Neubauprojekt: 100 Mieter erhalten im Gundeli die Kündigung
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Neubauprojekt100 Mieter erhalten im Gundeli die Kündigung

Eine ganze Häuserzeile an der Hochstrasse mit günstigen Wohnungen wird abgerissen. Die Mieter, vorwiegend Studenten, müssen bis kommenden September eine Bleibe finden.

von
lha
Die komplette Häuserzeile an der Hochstrasse wird ab 2018 einem Neubauprojekt weichen.

Die komplette Häuserzeile an der Hochstrasse wird ab 2018 einem Neubauprojekt weichen.

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Eigentlich sollte das Neubauprojekt des Zürcher Immobilieninvestors Turidomus an der Hochstrasse in Basel bereits realisiert sein. Die Pläne dafür sind sieben Jahre alt. Eine Einsprache der SBB blockierte diese Pläne aber über Jahre. Die Abbruchliegenschaften im Geviert Solothurnerstrasse 11, Hochstrasse 4 bis 10 sowie Pfeffingerstrasse 8 bis 12 wurden so auf Zusehen hin als günstigen Wohnraum zwischengenutzt.

Jetzt haben die 100 Mieter, es sind vorwiegend Studenten, die Kündigung erhalten, wie die «Basler Zeitung» am Montag berichtete. Die Umbaupläne der SBB, die das Projekt der Turidomus jahrelang blockierten, sind offenbar vom Tisch. 2018 kann mit dem Abbruch der Häuserzeile angefangen werden. Bis Ende September des kommenden Jahres müssen die 48 Wohnungen geräumt sein.

In einem Neubaukomplex sollen 47 Mietwohnungen, Gewerbe- und Büroflächen entstehen. «Nichts Luxuriöses», wie Michel Schneider von Turidomus gegenüber der «Basler Zeitung» sagt. Sondern einfache und kompakte Mietwohnungen.

Schwierige Wohnungssuche für Studenten

Für die betroffenen Studenten, die jetzt in den Abbruchhäusern wohnen, ist die Kündigung ein Schock. Angesichts der Knappheit an preiswertem Wohnraum in Basel-Stadt sind viele pessimistisch, was die Wohnungssuche anbelangt. «Im Herbst beginnt an der Uni das neue Semester. Dann suchen alle Studenten ein Zimmer. Es dürfte schwierig werden, etwas Passendes zu finden», wird ein Bewohner von der Zeitung zitiert.

Die Turidomus hat offenbar auch ihre Hilfe bei der Wohnungssuche angeboten und will bei der Kündigung der Mietverhältnisse flexibel sein. Das sei gut gemeint, sagen die Mieter. Allzu viel versprechen sie sich davon wohl nicht. Sie hoffen vielmehr auf den Kanton, weil Baudirektor Hans-Peter Wessels (SP) sich im Wahlkampf für günstigen Wohnraum starkgemacht hat. Aber auch der wird kaum auf die Schnelle 48 günstige Wohnungen aus dem Hut zaubern können.

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