Automatisches Bezahlen: 10'000 Franken pro Self-Scanning-Kasse
Aktualisiert

Automatisches Bezahlen10'000 Franken pro Self-Scanning-Kasse

Ein SP-Politiker aus Genf will mit einer Steuer den Arbeitsplatz-Abbau im Detailhandel verhindern. Das Geld sollen jene erhalten, die nur Kassierer beschäftigen.

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lz
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10'000 Franken monatlich sollen Detailhändler pro Self-Scanning-Kasse zahlen.

10'000 Franken monatlich sollen Detailhändler pro Self-Scanning-Kasse zahlen.

Keystone/Christian Beutler
Das fordert Roger Deneys (SP), Mitglied des Grossen Rats in Genf, wie der Radiosender One FM berichtet. Deneys möchte, dass die Self-Scanning-Kassen die Geschäfte genau so teuer zu stehen kommen wie reguläre Angestellte.

Das fordert Roger Deneys (SP), Mitglied des Grossen Rats in Genf, wie der Radiosender One FM berichtet. Deneys möchte, dass die Self-Scanning-Kassen die Geschäfte genau so teuer zu stehen kommen wie reguläre Angestellte.

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Das Geld solle aber nicht einfach in die Staatskasse fliessen. «Es soll in die Läden investiert werden, die keine automatischen Kassen betreiben», sagt Deneys.

Das Geld solle aber nicht einfach in die Staatskasse fliessen. «Es soll in die Läden investiert werden, die keine automatischen Kassen betreiben», sagt Deneys.

Keystone/Christian Beutler

10'000 Franken monatlich, ungefähr zwei Kassiererlöhne, sollen Detailhändler für jede Self-Scanning Kasse berappen. Dies fordert Roger Deneys (SP), Mitglied des Grossen Rats in Genf, wie der Radiosender One FM berichtet. Deneys möchte, dass die Self-Scanning-Kassen die Geschäfte genau so teuer zu stehen kommen wie reguläre Angestellte.

Das Geld solle aber nicht einfach in die Staatskasse fliessen. «Es soll in die Läden investiert werden, die keine automatischen Kassen betreiben», sagt Deneys.

Schon 200 Migros mit Self-Scanning

Schweizweit sind schon etwa 200 der 600 Migros-Filialen mit Self-Scanning-Stationen ausgestattet, wie die Westschweizer Zeitung «Le Courrier» berichtete. Dem Kunden sollen sie Zeit und Mühe ersparen, laut den Gewerkschaften dienen die automatischen Kassen aber vor allem dazu, Arbeitsplätze zu ersetzen. Die Migros beispielsweise habe in den letzten vier Jahren trotz stabilem Umsatz Personalreduktionen vorgenommen, sagte Jamal Al-Amin, Sekretär der Unia, zu One FM.

«Die automatischen Kassen sind nicht der Grund für den Personalabbau», sagt Tristan Cerf, Sprecher der Migros Westschweiz, zu «Le Courrier». Laut Cerf ist der Einkaufstourismus dafür verantwortlich.

Auch sei eine völlige Umstellung auf Self-Service-Kassen aus Sicht der Migros gar nicht wünschenswert. «Es sollten maximal 25 Prozent des Umsatzes über dieses System laufen, darüber hinaus wird es kontraproduktiv», sagt der Sprecher. Die völlige Automatisation sei in Zukunft nicht angedacht.

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