10 Tipps: Feiern mit Genuss und Liebe für die Umwelt

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Schöne Festtage10 Tipps für eine Feier mit Genuss und Liebe für die Umwelt

Weihnachten und der Jahreswechsel sind Tage des Überflusses. Das dürfen sie auch sein. Mithilfe dieser zehn Tipps gestaltest du die Festtage trotzdem umweltfreundlich.

von
Jan Graber
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Die japanische Furokishi-Methode zeigt, wie Geschenke umweltfreundlich in Tüchern verpackt und kunstvoll verknüpft werden können. 

Die japanische Furokishi-Methode zeigt, wie Geschenke umweltfreundlich in Tüchern verpackt und kunstvoll verknüpft werden können. 

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Darum gehts

  • Die Festtage sind Tage des Überflusses.

  • Deshalb wachsen auch die Müllberge in dieser Zeit übermässig.

  • Das muss nicht sein: Es gibt alternative Methoden zu feiern, ohne die Feststimmung zu dämpfen.

  • Zehn Tipps für nachhaltigere Feiertage.

Der reich dekorierte Weihnachtsbaum. Darunter in buntes Papier verpackte Geschenke mit goldenen Schleifen. Verführerische Aromen von der Weihnachtsgans im Ofen. Die glitzernde Lichterkette draussen, die für Feststimmung im Quartier sorgt. Eine Woche später: knallende Korken, Tischbomben und ausgelassene Stimmung.

Die Festtage sind für viele Menschen Tage des Genusses und Überflusses. Sie bieten Abwechslung zum Alltag und bringen Menschen zusammen. Die Freude an der Verschwendung kommt jedoch zu einem Preis: Laut Schätzungen wächst das Abfallvolumen während der Festtage um 20 bis 30 Prozent. Auch landet mehr Essen als sonst im Kübel.

Einige Traditionen gründen zudem auf fossilen Rohstoffen. Herkömmliche Kerzen sind aus Paraffin hergestellt, auch Verpackungen, Plastikkorken und Beschichtungen von Papieren nutzen Rohöl als Grundstoff. Kurz: Die Festtage sorgen nicht nur für mehr Freude, sondern führen auch einer höheren Umweltbelastung.

Das muss nicht sein. Egal, ob Festmahlzeit, das warme Kerzenlicht oder die ausgelassene Silvesterstimmung: Für alles existieren naturfreundliche Varianten, ohne die Feststimmung zu trüben. Zehn Tipps.

#1 – Weihnachtsbaum

Stelle einen lokal gewachsenen Weihnachtsbaum ohne chemische Behandlung in die Stube. Mittlerweile lassen sich Weihnachtsbäume auch mieten. Sinnlos sind wiederverwendbare Plastikbäume: Auch sie müssen eines Tages entsorgt werden, belasten die Umwelt dann aber umso mehr. Schmücke den Baum zudem nicht mit Plastikzeugs, sondern mit Naturprodukten: Moos, Kieferzapfen, getrockneten Orangenscheiben und anderem.

#2 - Kerzen

Klassische Kerzen werden aus erdölbasiertem Paraffin hergestellt. Es gibt Alternativen: Beispielsweise Kerzen aus Bio-Stearin, recycelter Biomasse oder Bienenwachs.

#3 - Weihnachtsbeleuchtung

Wenig sorgt so sehr für Feststimmung wie Lichterketten an Häuserfassaden. Umweltfreundlich sind diese, wenn LED-Leuchtmittel verwendet werden und der Strom nicht aus Batterien stammt. Eine Zeitschaltuhr trägt zusätzlich zum Stromsparen bei und schont nachtaktive Tiere.

#4 – Geschenkpapier

Geschenkpapier muss kein Wegwerfprodukt sein. Wenn es beim Auspacken nicht achtlos zerrissen wird, kann es beim nächsten Fest wieder zum Einsatz kommen. Kreative Köpfe kreieren zudem eigenes Geschenkpapier, zum Beispiel aus Kalenderblättern oder Magazin-Seiten. Oder du nutzt die japanische Furokishi-Methode und verpackst das Geschenk in ein quadratisches Tuch und knüpfst es zu.

#5 – Nützliche Geschenke

Die sinnvollsten Geschenke sind jene, die Menschen in Not helfen. Viele Hilfsorganisationen bieten deshalb Spenden als Geschenk an. Soll es dennoch ein persönliches Geschenk sein, achte auf dessen Nachhaltigkeit.

#6 – Festmahl

Kaufe die Zutaten zur Festmahlzeit möglichst lokal, biologisch und saisonal ein. Vor allem beim Fleisch solltest du nicht sparen. Die Website Essenmitherz.ch zeigt, wo du umweltfreundliches Fleisch erhältst.
Noch besser: Du kochst fleischlos. Festliche vegetarische oder sogar vegane Rezepte findest du zum Beispiel bei Betty Bossi, Annemarie Wildeisen, Swiss Veg oder im Buch «Veganes fürs Fest».

#7 – Food Waste

Berechne die Mengen des Festmahls richtig, sonst produzierst du nur unnötig Food Waste. Hilfe bei der Portionierung bietet diese Liste von Foodwaste.ch.

#8 – Sekt und Wein

Wähle Sekt und Wein aus lokaler Produktion. Anders als oft vermutet, kommen aus der Schweiz hervorragende Tropfen. Achte zudem darauf, dass ein echter Korken und kein Plastikkorken in der Flasche steckt.

#9 – Feuerwerk und Silvesterspass

Feuerwerke sind ein Knaller! Aber sie sind auch Dreck- und Feinstaubschleudern, brauchen viel Energie für die Herstellung – und sind eine Qual für (Haus-)Tiere. Zünde stattdessen ein Feuer in einer Feuertonne oder eine Finnenkerze an. Bastle Konfetti selbst mithilfe eines Lochers. Und die Tischbombe ist sowieso ein Unding von gestern.

#10 - Bleigiessen

Die Tradition des Bleigiessens hält sich hartnäckig. Es braucht keine hellseherische Gabe, um zu sehen, dass Blei und dessen Dämpfe hochgiftig sind und die Entsorgung des Schwermetalls die Umwelt unnötig belastet. Ersetze das Blei mit Wachs: Schmelze Wachsreste in einem alten Löffel über einer (nachhaltigen) Kerze, schmeiss das Wachs ins Wasser – und wirf einen Blick in die hoffentlich umweltfreundlichere Zukunft.

Wie umweltfreundlich feierst du?

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