100 Tonnen Salz pro Tag: Das schmerzt Hundepfoten
Aktualisiert

100 Tonnen Salz pro Tag: Das schmerzt Hundepfoten

Hunderte Tonnen Salz landen derzeit auf den Strassen. Unter dem Einsatz für mehr Sicherheit leiden vor allem die Hunde.

«Wir haben wegen dem Salz klar mehr zu tun», sagte gestern Tierärztin Simone Eugster (33) von der Kleintierpraxis Gundeli, während sie die rechte Vorderpfote von Rüde Fes (10) verband. Eugster: «Schlimm ist es für die Tiere vor allem dann, wenn sie offene Wunden an den Pfoten haben.»

Dies weiss auch Brigitta Olloz (55). Ihre Mischlingshündin Tina (9) hatte einen Schnitt in der rechten Hinterpfote. Olloz: «Wegen dem Salz kam es dort zu einer eitrigen Entzündung.» Sie musste die Pfote beim Tierarzt behandeln lassen. «Tina muss jetzt beim Rausgehen einen Hundeschuh tragen.»

Um solche Probleme zu vermeiden, empfehlen Tierärzte, die Pfoten der Hunde vor dem Gassigehen mit Vaselin oder Melkfett einzureiben. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten mit Wasser oder abgekühltem Kamillentee gesäubert werden.

Bei der Basler Stadtreinigung, die an schneereichen Tagen bis zu 100 Tonnen Salz auf die Strassen streut, ist das Problem bekannt. Leiter Martin Bischofberger: «Wir können aber aus Sicherheitsgründen darauf leider keine Rücksicht nehmen.»

Christian Degen

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