Erneuter Zuwachs: 10'200 Grenzgänger mehr in der Schweiz
Aktualisiert

Erneuter Zuwachs10'200 Grenzgänger mehr in der Schweiz

Ende 2013 haben rund 300'000 Grenzgänger in der Schweiz gearbeitet. Davon hatte über die Hälfte ihren Wohnsitz in Frankreich. Die meisten waren im Dienstleistungsbereich tätig.

von
kko

Im vergangenen Jahr hat die Anzahl der in der Schweiz tätigen ausländischen Grenzgänger im Vergleich zum Vorjahr zugenommen – um 10'200 Personen respektive um 3,8 Prozent. Damit liegt das Wachstum unter jenem von 2012 (+6 Prozent), teilte das Bundesamt für Statistik heute mit.

Insgesamt waren Ende 2013 in der Schweiz 278'500 Grenzgänger erwerbstätig. Davon waren 64,2 Prozent Männer und 35,8 Prozent Frauen.

Weiter zeigt die Grenzgängerstatistik, dass über die Hälfte aus Frankreich (52,4 Prozent) kommt. 23,7 Prozent der Grenzgänger wohnen in Italien und 20,5 Prozent in Deutschland. Ein geringer Anteil stammt aus Österreich (2,9 Prozent) oder anderen Staaten (0,5 Prozent).

Die meisten arbeiten im Dienstleistungssektor

Etwa vier Fünftel aller Grenzgänger gehen ihrer Arbeit in drei Grossregionen nach: rund ein Drittel in der Genferseeregion (34,7 Prozent), ein Viertel in der Nordwestschweiz (23,5 Prozent) und ein Fünftel im Tessin (21,5 Prozent).

Wenn man die jeweiligen Anteile an den Erwerbstätigen betrachtet, heisst das, beim Genfersee und in der Nordwestschweiz ist jede zehnte erwerbstätige Person ein Grenzgänger, im Tessin sogar jede vierte. Dabei arbeiten die meisten (61 Prozent) im Dienstleistungsbereich. In der Industrie sind 38,2 Prozent tätig, 0,7 Prozent in der Landwirtschaft.

Fast 30 Prozent mehr Grenzgänger als 2008

In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl von Grenzgängern um 28,7 Prozent gewachsen. Im Jahr 2008 waren es noch 216'400 Personen, die in der Schweiz arbeiteten und ihren Wohnsitz im Ausland hatten.

Im Vergleich zur Gesamtzunahme von 28,7 Prozent steigerten sich die Zahlen in drei Berufsgruppen in den letzten fünf Jahren überdurchschnittlich: Bürokräfte und verwandte Berufe (+72,5 Prozent), Hilfsarbeiterkräfte (+56,2 Prozent) und Führungskräfte (+40,1 Prozent).

Grenzgänger (17,9 Prozent) sind deutlich häufiger als Hilfsarbeitskräfte tätig als die übrigen Erwerbstätigen (3,7 Prozent) und üben tendenziell weniger gut qualifizierte Berufe aus.

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