Berner Oberland : 10-stündige Arbeitstage an steiler Felswand
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Berner Oberland 10-stündige Arbeitstage an steiler Felswand

An einer Felswand am Ufer des Thunersees werden wegen Steinschlägen Schutzvorrichtungen installiert. Die Arbeit ist so hart wie Schwindel erregend.

von
miw

Impressionen von der Arbeit in der Berner Oberländer Felswand. (V: 20Minuten / F: zvg)

Immer wieder musste die Strasse zwischen Interlaken und Merligen gesperrt werden. Steine donnerten auf die dortige Hauptstrasse am rechten Thunerseeufer nieder. Derzeit sind nun Arbeiter der Firma Rock Tec aus dem Haslital dran, die gefährliche Strassenpassage sicherer zu machen.

In den steilen Felswänden montieren Seilspezialisten nun sogenannte Steinschlagwerke. Ihre Arbeit an der Wand, hoch über dem See, ist hart. Oder wie der Chef der Firma, Hansruedi Kohler, sagt: «Die Arbeit am Seil ist Spitzensport auf höchstem Niveau.» Rund zehn Stunden pro Tag, bei Hitze oder Regen, arbeiten die Spezialisten an der Wand.

Auch tragen die Spezialisten eine grosse Verantwortung: Der Verkehr auf der darunterliegenden Strasse läuft auch während der Arbeiten wie gewohnt weiter. Doch niemand, der durchfährt, darf durch die Arbeiten gefährdet werden. Hierfür wurden anfänglich ebenfalls Schutznetze errichtet.

Handarbeit und Helikopter

Durch die exponierte Arbeitsstelle muss zudem fast alles von Hand geschaffen werden; schwere Maschinen können auf den provisorisch gebauten Plattformen nicht bedient werden. Um die Netz-Installationen schliesslich zu montieren, fliegt Air-Glacier mit den Helikoptern zu Hilfe. «Eingespielte Teamarbeit zwischen der Heli-Crew und unseren Leuten ist dabei unabdingbar», sagt Kohler. Allgemein muss dort, in Schwindel erregender Höhe, jeder Griff und Schritt genau durchdacht ausgeführt werden.

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