Aktualisiert 05.02.2018 20:52

Schlieren

100-Tonnen-Buche zügelt nach 80 Jahren

Die 100 Tonnen schwere Blutbuche im Zentrum von Schlieren wurde am Montag versetzt. Ein so grosser Baum wurde in der Schweiz bisher noch nie an einen anderen Ort transportiert.

von
tam
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Im Zentrum von Schlieren wird am 5. Februar eine Rotbuche versetzt.

Im Zentrum von Schlieren wird am 5. Februar eine Rotbuche versetzt.

tam
Ein so grosser Baum wurde in der Schweiz bisher noch nie an einen anderen Ort transportiert.

Ein so grosser Baum wurde in der Schweiz bisher noch nie an einen anderen Ort transportiert.

Leser-Reporter/Thomas Mathis
Mit Plakaten wehrten sich ...

Mit Plakaten wehrten sich ...

20M

Die Dimension des Projekts ist überwältigend: Eine 100 Tonnen schwere Rotbuche wird auf einer Fläche von 7 auf 7 Meter und einer Tiefe von 80 Zentimeter ausgegraben, um 150 Meter versetzt und am neuen Standort wieder eingepflanzt. Dafür braucht es viele Spezialisten, von Kranführern über Baumfachmänner bis Sicherheitsleute.

Schon am frühen Morgen wohnten über hundert Zuschauer dem Spektakel im Stadtzentrum bei. Sie harrten in der Kälte aus, um den Baum, der der Limmatbahn weichen musste, schweben zu sehen. Um 11 Uhr hätte es so weit sein sollen. Doch daraus wurde nichts. Um den 20 Meter hohen Baum ohne Schaden vom Boden zu hieven, brauchte es mehr Zeit als angenommen. So konnten die Kranführer die Rotbuche auf Stahlplatten erst gegen 13.30 Uhr in die Höhe heben.

Rotbuche auf Reisen: Hier wird der 100-Tonnen-Baum transportiert. Video: Tamedia/Leser-Reporter

Reise im Schritttempo

Dann folgte eine weitere Herausforderung. Der Baum mitsamt dem Wurzelballen musste so auf dem Lastwagen platziert werden, dass er nicht von der Tragfläche kippte. Nach mehreren Korrekturen begann für den rund 80 Jahre alten Baum die mehrstündige Reise im Schritttempo.

Gegen 19 Uhr erreichte die Rotbuche dann ihren neuen Platz, der jetzt noch mitten in der alten Ringstrasse liegt. Später soll sie das Prachtstück des neuen Stadtparks sein, der nach dem Bau der Limmattalbahn dort angelegt wird. Die Versetzung, die es in dieser Dimension in der Schweiz noch nie gegeben hat, kostet voraussichtlich 160 000 Franken.

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