Aktualisiert 29.03.2020 17:20

Lostorf SO10 Meter hoher Staubteufel türmt sich auf

In Lostorf (SO) beobachtete eine Leser-Reporterin am Wochenende, wie sich ein Wirbelsturm auftürmte und über ein Firmenareal wanderte.

von
jab

Diesen rund 10 Meter hohe Wirbelsturm hat Irène Schneider auf ihrer Velotour in Lostorf SO beobachtet.

Irène Schneider war am Samstag mit ihrem Mann (72) auf einer Velotour in Lostorf SO unterwegs, als sie Aussgergewöhnliches erblickte. «Wir fuhren gerade dem Waldrand entlang, als wir auf dem Areal der Firma Kibag Kies den Wirbelsturm sahen», so die Erlinsbacherin. Dieser habe jede Menge Staub aufgewirbelt. «Wir sind beide in einem gewissen Alter und haben so etwas noch nie gesehen», sagt die 64-Jährige beeindruckt.

Auch ihre Verwandten, denen sie vom Vorfall berichtete, hätten noch nie einen solchen Wirbelsturm beobachtet. Sie schätzt die Höhe der Säule auf etwa 10 Meter. «Es war eindrücklich zu sehen, wie sich der Sandwirbel langsam vom Boden auftürmte», sagt Schneider. «Er ist dann in Richtung Waldrand gewandert und wieder verschwunden.»

Selten eine Gefahr

In der Schweiz können immer wieder kleinere Wirbelstürme beobachtet werden – allerdings meistens auf Seen. Im Juli 2019 berichtete ein Kassier, der auf einer Fähre arbeitete, von einer riesigen Wasserhose, die über den Bodensee fegte.

Wasserhose überrascht Schiff auf Bodensee

Am Sonntagmittag fegte bei Romanshorn TG eine Wassehose über den Bodensee. Passagiere einer Fähre konnten das Naturphänomen dokumentieren.
(Video: Pascal Müller)
(Video: Pascal Müller)

Wie Meteorologe Patrick Stierli von Meteo Schweiz damals erklärte, ist das Phänomen in der Regel unbedenklich. «Solche Wasserhosen gibt es auf dem Bodensee ein- bis dreimal pro Jahr.» Das Zerstörungspotenzial sei deutlich kleiner als bei den Tornados, die man beispielsweise aus Amerika kennt.

Für die Leute an Land seien diese Wirbelstürme selten eine Gefahr. Und auch Bootsfahrer müssten sich keine Sorgen machen. Am Bodensee habe bisher noch keine Wasserhose grossen Schaden angerichtet. Trotzdem: Kleinere Boote sollten dem Naturphänomen nicht zu nahe kommen, da man die Stärke des irbelsturmes nie einschätzen könne, wie Stierli erklärte.

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