Autsch, das brennt! : 100 Verletzte nach Quallen-Attacke auf Elba

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Autsch, das brennt! 100 Verletzte nach Quallen-Attacke auf Elba

Auf der italienischen Insel Elba mussten am Wochenende 100 Badegäste am Strand verarztet werden. Sie waren Opfer einer Quallen-Invasion geworden.

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Wunderschön, aber gefährlich: Eine Feuerqualle vor der Küste Elbas. (Bild: taucher.net)

Wunderschön, aber gefährlich: Eine Feuerqualle vor der Küste Elbas. (Bild: taucher.net)

Von einer Qualle gestochen zu werden, ist wohl der Albtraum eines jeden Schwimmers. Am Strand von Marina di Campo, auf der Insel Elba, wurde am Sonntag dieser Albtraum für 100 Menschen Realität. Dutzende Schwimmer mussten ärztlich versorgt werden, ein 13-jähriges Mädchen musste gar wegen einer allergischen Reaktion auf den Quallenstich in die Notfallaufnahme gebracht werden.

Der Angriff der Quallen dauerte mehrere Stunden, berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera». Dabei handelte es sich um Feuerquallen der Art «Noctiluca». Zwei Schwimm-Wettbewerbe fielen deswegen ins Wasser. Einer musste kurzfristig abgesagt werden, im anderen beendeten mehrere Schwimmer ihr Rennen mit leichten Verbrennungen.

Da freuen sich die Meeresbiologen

Was den Menschen ärgert, freut den Meeresbiologen: Laut Umberto Mazzantini von der Organisation Legambiente Arcipelago Toscano ist die Quallen-Plage ein Zeichen dafür, dass das Meer sauber ist. Das Phänomen sei durch Winde aus dem Norden und Strömungen verursacht worden, meint er weiter. Bereits am Dienstag gab es wieder Entwarnung: Der riesige Quallen-Schwarm ist inzwischen weggetrieben worden. «Man kann wieder sicher schwimmen», versicherte Mazzantini.

Quallen füllen Hafenbecken komplett aus

Erst vor drei Wochen war es auf Mallorca zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Am Strand von Es Trenc, im Süden der Insel, hatten sich Tausende der wunderschönen – und gefährlichen - Leuchtquallen am Ufer getummelt. Nach mehreren Tagen war die Gefahr für die Badegäste vorbei.

Qualle vereitelt Schwimm-Rekord

Der Stich einer Feuerqualle ist für den Menschen nicht ungefährlich. Beim Kontakt schiesst die Qualle stilettartige Dornen in die Haut des Opfers. Das Gift wird dabei über eine Art Schlauch injiziert. Die Symptome sind plötzliche Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, oft Schwellungen und Rötungen. Möglich ist auch Blasenbildung und Juckreiz, in extremen Fällen kann ein allergischer Schock sogar zum Tod führen.

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