Aathalstrasse gesperrt: 10'000 Haushalte in Uster ohne Wasser
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Aathalstrasse gesperrt10'000 Haushalte in Uster ohne Wasser

Wer in Uster eine Dusche nehmen wollte, erlebte am Dienstagabend eine unschöne Überraschung: Die Wasserleitungen blieben wegen eines Rohrbruchs trocken. Das Spital wäre bereit gewesen, die Nottanks anzuschliessen.

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jam/kub/fum

Sie nennt sich die «Stadt am Wasser». Doch einige Bewohner Usters sassen am Dienstagabend urplötzlich auf dem Trockenen. Nach einem Wasserrohrbruch an der Aathalstrasse floss kein Wasser mehr. Betroffen war die Hälfte aller Haushaltungen in ganz Uster – die Stadt spricht von rund 10 000 Haushalten. Häuser im Stadtzentrum, in Kirchuster, Nossikon und Oberuster blieben sechs Stunden ohne Wasser. Die Störung hielt bis 2 Uhr an, wie die Sicherheits- und Verkehrspolizei Uster in einer Mitteilung schrieb. Bereits kurz vor 2 Uhr meldeten Leser-Reporter, dass das Wasser wieder fliesse. Die Reparaturarbeiten dauern allerdings länger als ursprünglich angenommen, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung. Deshalb bleibt die Aathalstrasse zwischen Sulzbacherstrasse und Steigstrasse voraussichtlich bis Freitag gesperrt. Eine Umleitung sei signalisiert.

«Ich bin gerade nach Hause gekommen und wollte eine Dusche nehmen, da habe ich gemerkt, dass kein Wasser fliesst», erzählte eine Leser-Reporterin. Betroffen war auch Nadia Berisha. Die Leser-Reporterin war am Abend gerade zu Besuch bei ihren Eltern und hat den Wasserrohrbruch hautnah miterlebt: «Ein Feuerwehrmann hat mir gesagt, dass es sicher noch bis 23 Uhr dauern kann, bis das Loch gestopft ist», erzählte sie. Es habe ziemlich dramatisch ausgesehen, wie das Wasser den Asphalt der Strasse angehoben habe. Betroffen seien mehrere Strassen rund um die Aathalstrasse gewesen. Der Rohrbruch soll sich bereits gegen 19.30 Uhr ereignet haben.

Auch Spital betroffen

Ein Leserreporter berichtete, es herrsche beinahe «Notstand». Grosse Teile Oberusters seien durch den Rohrbruch vom Wassernetz abgetrennt. Als das Wasser gegen 2 Uhr wieder floss, wurde aufgeatmet: «Wow, wir haben beinahe 6 Stunden ohne fliessendes Wasser überlebt», schrieb ein Leserreporter.

Glück im Unglück hatte das Spital Uster. Die Klinik war zwar auch betroffen, da sich der Rohrbruch aber nicht im Hochbetrieb ereignete, fiel der Wassermangel weniger ins Gewicht. Spitaldirektor Andreas Mühlemann erklärt auf Anfrage von 20 Minuten Online, dass man zum Trinken Mineralwasser bereitgestellt habe.

Man sei jederzeit bereit gewesen, die beiden Nottanks mit einem Fassungsvermögen von 125'000 Litern Wasser an die Leitungen anzuschliessen. Dies sei letztlich aber nicht nötig gewesen. Für die kritischen Bereiche wie die Operations-Säle werde ohnehin steriles Wasser verwendet, so Mühlemann.

Was genau zum Wasserrohrbruch geführt hat, sei zur Zeit noch unklar, so die Polizei.

Hier platzte die Wasserleitung:

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