Aktualisiert

Indien100 Tote nach Anschlag auf Eisenbahn

In Ostindien sind zwei Züge nach einem Anschlag zusammengestossen. Dabei kamen fast 100 Menschen ums Leben. Über 200 wurden verletzt.

Ein Zug entgleiste in der Nacht zum Freitag im Unionsstaat West-Bengalen in einem Gebiet, in dem maoistische Rebellen aktiv sind. Extremisten hatten den Zug, der auf dem Weg nach Mumbai war, mit einer Sprengung im Gleisbett zum Entgleisen gebracht. Ein entgegenkommender Güterzug fuhr auf drei der 13 entgleisten Wagen auf. Überlebende berichteten, erst nach mehr als drei Stunden hätten Rettungskräfte den Unglücksort erreicht. Bei den Bergungsarbeiten wurden inzwischen 98 Leichen gefunden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. In den Trümmern wurden mindestens 20 weitere Leichen vermutet.

Zu dem Anschlag bekannte sich eine örtliche Maoisten-Gruppe, das «Volkskomitee gegen Polizei-Gewalttaten». Die Maoisten, die in den Tagen zuvor mit Anschlägen gedroht hatten, kämpfen nach eigener Aussage für die Rechte der armen Landbevölkerung und die Einführung eines kommunistischen Gesellschaftsmodells.

Nach offiziellen Angaben operieren die Bewaffneten in 200 der 626 indischen Distrikte und kontrollieren 34 davon. (sda)

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