100 000 Liter Gülle: Fischsterben im Baselbiet
Aktualisiert

100 000 Liter Gülle: Fischsterben im Baselbiet

Fehlgeleitete Jauche im Diebach in Laufen BL ein Fischsterben verursacht. Kein einziger Fisch überlebte, weil ein Bauer einen Schieber offen gelassen hatte.

Gegen den für die Gewässerverschmutzung verantwortlichen Landwirt wurde Anzeige beim Statthalteramt Laufen erstattet.

Der Landwirt wollte nach Polizeiangaben Jauche von der Grube des oberen Freilaufstalls in die untere, ältere Grube umleiten. Dabei vergass er, den Schieber zu schliessen. Deshalb liefen rund 100 000 Liter Jauche über einen Feldweg in den zirka 300 Meter entfernten Diebach, in dem samtliche Fische durch die Verunreinigung verendeten.

Weil der Diebach in die Birs mündet, richtete die Stützpunktfeuerwehr Laufen vor dem Fluss eine Sperre ein, um den Schaum zurückzuhalten. Der Schlamm aus dem Diebach wurde abgesaugt. Ein Fischsterben in der Birs ist nach Auskunft der Fachleute nicht zu befürchten, weil der Fluss derzeit genügend Wasser führt. Die Höhe des Schadens wird auf mehrere 1000 Franken beziffert. (sda)

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