Aktualisiert 11.06.2008 10:04

Dritte Fanzone auf Abruf100 000 Fans auf dem Weg nach Basel

Basel rechnet für das emotionsgeladene Spiel Schweiz - Türkei von heute abend mit einem Grossansturm. Das Spiel wird im mittleren Risikobereich eingestuft.

Laut dem Basler EURO-08-Delegierten Hanspeter Weisshaupt werden rund 100 000 Fans erwartet. Rund 10 000 türkische Fans werden mit Bussen und der Bahn aus Deutschland anreisen; etwa 1000 Fans kommen direkt aus der Türkei, wie Weisshaupt sagte. Das Spiel wird im mittleren Risikobereich eingestuft. Es handelt sich um das erste Zusammentreffen der Schweiz und der Türkei nach den Spielfeld-Tumulten beim WM-Qualifikationsspiel vom November 2005 in Istanbul. Nach dem unrühmlichen Spiel seien mit dem türkischen Fangruppen lange Diskussionen geführt worden, sagte Weisshaupt. Diese hätten zugesagt, den friedlichen Charakter der Begegnung der beiden Nationalmannschaften tatkräftig zu unterstützen. Zudem hätten sich die türkischen Fans auch nach der Niederlage ihres Teams gegen Portugal vom vergangenen Samstag in Genf friedlich verhalten. Nach den Startniederlagen brauchen beide Mannschaften einen Sieg, um die Vorrunde doch noch überstehen zu können. Geplante Aktionen der kurdischen Bevölkerung in der Schweiz sind den Basler Verantwortlichen zudem nicht bekannt.

Dritte Fanzone geplant

Um den erwarteten 100 000 Besuchern in Basel ein schönes Fussballfest zu bieten, wird zudem die Einrichtung einer dritten Fanzone auf dem Marktplatz in Erwägung gezogen. Das Spiel Schweiz - Türkei soll dort aber nur übertragen werden, wenn die beiden anderen Fanzonen vollständig besetzt sind. Der Platz werde dabei nicht komplett umzäunt; die Fans werden aber kontrolliert. Wie in den anderen Zonen auch ist das Mitbringen von Glas und gefährlichen Gegenständen verboten. Um die ausländischen Fans willkommen zu heissen, finden die Ansagen in Tram und Bus auch auf türkisch statt.

Die für die Sicherheit zuständigen Behörden riefen die Fans auf, rechtzeitig zum Match anzureisen, der um 20.45 Uhr beginnt. Der St. Jakob-Park wird um 17.15 Uhr geöffnet. Schon um 12.00 Uhr wird der so genannte Verkehrsperimeter rund um das Stadion aktiviert. Die Behörden empfehlen den Fans, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. In Pratteln und Aesch stehen zudem Parkräume zur Verfügung. Falschparkierer in der Stadt können hingegen nicht mit der Toleranz der Polizei rechnen. Die Polizei drohte ihnen vielmehr konsequente Kontrollen und empfindliche Bussen an. (dapd)

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