Jetzt noch Ausstieg aus Netflix-Serie - 10 Jahre alte Tweets werden Chrissy Teigen zum Verhängnis
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Jetzt noch Ausstieg aus Netflix-Serie10 Jahre alte Tweets werden Chrissy Teigen zum Verhängnis

Vor wenigen Wochen sprangen lukrative Werbepartner ab, nun sagt das Model eine Sprechrolle in «Never Have I Ever» ab. Grund dafür sind beleidigende Tweets gegen Courtney Stodden.

von
Katrin Ofner
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Chrissy Teigen zeigt sich auf Instagram als erfolgreiches Model und Kochbuchautorin, liebende Mutter und Ehefrau. Doch vor zehn Jahren schrieb sie auf Twitter Nachrichten, die ihr nun den guten Ruf kosten könnten.

Chrissy Teigen zeigt sich auf Instagram als erfolgreiches Model und Kochbuchautorin, liebende Mutter und Ehefrau. Doch vor zehn Jahren schrieb sie auf Twitter Nachrichten, die ihr nun den guten Ruf kosten könnten.

Instagram/chrissyteigen
In der Vergangenheit hat die Zweifach-Mutter das amerikanische Model Courtney Stodden massiv gemobbt.

In der Vergangenheit hat die Zweifach-Mutter das amerikanische Model Courtney Stodden massiv gemobbt.

Instagram/courtneyastodden
Sogar zum Suizid geraten habe Teigen ihr, wie die 26-Jährige in einem Interview gegenüber «TMZ.com» vor wenigen Wochen verriet.

Sogar zum Suizid geraten habe Teigen ihr, wie die 26-Jährige in einem Interview gegenüber «TMZ.com» vor wenigen Wochen verriet.

Instagram/chrissyteigen

Darum gehts

  • Chrissy Teigen sollte eine Synchronsprecher-Rolle in der Netflix-Serie «Never Have I Ever» übernehmen. Nun steigt die Kochbuch-Autorin freiwillig aus.

  • In einem kürzlich veröffentlichten Interview sprach US-TV-Persönlichkeit Courtney Stodden (26) nämlich über die beleidigenden Kommentare, die sie von Teigen vor zehn Jahren auf Twitter erhielt.

  • Die 35-Jährige entschuldigte sich zwar öffentlich bei Stodden, doch die Nachwirkungen des Mobbings sind für Teigen deutlich spürbar.

  • Lukrative Werbepartner verlor die zweifache Mutter bereits.

Das Internet vergisst nie. Ein Satz, der Chrissy Teigen nun wohl mehr als deutlich vor Augen geführt wird. Denn alte Tweets der Zweifach-Mutter bringen ihre Karriere und ihren Ruf derzeit in gefährliche Schieflage.

In der zweiten Staffel der Netflix-Serie «Never Have I Ever» hätte die 35-Jährige in einer Folge eine Synchronsprecherinnen-Rolle übernehmen sollen. Daraus wird nun aber nichts. Wie US-Medien unisono berichten, sei Teigen nicht gefeuert worden, sondern ziehe sich freiwillig vom Job zurück. Grund dafür sind die anhaltenden Negativ-Reaktionen auf jene beleidigenden Nachrichten, die sie vor zehn Jahren auf Twitter schrieb und sie als Mobberin erscheinen lassen.

Cyber-Mobbing durch Chrissy Teigen

Das Model hatte Ende März für drei Wochen ihren Twitter-Account pausiert, weil es zu viele negative Kommentare erhielt. «Eine Sache, die ich nicht gelernt habe, ist, wie ich die Negativität ausblenden kann. Ich bin über die Jahre zutiefst verletzt worden und möchte, dass ihr nie vergesst, dass eure Worte zählen», so die Ehefrau von Sänger John Legend (42) auf Twitter. Einer, der dieses Statement sofort sauer aufstiess, war Courtney Stodden. «Als ich gesehen habe, dass Chrissy Teigen Twitter wegen zu viel Negativität und Mobbing verlassen hat, dachte ich nur, wie heuchlerisch das ist. Ich habe so viel Schikane und Mobbing durch sie erfahren, als ich erst 16 Jahre alt war», sagte der amerikanische TV-Star in einem Video, das von TMZ veröffentlicht wurde.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von (Cyber-)Mobbing betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Mobbing (kostenpflichtig)

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Hilfe bei Mobbing, Fachstelle für Schulen und Eltern (kostenpflichtig)

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Im Interview mit dem «Daily Beast» legt die Amerikanerin nach und erklärt, dass Chrissy Teigen ihr vor vielen Jahren Tweets wie «Ich hasse dich» oder sogar Ermutigungen zum Suizid wie «Geh schlafen, für immer» und «Ich kann es kaum erwarten, dass du stirbst» zukommen liess. Als Beweis veröffentlichte Stodden, die mit 16 Jahren für Furore sorgte, als sie den damals 51-Jährigen Schauspieler Dough Hutchinson heiratete, die Tweets aus den Jahren 2011 und 2012 auf ihren Social-Media-Kanälen. Mittlerweile wurden ihre Posts wieder gelöscht.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Suizidgedanken? Oder hast du jemanden durch Suizid verloren?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Teigen entschuldigte sich

Prompt reagierte Chrissy Teigen auf die Vorwürfe und schrieb: «Nicht viele Menschen haben das Glück, vor der ganzen Welt für ihren vergangenen Mist zur Rechenschaft gezogen zu werden. Ich bin beschämt und traurig darüber, wer ich einmal war. Ich war ein unsicherer, Aufmerksamkeits-suchender Troll. Ich schäme mich total für mein Verhalten, aber das ist nichts im Vergleich dazu, wie ich Courtney fühlen liess.»

Courtney selbst nahm die Entschuldigung an, vergessen kann sie die Sache aber nicht. «Ich vergebe ihr. Aber die Wahrheit bleibt die gleiche, ich habe noch nie privat von ihr oder ihren Leuten gehört. Tatsächlich hat sie mich auf Twitter blockiert», schrieb sie auf Instagram zu einem Screenshot, auf dem Teigens geblockte Seite zu sehen ist. Das Model reagierte darauf und erklärt, dass sie sehr wohl versucht habe, privat mit Courtney in Kontakt zu treten, eine öffentliche Entschuldigung aber ebenso für angebracht hielt. «Tut mir leid, Courtney. Ich hoffe, du kannst jetzt heilen, da du weisst, wie sehr es mir leid tut.» Die 26-Jährige widerspricht Chrissy jedoch und sagt, keine private Nachricht von ihr erhalten zu haben.

Werbepartner springen ab

Trotz der Reue gefährden Teigens Mobbing-Tweets derzeit ihre Karriere. Neben dem Netflix-Job haben nun die Kaufhausketten «Bloomingdales» und »Macy’s» ihre lukrativen Deals mit der Celeb-Kochbuchautorin zurückgezogen. Ihre Produkte – etwa ein 14-teiliges Koch-Set für umgerechnet 360 Franken – wurden aus dem Sortiment genommen.

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