Rezession verhindern: 10-Billionen-Schuld ist keine Priorität für Obama
Aktualisiert

Rezession verhindern10-Billionen-Schuld ist keine Priorität für Obama

Das Haushaltsdefizit der USA bereit dem künftigen Präsidenten Barack Obama keine so grosse Sorge wie die Gefahr einer Rezession.

Letztere müsse unbedingt vermieden werden, während die Verschuldung vorerst keine so hohe Priorität geniessen könne, sagte der demokratische Politiker am Sonntag dem Sender CBS in seinem ersten Fernsehinterview seit seinem Wahlsieg. So sei noch nicht genug unternommen worden, um die in Not geratenen Eigenheimbesitzer vor einer Zwangsräumung zu schützen.

Einige Analysten haben das Staatsdefizit der USA als Ursache für die derzeitige Finanzkrise bezeichnet. Obama erklärte jedoch, die Amerikaner sollten sich darüber in den kommenden zwei Jahren keine so grossen Gedanken machen. Wichtiger sei es, die Wirtschaft zu stabilisieren, das Vertrauen der Verbraucher wiederherzustellen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Zwangsversteigerungen von Immobilien verhindern

Notwendig seien dafür Massnahmen, dass die Menschen ihre Häuser und Wohnungen behalten könnten. Ausserdem müsse der wirtschaftlich bedrängten Automobilindustrie geholfen werden, forderte Obama erneut. Hierbei sah es allerdings danach aus, dass die Republikaner im Kongress eine Entscheidung bis zum Amtsantritt Obamas am 20. Januar verzögern könnten.

Sicherheitsteam prioritär

Als weitere Priorität der nächsten Wochen nannte der designierte Präsident die Auswahl seines nationalen Sicherheitsteams. Hier sei ein nahtloser Übergang von der alten zur neuen Regierung unabdingbar. Mit seinem künftigen Sicherheitsteam sowie mit den Streitkräften wolle er gemeinsam Strategien entwickeln, um die US-Truppen im Irak zu reduzieren, die Lage in Afghanistan in den Griff zu bekommen und das Terrornetzwerk Al Kaida «ein für alle Mal auszulöschen». (dapd)

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