld ausgesetzt.

von
juu
1 / 6
Der 15-jährige Jack-Russell-Terrier der Familie Luginbühl aus Wattwil SG musste am 2. Januar notfallmässig in die Tierklinik Nesslau gebracht werden.

Der 15-jährige Jack-Russell-Terrier der Familie Luginbühl aus Wattwil SG musste am 2. Januar notfallmässig in die Tierklinik Nesslau gebracht werden.

privat
Für Carla Leutenegger von der Tierklinik Nesslau ist der Fall klar: Das Tier hatte einen Giftköder gefressen (Symbolbild).

Für Carla Leutenegger von der Tierklinik Nesslau ist der Fall klar: Das Tier hatte einen Giftköder gefressen (Symbolbild).

iStock/Tuned_in
Blacky verendete drei Tage später qualvoll.

Blacky verendete drei Tage später qualvoll.

privat

«Für mich ist klar, dass es sich hier um eine absichtliche Tat handelt. Jemand hat Schneckenkörner in den Wurststückchen versteckt und so den Tod von Blacky herbeigeführt», sagt Carla Leutenegger von der Tierklinik Nesslau gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt». Der 15-jährige Jack-Russell-Terrier der Familie Luginbühl aus Wattwil SG musste am 2. Januar notfallmässig in die Tierklinik Nesslau gebracht werden, nachdem er ein solches Wurststückchen auf einem Spaziergang gefressen hatte.

Daraufhin habe Blacky einen lange andauernden epileptischen Anfall erlitten. Auch sein verfärbter Kot deutete auf eine Vergiftung hin. Die Familie Luginbühl war gezwungen, ihren Vierbeiner ins künstliche Koma zu versetzen. Nach rund dreitägigem Martyrium verendete der Hund schliesslich am 4. Januar 2019 in der Praxis. Leutenegger bezeichnet die Umstände von Blackys Tod als grauenvoll: «Es ist eine schlimme Vergiftung für einen Hund, ein jämmerliches Zugrundegehen.»

Saftige Belohnung

Kurz nach Publikation des Artikels meldete sich ein anonymer Tierfreund und setzte eine Belohnung von 10'000 Franken aus, um die Öffentlichkeit zu motivieren, nützliche Hinweise mit der Polizei zu teilen. Von der Zeitung auf den grossen Geldbetrag angesprochen sagte der Hundeliebhaber: «Ich glaube einfach nicht, dass man mit 300 Franken gleich weit kommt und möchte unbedingt ein Zeichen setzen.» Der Mann will nicht, dass sein Name in der Öffentlichkeit bekannt wird, die Kantonspolizei St. Gallen kennt aber seine Identität.

Doch welcher Hinweis ist 10'000 Franken wert? Laut Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen, kann man das pauschal nicht sagen. Sollten die Ermittlungen aber zu einer Bestrafung oder Verurteilung eines Beschuldigten führen, könne man aufschlüsseln, welcher Hinweis letztlich zu diesem Ergebnis geführt habe. Doch trotz der Belohnung wird der Ermittlungsprozess Zeit brauchen: «Erhalten wir Hinweise, gehen wir diesen nach. Führen diese zu einer verdächtigen Person, tätigen wir die nötigen Ermittlungen und rapportieren das Ergebnis an die Staatsanwaltschaft, der die rechtliche Beurteilung obliegt», so Rezzoli gegenüber der Zeitung.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.